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Gebetsblatt für Juli 2005
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Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie
Hebr.
13,3
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Iran
Usbekistan
Sudan
Kongo
Türkei
Pakistan_1
Mexiko
Elfenbeinküste
Eritrea
Simbabwe
Pakistan_2
Iran
Denken wir in dieser Stunde an einen bedrohten Journalisten im Iran:
Nach Informationen der "Iranischen Liga zur Verteidigung der Menschenrechte" und von "Ärzte
ohne Grenzen" wurde der bekannte iranische Journalist und Menschenrechtler Akbar Ganji, der
seit über 5 Jahren im Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert ist, am 30. Mai 2005 zur medizinischen
Behandlung in einem Krankenhaus freigelassen. Der Krankenhausaufenthalt soll eine Woche dauern.
Bei der vorübergehenden Freilassung hat der internationale Druck sicherlich eine Schlüsselrolle
gespielt.
Information
Am 19. Mai 2005 war Akbar Gankji von der Tageszeitung Sobh-e-Emrooz in einen unbefristeten
Hungerstreik getreten, um gegen seine Inhaftierung zu protestieren. Er leidet unter Asthma und
schweren Rückenproblemen. Außerdem kann ein Gefangener nach iranischem Recht auf Ehrenwort
freigelassen werden, wenn er zwei Drittel seiner Strafe verbüßt hat, was bei Herrn Ganji bereits
seit einem Jahr der Fall ist. - Akbar Ganji war am 22. April 2000 festgenommen worden, weil er in
mehreren Artikeln die Beteiligung des iranischen Regimes, einschließlich des Präsidenten Rafsanjani,
an der Ermordung anders denkender Oppositioneller und Intellektueller im Jahre 1998 angeprangert
hatte. Auch wurde ihm die Teilnahme an der Konferenz in Berlin im April 1998 über die iranischen
Wahlen vorgeworfen. Im Januar 2001 wurde er zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt, im Juli 2001 wurde
die Strafe auf 6 Jahre reduziert. Herr Ganji wird in Isolationshaft gehalten, nach dem
Krankenhausaufenthalt droht ihm erneute Haft.
Gebet
Guter Gott, wir bitten Dich für Akbar Ganji, gib ihm Kraft von Deiner Kraft. Lass ihn im Krankenhaus
Erholung erfahren haben und schütze ihn vor erneuter Inhaftierung. Wir wollen weiter dazu beitragen,
dass über Menschenrechtsverletzungen in der Öffentlichkeit Beschwerden geführt werden.
Neue Informationen
Der prominente Journalist, dessen Freilassung wir im Mai 05 gemeldet hatten, ist nicht nur erneut verhaftet,
sondern auch während seines Krankenhausaufenthalts zwei Tage lang gefoltert worden. Man wollte
ihn zwingen, einen Treueeid auf den Obersten Führer des Staates zu leisten. Er weigerte sich und befindet
sich seitdem in Einzelhaft. Wir haben sofort wieder für ihn interveniert.
(Informationen aus der Mitgliedersendung Dezember 2005)
Akbar Ganji, Journalist der Tageszeitung Sobh-e-Emrooz, ist frei
Am 18. März 2006 wurde Irans bekanntester politischer Gefangener, der Journalist Akbar Ganji,
wenige Tage vor Ende seiner noch verbleibenden Zeit im Gefängnis vorzeitig entlassen und unbemerkt
von der Öffentlichkeit zu Hause abgeliefert. Akbar Ganji wurde nach der Teilnahme an einer
Irankonferenz der Berliner Heinrich-Böll-Stiftung im April 2000 in Teheran verhaftet. Da er
zudem zahlreiche Artikel veröffentlicht hatte, in denen er dem iranischen Regime die Ermordung
von politischen Gegnern und intellektuellen Dissidenten anlastete, wurde er "wegen Propaganda gegen
den Gottesstaat, Gefährdung der Staatssicherheit und Beleidigung der Staatsführung" zu zehn Jahren
Haft und fünf Jahren Verbannung verurteilt. Dieses Urteil wurde später auf sechs Jahre reduziert.
