Was ist ACAT?
Was ist ACAT?
Die ACAT - Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter (Torture) -
ist eine internationale, christliche Menschenrechtsorganisation. In der
ACAT engagieren sich gemeinsam Christen der verschiedenen Konfessionen für
die Abschaffung der Folter. Wichtige Bausteine ihres Engagements sind
Briefaktionen und das Gebet. Darüber hinaus engagieren sich die ACAT-Mitglieder
in Deutschland für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe, in der
Flüchtlingspolitik und setzen sich ein für die Berücksichtigung der
Menschenrechte in der Innen- und Außenpolitik.
Die ACAT ist dadurch auch eine politische Organisation, die außerhalb von Parteigrenzen
für den Schutz von Menschen und die Einhaltung der Menschenrechte arbeitet.
Die ACAT-Organisationen tun dies auch in ihrem eigenen Land.
Ein weiteres Ziel der ACAT ist, die Christen und ihre Kirchen zu einem glaubwürdigem Engagement
gegen Folter und Todesstrafe zu ermutigen.
Entstehung der ACAT
Die erste ACAT wurde 1974
von den beiden Frauen Edith du Tertre und Helene Engel in Paris
gegründet - auch als Antwort auf die Forderung von ai, die Kirchen sollten
sich stärker für den Schutz der Menschenrechte engagieren. Von Beginn an war
die ACAT eine ökumenische Vereinigung. In Deutschland erfolgte die Gründung
im Jahre 1984 durch Mitglieder der Pfarrei St. Mauritius in Nordkirchen bei
Münster und weitere Interessierte.
Die ACAT in Deutschland
Schwerpunkte der ACAT-Arbeit
Schwerpunkte der ACAT Arbeit sind Aktionen und Gebete für
Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Hierzu erhalten alle ACAT-Mitglieder
monatlich einen Brief der Geschäftsstelle, der zwei Briefaktionen mit
Hintergrundinformationen, Fürbittgebete, Informationen über die Entwicklung in früher bearbeiteten
Fällen (z.B. Freilassungen) und weitere Nachrichten der ACAT-Deutschland enthält.
Für eine der beiden Briefaktionen
liegt ein unterschriftsreifer Brief bei. Die zweite Briefaktion
besteht aus Hintergrundinformationen und einem Vorschlagstext für den eigenen
Brief.
Weiterhin enthält der Monatsbrief Vorschläge für Fürbittgebete mit den Namen von
weiteren Menschen, deren Schicksal uns bekannt geworden ist. Diese Fürbittgebete
können für das persönliche Gebet, für einen Gebetskreis oder Gemeindegottesdienste
verwendet werden.
Der ACAT-Vorstand interveniert bei drohenden Vollstreckungen der Todesstrafe
und bei weiteren Fällen von Menschenrechtsverletzungen direkt bei den
verantwortlichen Stellen.
Darüber hinaus machen Mitglieder des Vorstands die ACAT und ihr Anliegen in
ihren jeweiligen Kirchen durch vielfältige Aktionen bekannt, nehmen als
Zuhörende oder als Akteure an Bildungsveranstaltungen zum Thema
'Menschenrechte' teil, vertreten die ACAT beim
Forum Menschenrechte
und in der FiACAT und ermöglichen die Teilnahme der ACAT an Kirchen- und
Katholikentagen.
Organisation
Die ACAT Deutschland ist ein
eingetragener Verein mit ca. 500 Mitgliedern. Für Interessierte besteht
eine zeitlang die Möglichkeit die monatlichen Briefsendungen zu erhalten,
ohne bereits Mitglied zu sein. In einigen Orten gibt es ACAT-Gruppen,
in denen Menschen zum gemeinsamen Gebet oder zu gemeinsamen Aktionen
zusammenkommen. Die Gruppen wählen die Form ihres Engagements entsprechend
ihren Möglichkeiten völlig frei und sind nur inhaltlich den Zielen der
ACAT verpflichtet.
Alle zwei Jahre
wird der Vorstand von der Mitgliederversammlung gewählt.
ACAT Deutschland arbeitet eng und freundschaftlich mit
anderen Organisationen mit ähnlicher Zielsetzung zusammen, so z. B.
amnesty international,
Justitia et Pax und
SOS Torture.
Zur besseren Vernetzung der
Menschenrechtsarbeit und zur besseren
Durchsetzung der Menschenrechte in der deutschen Innen- und
Außenpolitik wurde 1994 das Forum Menschenrechte gegründet, in dem
die ACAT ebenfalls Mitglied ist. Hier sind ca. 40 Nichtregierungs Organisationen
(NRO) zusammengefasst.
Finanzierung der Arbeit der ACAT-Deutschland
Alle Mitarbeiter der ACAT-Deutschland arbeiten ehrenamtlich. Hohe Kosten
entstehen insbesondere durch Vorbereitung, Produktion und Versand des monatlichen Rundbriefes
und der Interventionen. Sie werden aus den Mitgliederbeiträgen und nicht unwesentlich aus Spenden
finanziert.
ACAT unterstützt sporadisch Menschenrechtsarbeit in Ländern, in denen häufig
Menschenrechtsverletzungen vorkommen, z.B. in Lateinamerika und in Afrika. Auch die Therapie
für Folteropfer ist unser Anliegen; sie findet unsere finanzielle Hilfe soweit uns dies möglich
ist.
Wir bitten alle, die über diese Internetseiten
regelmäßig Informationen über die Menschenrechtssituation in der Welt
abrufen, um eine Spende
. Informationen zur
Mitgliedschaft können Sie bei unserer Geschäftsstelle
bekommen.
ACAT international
ACAT-Vereinigungen bestehen z. Zt. in 30 Ländern. Sie arbeiten in der 1987
gegründeten internationalen Föderation FI.ACAT (Féderation internationale de l'ACAT), in Fragen
des internationalen Menschenrechtsschutzes und bei der Fortbildung
ihrer Mitglieder zusammen. Die FI.ACAT hat als Nichtregierungsorganisation
(NRO) Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat
sowie Beobachterstatus bei der Organisation für Afrikanische
Einheit. Sitz der FI.ACAT ist Paris. Zusammen engagieren sich in den
verschiedenen ACATs mehr als 30000 Christen für die Abschaffung der Folter und der
Todesstrafe.
