ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Mai 2018

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

SUDAN: Journalist Mohammed Abdulmonim Stellvertretende Vorsitzende der Anwaltskammer in Darfur Salih Mahmoud Osman, Menschenrechtler und Blogger Amjed Fareed sowie Anwalt Osman Salih

Int. VS 12.02.18
Int. VS 12.02.18 &
24.03.18 Int. VS 12.02.18 &
24.03.18 Int. VS 24.03.18
USBEKISTAN: Menschenrechtsverteidiger Dilmurod Saidov GB 08/09 DA 08/11, 04/14, 06/15

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxSudan - Im Sudan wurden der Journalist Mohammed Abdulmonim, der stellvertretende Vorsitzende der Anwaltskammer in Darfur Salih Mahmoud Osman, der Menschenrechtler und Blogger Amjed Fareed sowie der Anwalt Osman Salih, die wegen ihrer Teilnahme an Demonstrationen gegen höhere Preise in Haft waren, am 10. April 2018 freigelassen.


arrow32pxUsbekistan - Der usbekische Journalist Dilmurod Saidov wurde am 3. Februar 2018 aufgrund einer Begnadigung aus der Strafkolonie in Karshi entlassen. In einem ungerechten Prozess war Dilmurod Saidov zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er Menschenrechtsverletzungen und Korruptionsaffären aufgedeckt und sich für die Rechte von Bauern eingesetzt hatte. Die Vorwürfe gegen ihn lauteten „Erpressung“ und „Urkundenfälschung“. Zeugen hatten vor Gericht ihre Aussagen widerrufen. Andere hatten zugegeben, dass ihre Aussagen unter Druck seitens usbekischer Sicherheitsdienste entstanden seien. Saidovs damals 34 Jahre alte Ehefrau und die gemeinsame 6-jährige Tochter starben 2009 bei einem tragischen Autounfall, als sie ihren Mann und Vater kurz nach der Inhaftierung besuchen wollten. Dilmurod Saidovs Gesundheit war bereits seit Jahren stark angegriffen, er leidet an Tuberkulose und Nierenproblemen. Sein Bruder hatte nach einem Besuch im Gefängnis Ende 2013 berichtet, dass Saidov sämtliche Hoffnungen auf eine Amnestie verloren hatte.


arrow32pxVereinigte Arabische Emirate - Nach Angaben des Gulf Center for Human Rights (GCHR) und von Amnesty International hat im März – nach einem Jahr Haft – ein Verfahren gegen den bekannten Menschenrechtsverteidiger Ahmed Mansoor (u.a. DA Januar 2018) begonnen. Am 11. April hat seine zweite Anhörung vor einem Gericht in der Hauptstadt Abu Dhabi stattgefunden. Amnesty International ist nicht bekannt, welches Gericht seinen Fall verhandelt und was genau ihm zur Last gelegt wird. GCHR weist darauf hin, dass Ahmed Mansoor nicht durch einen Anwalt vertreten wird. Noch immer ist unklar, an welchem Ort der Menschenrechtsverteidiger inhaftiert wird. Im Februar 2018 unternahmen zwei Anwälte aus Dublin im Auftrag des GCHR eine Reise in die VA Emirate. Aber es gelang ihnen nicht, den Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Bei der gezielten Nachfrage im Al-Wathba Gefängnis in Abu Dhabi aufgrund entsprechender Andeutungen der Behörden in 2017 erklärten die Mitarbeiter vor Ort, Ahmed Mansoor sei nicht in diesem Gefängnis inhaftiert. Sollte er in einer Haftanstalt des Sicherheitsapparats sein, ist laut GCHR anzunehmen, dass er in Einzelhaft festgehalten wird. Seit September hatte es kein Lebenszeichen des Gefangenen mehr gegeben.


arrow32pxSpendenaufruf der ACAT Deutschland
Unser Spendenaufruf Anfang April zeigt eine große Resonanz. Viele Mitglieder haben bereits ihre Beiträge erhöht oder zusätzlich Geld gespendet. Für Ihre Bereitschaft, ACAT finanziell zu unterstützen ein großes Dankeschön!