Doch Ganji ließ sich nicht zum Schweigen bringen. Er verfasste im Gefängnis eine nach ihrem Erscheinen
viel beachtete Schrift, in der er die Machtstrukturen des islamischen Staates und die eklatanten
Menschenrechtsverletzungen anprangerte. Seine Haftbedingungen wurden daraufhin verschärft. Er wurde
mehrfach schwer gefoltert, trat aus Protest in einen Hungerstreik und musste am 17. Juli 2005 in ein
Krankenhaus gebracht werden, wo er ebenfalls gefoltert wurde. Kurz darauf brachte man ihn trotz
Krankheit und weltweiter Proteste in eine Isolierzelle des Evin Gefängnisses zurück und wollte ihn
unter Folter zwingen, einen Treueeid auf den Obersten Führer des Staates zu leisten. Doch selbst dem
Tode nahe schrieb er in einem offenen Brief, er werde sein Nein zu diesem Staat nie zurücknehmen. Akbar
Ganji ist ein gezeichneter Mann. Sechs Jahre Einzelhaft, Krankheit und Folter haben ihre Spuren
hinterlassen. Abgemagert, mit schütterem Haar und langem weißen Bart sieht der 48-Jährige wie ein
alter Mann aus. Aber sein Widerstand ist ungebrochen: "Ich werde niemals den Kampf für Menschenrechte
und Demokratie aufgeben".
Akbar Ganji wird dazu seine ganze Kraft brauchen, da Menschenrechtler im Iran
weiterhin verfolgt und bedroht werden. Durch willkürliche Verhaftungen, Haussuchungen und Schließung
ihrer Arbeitsstätten, wobei man meist auch ihre Unterlagen konfisziert, soll ein Klima erzeugt werden,
das die Mitarbeiter von Menschenrechtsorganisationen verunsichert, einschüchtert und ihre Arbeit
behindert.
(Informationen aus der Mitgliedersendung April 2006)

Usbekistan
Denken wir in dieser Stunde an bedrohte Menschenrechtler in Usbekistan:
Am 13. Mai 2005 wurden während einer friedlichen Demonstration in Andischan hunderte von
Demonstranten getötet. Usbekische Menschenrechtler haben diesen exzessiven Machtmissbrauch verurteilt
und wurden deshalb festgenommen. So befindet sich Saidjahona Zaynabitdinov, ein Mitglied der
Menschenrechtsgruppe Andischan seit dem 21. Mai 2005 in Isolationshaft, er wird der Verleumdung
beschuldigt wegen seiner Aussagen gegenüber internationalen Medien über die Ereignisse vom 13. Mai
2005. - Am 22. Mai 2005 wurde Sobithon Ustabaev festgenommen, andere Menschenrechtler wurden
geschlagen, als sie Augenzeugen zu den Ereignissen vom 13. Mai interviewen wollten
Gebet
Herr, wir bitten Dich für die Menschenrechtler in Usbekistan, gib ihnen Kraft von Deiner Kraft. Lass
ihre wichtige Arbeit Unterstützung finden und Kreise ziehen.
Sudan
Denken wir in dieser Stunde an willkürlich Verhaftete im Sudan:
Stark bewaffnete Polizisten umzingelten am 24. Mai 2005 frühmorgens das Umsiedlungslager von Soba
Aradi nahe Khartum. Die Ordnungskräfte durchsuchten das Lager und nahmen etwa einhundert Personen
fest, darunter Mayak Nich, Mahmoud Gazira, Hanan Mahnoud Gazira, Abdel Aal Mahmoud Gazira, Adil
Gazira und El Amin Kuku. Diese Festnahmen erfolgten, nachdem es zuvor am 18. Mai 2005 zwischen der
Polizei und den Umgesiedelten zu Zusammenstößen gekommen war. Die Gewalttätigkeiten verursachten den
Tod von 14 Polizisten und 30 Zivilisten.
Information
Im Lager von Soba Aradi leben Menschen aus der Provinz Darfour und dem Süden des Landes, die von dort
wegen des Krieges und der Armut geflüchtet waren. Die aktuelle Politik der lokalen Behörden betreibt
verstärkt die Umsiedlung der Menschen aus dem Lager, ohne jedoch eine zufriedenstellende Unterbringung
und Grundversorgung zu gewährleisten. Es ist zu befürchten, dass die Verhaftungen gegen die Personen
gerichtet waren, die dagegen opponierten, wie auch gegen die Zeugen der Gewalttaten vom 18. Mai 2005.
