ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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April 2018

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

ÄQUATORIALGUINEA: Karikaturist und Blogger Nsé Ramón Esono Ebalé Int.-VS. 28.02.2018

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!


Aktuelle Entwicklungen



arrow32pxDer Karikaturist und Blogger Nsé Ramón Esono Ebalé aus Äquatorialguinea wurde am 7. März aus dem Gefängnis „Black-Beach“ in der Hauptstadt Malabo entlassen, acht Tage nachdem die Anklage gegen ihn fallengelassen worden war. Das Verfahren gegen Ramón Esono Ebalé hatte am 27. Februar in Malabo begonnen, nachdem er bereits mehr als fünf Monate in Untersuchungshaft verbracht hatte. Nach dem Verfahren ließ der Staat die Anklage wegen Geldfälscherei gegen Ramón Esono Ebalé fallen.  Quelle: Amnesty International


arrow32pxKarfreitagskampagne: Meditation der ACAT-Schweiz
Die diesjährige Karfreitagskampagne wurde von ACAT-Schweiz und ACAT-Kanada zum Thema „Keine
Wahrheit durch Folter“ erarbeitet. In einer Petition an die kanadischen Behörden verlangen wir, die
Absolutheit des Folterverbots zu schützen. Wir danken für alle bereits an die Geschäftsstelle in Hildesheim gesandten Briefe und Unterschriftenlisten. Bis zum 30.04.2018 können noch weitere Unterschriften übermittelt werden. Über unsere Website gelangen Sie zu umfangreicheren Hintergrundinfos der ACAT-Schweiz. Unter folgendem Link können Sie die Petition auch online unterzeichnen (bitte nur, wenn Sie noch nicht den Brief oder die Liste unterschrieben haben): https://secure.avaaz.org/fr/petition/Herr_Harjit_Sajjan_den_kanadischen_ Verteidigungsminister_Keine_Ausnahme_vom_absoluten_Folterverbot/?cCwULmb