Gebet
Gott, wir bitten um deine Hilfe für die leidende Bevölkerung dieses Landes und besonders für die
Menschen, die noch den Mut aufbringen, sich gegen Gewalt und Terror zu stellen. Stärke sie in ihrem
Bemühen. Gib ihnen Kraft von deiner Kraft.
Kongo
Denken wir in dieser Stunde an Verhaftete und Gefolterte im Kongo:
Zwischen dem 30. April und 15. Mai 2005 wurden in Lubumbashi über 100 Zivil- und Militärpersonen von
Mitgliedern des Geheimdienstes (ANR) verhaftet. Ihnen wurde vorgeworfen, die Loslösung Katangas zu
betreiben. Viele von den inzwischen freigelassenen 40 Personen wie auch die 65 Menschen, die sich in
Geheimhaft der ANR in Lubumbashi oder in der Zentrale des Strafvollzugs und der Umerziehung in
Kinshasa befinden, wurden gefoltert durch Nahrungsentzug, Bedrohung mit Revolvern, ständige
Blendung durch grelles Licht. In den überfüllten Zellen erkrankten viele. Jede juristische und
familiäre Hilfe wurde ihnen verwehrt.
Information
Noch immer leben etwa 3,4 Millionen Menschen in der Demokratischen Republik Kongo fern von ihrer
angestammten Heimat in unwirtlichen Gebieten, ständig bedroht von Willkür und Polizeiterror.
Gebet
Herr, es bekümmert uns, dass in diesem von ständigen Krisen geschüttelten Land keine Besserung der
Verhältnisse zu sehen ist. Hilf du dazu, dass endlich eine Beruhigung eintritt und die Menschen wieder
in Frieden leben können. Lass die Gefangenen nicht verzweifeln und steh ihnen bei mit deiner Kraft.

Türkei
Denken wir in dieser Stunde an Menschenrechtsverteidiger in der Türkei:
Eine neue Version des türkischen Strafrechts sollte am 1. Juni in Kraft treten. Darin ist eine
schärfere Bestrafung vorgesehen gegen Personen, die Folter anwenden. Dennoch enthält das neue Recht
auch zahlreiche Beschränkungen der fundamentalen Menschenrechte: die Meinungsfreiheit ist erneut
bedroht. Wie in der Vergangenheit, riskieren besonders Menschenrechtsverteidiger Verhaftung und
Gefängnis.
Gebet
Gott, wir sind dankbar für jeden Fortschritt in den gesetzlichen Grundlagen zum Schutz der
persönlichen Freiheit der Menschen aber auch besorgt wegen der vielen Rückschritte. Lenke du die
Gedanken der Politiker zu verantwortlichem Handeln. Schütze die Verteidiger der Menschenrechte in
aller Gefährdung.
Pakistan_1
Denken wir in dieser Stunde an gefolterte und bedrohte Menschen in Pakistan:
Nach einer Dringlichkeitsaktion von ACAT am 24. Mai 2005 zu Gunsten von sechs Mitgliedern einer
Gemeinschaft von Studenten aus Belutschistan, die am 25. März 2005 verhaftet worden waren, wurden
vier von ihnen freigelassen: Imdad Baloch, Yusuf Baloch, Ghulam Rasool Allah Nazar, Naseem Baloch.
Während ihrer Haft in Karatschi waren sie gefoltert worden und hörten die Schreie der gefolterten
Mitgefangenen in den Nachbarzellen. Bei ihrer Entlassung drohte man ihnen mit Ermordung, falls
sie sich weiterhin mit Politik befassen sollten. Von den beiden übrigen Mitgliedern der Gruppe,
Nawaz Ali und Akkhter Nadeem gibt es keine Nachrichten.
Information
Angesichts der enormen wirtschaftlichen, politischen und ethnischen Probleme werden die
Unabhängigkeitsbestrebungen der Provinz Belutschistan von der Zentralregierung des Generals
Musharraf mit Härte unterdrückt. Die Folter ist in den Gefängnissen alltägliche Praxis.
Gebet
Gott, wir bitten dich, beschütze Nawaz Ali und Akhter Nadeem, bewahre sie vor Schaden und sei bei
ihnen mit deiner Kraft, wenn sie einsam und verlassen sind.