Ein Vorstandsmitglied der ACAT-Schweiz hat folgende Meditation zur Kampagne verfasst:
Über Folter zu sprechen bedeutet, in einen Abgrund von Leid, Schmerz und Gewalt zu blicken. Mit dem Thema Folter betreten wir ein Universum der Unmenschlichkeit und der Barbarei. Folter ist ein barbarischer Akt! Folter ist das Gegenteil einer zivilisierten Gesell­schaft, das Gegenteil von Kultur und Zivilisation. Unter Zivilisation verstehen wir «jenen politischen, sozialen und kulturellen Entwicklungsstand, den manche Gesellschaften erreicht haben und der als ein von den übrigen Gesellschaften anzustrebendes Ideal gilt».
Folter ist der Zivilisation unwürdig. Denn Folter spricht Personen die Menschenwürde ab. Menschenwürde kommt jeder Person, allen Menschen zu, und zwar unabhängig von deren Ethnie, Herkunft, Alter oder Nationalität. Wir alle sind Söhne und Töchter Gottes. Das offen­bart uns der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Diese Würde ist jedem Menschen gegeben, noch bevor er zur Welt kommt. Sie ist dem Individuum in seiner körperlichen, moralischen und spirituellen Ganzheit ein für alle Mal gegeben. Dieses Geschenk Gottes ist nichts, was je nach menschlichen Vorstellungen verhandelbar, kalkulierbar oder aufhebbar wäre. Es ist absolut und unteilbar. Entscheidend sind die Folgen, die sich aus diesem Grundsatz für die Menschheit ergeben. Dieser impliziert nämlich, dass die Würde des Menschen umfassend und unantastbar ist, und zwar unabhängig von Lebensumständen und Taten. Auch eine demente Person bewahrt ihre umfassende Würde. Und der schlimmste Verbrecher, sei er Serienmörder oder Terrorist, bewahrt seine umfassende Menschenwürde. Gewiss, das mag uns irritieren, ja schockieren. Ein Verbrecher mag abscheuliche und unerträgliche Taten begangen haben, gleichwohl geht er seiner Menschenwürde nicht verlustig. Tief innen bewahrt er etwas Licht und Helligkeit.
Einen Verbrecher, einen Terroristen, einen Psychopathen foltern heisst, ihn seiner Menschwürde gänzlich zu berauben. So wird in den von Gott angelegten Kern der menschlichen Natur eine Bresche geschlagen. In Sachen Menschenwürde gibt es keine Ausnahme. In demokratisch regierten Ländern ist der Einsatz von Folter als menschenrechtswidrig verboten. Doch aus politischen Gründen (Terrorbekämpfung, Sicherheitspolitik, Landesverteidigung) sehen einige Regierungen Ausnahmen vor, die zur Erhöhung der Sicherheit des Landes den Einsatz von Folter in einem angeblich präzisen Kontext zulassen. So ist ein Staat bereit, die eigene Verfassung zu brechen. Und er führt das Konzept einer gespaltenen Menschheit ein: auf der einen Seite eine in ihrer Würde anerkannte Menschheit, auf der anderen Seite eine unwürdige Menschheit, gleichgesetzt mit barbarischen und wilden, unzivilisierten Menschen.
Gewalt kann nie die Antwort auf Gewalt sein. Einen Menschen in der Absicht foltern, ihm ein Geständnis oder für ein Gerichtsverfah­ren nützliche Informationen zu entreissen, ist ein Gewaltakt gegen die menschliche Natur, gegen alle Menschen – und eine Verletzung Gottes.
In seinem öffentlichen Leben hat Jesus Taten oder Verhaltensweisen angeprangert, die dem von seinem Vater errichteten Reich zuwiderlaufen. Doch stets hat er jede Form von Gewalt abgelehnt. In der Gewissheit, gefoltert und getötet zu werden, hätte er zu Gewalt und Zwangsmassnahmen greifen können, um sich einer Gefangennahme zu widersetzen. Doch er ermahnt alle Anwesenden, die Waffen zu strecken, sich jeder Form von Gewalt zu enthalten, das Leben eines jeden zu achten – auch seine Peiniger, die gekommen waren, ihn zu verhaften, zu kreuzigen und zu töten.
«Da sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert an seinen Ort! Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen. Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten und er würde mir nicht sogleich mehr als zwölf Legionen Engel zur Seite stellen?» (Matthäus 26,52–53, Übersetzung Zürcher Bibel).
Gilt das nicht auch für jene, die zur Folter greifen? Und wenn wir einem Staat den Einsatz von Folter zugestehen, werden wir dann nicht alle zu Komplizen dieses gewalttätigen Systems?

Michael Steck, Vorstandsmitglied ACAT­ Schweiz

 

arrow32pxNächtliche Gebetswache 2018
Die diesjährige Nächtliche Gebetswache zum Internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer am 26. Juni 2018 trägt den Titel „Nächstenliebe bis hin zur Feindesliebe“. Zu diesem Anlass sind die Christen weltweit dazu aufgerufen, der Opfer von Folter zu gedenken. Sie können bald wieder Gebetstreffen unter www.naechtlichegebetswache.com einschreiben, damit andere Menschen in Ihrer Nähe sich anschließen können. Weitere Informationen, Texte und Lieder für Gebetsstunden, auch Fallbeschreibungen von 10 Gefangenen oder Folteropfern, für die gebetet werden kann, folgen. Den Ablauf einer Gebetsstunde finden Sie auch auf unserer Homepage.