Mexiko
Denken wir in dieser Stunde an einen Gefangenen in Mexiko:
Der aktive Politiker Jacobo Silva Nogales und seine Frau wurden 1999 verhaftet. Unter der Folter
gestand er, Mitglied der bewaffneten oppositionellen Gruppe "Revolutionäre Armee des Volkes" zu sein.
Daraufhin wurde er zu 49 Jahren Gefängnis verurteilt. Im Hochsicherheitsgefängnis von La Palma sind
seine Haftbedingungen furchtbar: Erniedrigungen, Verweigerung von Medikamenten und Toilettenartikeln.
Seit Januar 2005 verschlechterten sich die Haftbedingungen noch mehr, und es gibt Anzeichen dafür,
dass seine Nahrung vergiftet worden war.
Information
Obwohl die Regierung mehrere Initiativen zur Durchsetzung der Menschenrechte unternommen hat,
konnten wegen der Korruption und der geringen Effizienz der Justiz nur geringe Erfolge erzielt
werden. Die Verteidiger der Menschenrechte sind ständigen Einschüchterungen und Drohungen ausgesetzt.
Gebet
Herr, lass Herrn Nogales deine Nähe spüren, damit er in den Stunden der Verzweiflung daraus Kraft
schöpfen kann. Wir bitten für ihn, dass er wieder frei wird.
neue Informationen
Die Permamente Mission von Mexiko bei den Vereinten Nationen in Genf übersandte uns ein Schreiben der
mexikanischen Gefängnisbehörde, in dem es heißt:
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Am 16. Juni 05 fand eine ärztliche Untersuchung statt, die ergab, dass der Gesundheitszustand
von Herrn Nogales stabil und keine ärztliche Behandlung nötig sei.
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In der Gefängnisordnung sei festgelegt, dass keine physische oder psychische Gewalt bei den
Gefangenen angewendet werden dürfe, die körperliche Verletzungen hervorrufen oder ihre Würde
antasten könnte.
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Herr Nogales würde im Gefängnis folgenden Beschäftigungen nachgehen: Er hätte 24 Bilder gemalt,
würde an einem Literatur-, Musik- und Theaterkurs teilnehmen, hätte kürzlich das Abitur gemacht
und würde sich sportlich betätigen.
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Die Glaubwürdigkeit dieser Informationen muss angezweifelt
werden, da die Meldungen von OMCT von verschärften Haftbedingungen und Schikanen Herrn Nogales
gegenüber sprechen, der seit dem 19.Oktober 1999 aus politischen Gründen im Gefängnis ist.
(aus der Mitgliedersendung im September 2005)
Jacobo Silva Nogales und seine Ehefrau Gloria Arenas Agis wurden im Oktober 1999 aus politischen Gründen
verhaftet und zu einer 50-jährigen Haftstrafe verurteilt. Sie wurden jetzt nach einem 10-jährigen Aufenthalt im
Gefängnis vorzeitig entlassen.
(aus der Mitgliedersendung im Dezember 2009)
Elfenbeinküste
Denken wir in dieser Stunde an die Opfer des Terrors an der Elfenbeinküste:
In der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni stürmten Unbekannte gleichzeitig die Dörfer Guiltrozon und
Petit Duekue im Westen des Landes ohne einen ersichtlichen Grund. Die Angreifer, die sowohl zu den
Regierungstruppen als auch zu den Rebellengruppen gehören können, drangen in die Hütten ein und
töteten mindestens 50 Personen vom Stamm der Guéré, elf von ihnen verbrannten bei lebendigem Leibe.
Diese wie auch andere Massaker bleiben ungestraft, um, wie es heißt, die Aussöhnung der Parteien
nicht zu gefährden, was aber im Gegenteil der Gewalt wieder Vorschub leistet.
Information
Seit Jahren leidet das durch Bürgerkrieg zerrissene Land und seine Bevölkerung an den Folgen der
Misswirtschaft und des Fremdenhasses, die das einst blühende Land ruiniert haben und eine Welle
der Gewalt auslösten.
Gebet
Guter Gott, gib den streitenden Parteien Einsicht zu einem besseren Handeln, damit endlich wieder
Friede einkehrt und die Bevölkerung ohne Furcht vor Willkür und Terror leben kann.