arrow32pxRücksendungen von Briefen aus Nepal und Iran, DA November 2017
Bereits im letzten ACAT Aktuell hatten wir über die Rücksendung von Appellbriefen aus dem Iran berichtet. Inzwischen hatten weitere Mitglieder ihren Brief aus dem Iran und einige auch aus Nepal zurückerhalten. In beiden Fällen konnten wir bei der erneuten Überprüfung der Adresse keine Fehler feststellen. Von ACAT-Frankreich, die die Nepal-Dringlichkeitsaktion recherchiert hatte, erfuhren wir, dass auch dort einige Mitglieder die Briefe zurückerhalten haben. Da Umschläge sowohl mit handschriftlich notierten als auch mit gedruckten Anschriften betroffen waren, ist nicht von unzureichender Lesbarkeit auszugehen. Jedoch ist es bei Ländern mit anderen Schriftsystemen ggf. empfehlenswert, die Adresse in Druckbuchstaben zu schreiben oder einen Fensterumschlag zu verwenden. Wenn Sie eine Kopie an die Botschaften in Berlin geschickt hatten, können wir davon ausgehen, dass die Anliegen dennoch an die Adressaten herangetragen wurden. Allerdings wäre die Wirkung sicher besser, wenn die Briefe dort auch direkt eingetroffen wären.
Sollten wir etwas Neues in Erfahrung bringen, werden wir dies in ACAT Aktuell mitteilen.
Vielen Dank, dass Sie uns über die Rücksendung informiert hatten.

 
arrow32pxSeminar und ACAT Mitgliederversammlung 2018
Termin: 14.–16. September 2018 in der Katholischen Akademie Schwerte
Unter dem Titel „Menschenrechte auf dem Rückzug? - Menschenrechte in Zeiten des Populismus und Extremismus“ werden wir am Freitagabend einen Vortrag von Prof. Dr. Peter Kirchschläger zum Thema „Der lange Weg zu den Menschenrechten und die Haltung der Kirche(n)“ hören. Dr. Kirchschläger ist  Professor für Theologische Ethik an der Universität Luzern.
Am Samstag beginnt Christine Meissler mit einer Bestandsaufnahme zum Thema. Sie ist seit 2013 als Referentin für den Schutz der Zivilgesellschaft bei „Brot für die Welt“ in Berlin.  Anschließend folgt ein Vortrag von MdB  Martin Patzelt (CDU) über  „Menschenrechte und Politik – Möglichkeiten und Grenzen deutscher (Außen)Politik“. Am Nachmittag wird Pater Shay Cullen von den Philippinen seinen Einsatz dort schildern, in einem Land, in dem die Menschenrechte zur Zeit keinen hohen Stellenwert haben. Anschließend folgt im Rahmen der Mitgliederversammlung ein gemeinsames Nachdenken über unsere Menschenrechtsarbeit als ACAT. Der Samstagabend wird mit einem Film ausklingen.
Nach dem Morgengebet am Sonntag wird Pfr. David Gabra aus Essen über „Opfer und Täter: Kann Heilung und Versöhnung gelingen?“ sprechen. Die Tagung endet mit einem ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmittag.


arrow32pxACAT auf dem Katholikentag in Münster
10. – 12.05.2018 Kirchenmeile (Schlossplatz)
11.05.2018 um 8:00 Uhr Morgengebet, Euthymia-Kapelle, Loerstraße, Stadtzentrum
Weitere Informationen zum Katholikentag: https://www.katholikentag.de/


arrow32pxAdressaufkleber mit ACAT Adresse in Hildesheim
Wegen des Umzugs der ACAT Geschäftsstelle im vergangenen Frühjahr wurden Adressaufkleber mit der neuen Anschrift gedruckt. Diese können in ACAT-Flyer geklebt werden, da in älteren Exemplaren noch die alte Anschrift in Lüdinghausen angegeben war. Falls Sie Aufkleber für Flyer benötigen, wenden Sie sich gern an die Geschäftsstelle.



Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Aktion Glockenzeichen

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ruft die ACAT dazu auf, ein weithin hörbares akustisches Signal mit einem einminütigem Glockenläuten zu setzen und dies ggf. mit einem geistlichen Impuls zu unterstützen. Lesen Sie dazu einen Brief des Geschäftsführenden ACAT Vorstandes und einen Vorschlag für den geistlichen Impuls.

- Download des Briefes
- Download des Vorschlages

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Seminarbericht in ACAT Aktuell 10/2018

Mitschriften der Vorträge sind jetzt hier verfügbar:

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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