Eritrea
Denken wir in dieser Stunde an von Folter bedrohte Christen in Eritrea:
Am 28. Mai 2005 haben Sicherheitskräfte eine Hochzeitsgesellschaft von über 200 Personen, darunter
das Brautpaar, in der Hauptstadt Asmara festgenommen. Es soll sich dabei um Mitglieder der verbotenen
"Meseret Christos"-Kirche handeln. Sie sind in großer Gefahr gefoltert zu werden, um sie zu zwingen,
ihrem Glauben abzuschwören. Namentlich bekannt sind nur der Bräutigam Bimyam Gezay und der
Gospelsänger Essey Stefanos.
Information
In Eritrea findet nach wie vor religiöse Verfolgung statt, Mitglieder evangelikaler Kirchen werden
häufig gefoltert, um sie zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben. Seit 2001 besteht das Verbot
christlicher Minderheitenkirchen; genehmigt sind die eritreisch-orthodoxe, die evangelisch-lutherische
und die römisch-katholische Kirche. Viele Gefangene werden unter miserablen Bedingungen in
Metallcontainern und unterirdischen Gefängnissen gehalten. Bereits vor dem obigen Datum befanden
sich über 900 Mitglieder von Minderheitenkirchen in Haft.
Gebet
Guter Gott, wir bitten Dich für die christlichen Minderheiten in Eritrea, gib ihnen Kraft von
Deiner Kraft, sei Du ihnen nahe. Stärke ihre Hoffnung und ihren Mut. Lass in Eritrea die Toleranz
für freie Religionsausübung wachsen.
Simbabwe
Denken wir in dieser Stunde an vertriebene Arme und Händler in Simbabwe:
Seit dem 18. Mai 2005 haben Sicherheitskräfte Tausende von Straßenhändlern und Bewohner von
Armensiedlungen im Zuge einer "Operation Murambatsvina" im ganzen Land vertrieben. "Murambatsvina"
bedeutet "Müllentsorgung". Nach Angaben der Polizei sollen damit illegale Siedlungen geräumt und
der Handel mit ausländischen Devisen unterbunden werden. Die Polizei geht mit exzessiver Gewalt vor,
indem sie Häuser niederbrennt und Misshandlungen an den Menschen verübt. - In der Nacht vom 26. Mai
2005 wurden 10.00 Personen aus dem Armenviertel Hatcliffe Extension im Norden Harares vertrieben. -
Im September 2004 feuerte die Polizei bei einer Zwangsräumung in Porta Farm am Stadtrand von
Harare Tränengaspatronen unmittelbar in die Elendsquartiere, wobei mindestens 11 Personen an
den Folgen starben.
Gebet
Guter Gott, wir bitten Dich für die Menschen, die unter den gewaltsamen und sie verachtenden
Aktionen der Sicherheitskräfte leiden müssen. Sei Du ihnen nahe. Lass ihnen Hilfe zukommen in ihrer
verzweifelten Lage.
Pakistan_2
Denken wir in dieser Stunde an zwei zum Tode verurteilte Jugendliche in Pakistan:
Die beiden afghanischen Flüchtlinge Ziauddin (15) und Abdul Qadir (18) befinden sich im Much-Gefängnis
in der Provinzhauptstadt Balutschistans unter erwachsenen Mitgefangenen und sind somit in Gefahr,
von den Mitinsassen oder dem Wachpersonal gefoltert oder sexuell missbraucht zu werden. Sie sind
zum Tode verurteilt, obwohl sie zum Zeitpunkt ihrer Inhaftierung noch minderjährig waren. Als
Unterzeichnerstaat des "UN-Übereinkommens über die Rechte des Kindes" hat sich Pakistan verpflichtet,
Minderjährige nicht zum Tode zu verurteilen. Amnesty International hat Kenntnis von mindestens 12
Minderjährigen, gegen welche die Todesstrafe verhängt wurde.
Gebet
Herr, wir bitten Dich für Ziauddin und Abdul, lass sie an den Zuständen im Gefängnis nicht zerbrechen.
Gib ihnen Kraft von Deiner Kraft. Stelle den Verantwortlichen in Pakistan ihre Verpflichtung vor
Augen, die Rechte von Kindern zu beachten.
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