 

arrow32pxACAT Gruppen gesucht
In der Geschäftsstelle kommen hin und wieder Anfragen bezüglich aktiver ACAT-Gruppen in Deutschland an. Um alle Interessierten mit aktuellen Informationen versorgen zu können, bitten wir darum, uns Termine sowie  Ansprechpartner (mit Kontaktdaten) zu Gebetszeiten, Treffen und Aktionen mitzuteilen. -  Vielen Dank!



arrow32pxPapier für die Monatssendung
Mehrere Mitglieder haben mit Bedauern festgestellt, dass bei den vergangenen Monatssendungen nicht ausschließlich umweltschonendes Papier verwendet wurde. Vielen Dank für diese Rückmeldung! Grundsätzlich nutzen wir zertifizierte Briefumschläge. Bei den vergangenen Sendungen verbrauchten wir allerdings Material, das aus einer Spende stammte. Bzgl. der Papierqualität wird der Vorstand in Kürze über eine Umstellung entscheiden. An dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis auf die papierlose Zusendung der Monatssendungen per Email, einfach eine kurze Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit der Bitte, zukünftig die Monatssendungen per Email zu empfangen, wer noch Brief und Email bekommt, sollte auf nur Email umstellen.

arrow32pxNächtliche Gebetswache 2018 zum Thema „Nächstenliebe bis hin zur Feindesliebe“
Auf der Website http://www.naechtlichegebetswache.com/-Willkommen,3- sind bereits erste Informationen eingetragen. Eine weitere Aktualisierung folgt. Wenn Sie zum Tag des Folteropfers am 26. Juni einen Gebetsanlass organisieren, können Sie diesen eintragen unter:
http://www.naechtlichegebetswache.com/-Anlasse,32-

arrow32pxSeminar und ACAT Mitgliederversammlung 2018
Termin: 14.–16. September 2018 in der Katholischen Akademie Schwerte

Unter dem Titel „Menschenrechte auf dem Rückzug? - Menschenrechte in Zeiten des Populismus und Extremismus“ werden wir am Freitagabend einen Vortrag von Prof. Dr. Peter Kirchschläger zum Thema „Der lange Weg zu den Menschenrechten und die Haltung der Kirche(n)“ hören. Dr. Kirchschläger ist  Professor für Theologische Ethik an der Universität Luzern.
Am Samstag beginnt Christine Meissler (Brot für die Welt) mit einer Bestandsaufnahme zum Thema. Anschließend folgt ein Vortrag von MdB Martin Patzelt (CDU) über  „Menschenrechte und Politik – Möglichkeiten und Grenzen deutscher (Außen)Politik“. Am Nachmittag wird Pater Shay Cullen von den Philippinen seinen Einsatz dort schildern, in einem Land, in dem die Menschenrechte zur Zeit keinen hohen Stellenwert haben. Anschließend folgt im Rahmen der Mitgliederversammlung ein gemeinsames Nachdenken über unsere Menschenrechtsarbeit als ACAT. Der Samstagabend wird mit einem Film ausklingen.
Nach dem Morgengebet am Sonntag wird Pfr. David Gabra aus Essen über „Opfer und Täter: Kann Heilung und Versöhnung gelingen?“ sprechen. Die Tagung endet mit einem ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmittag.

arrow32pxACAT auf dem Katholikentag in Münster
10. – 12.05.2018 Kirchenmeile
(Schlossplatz, Stand-Nr. HW-38). Unser Stand ist leicht über den Eingang Gerichtsstraße zu erreichen, befindet sich im Bereich „Hilfswerke und Globale Verantwortung“, Areal „Süd“.
11.05.2018 um 8:00 Uhr Morgengebet, Euthymia-Zentrum Kapelle, Klosterstr. 85, Zugang Loerstraße
Bei beiden Veranstaltungen sind Sie sehr herzlich willkommen, wir freuen uns über jeden, der seine Solidarität mit unseren Anliegen auch auf diese Weise und an diesen Orten zum Ausdruck bringt!!
Weitere Informationen zum Katholikentag: https://www.katholikentag.de/

arrow32pxOMCT: Folter muss zu Gerichtsverfahren führen und nicht zur Leitung der CIA
Die Weltorganisation gegen die Folter (OMCT) ist alarmiert über die beabsichtigte Ernennung von Gina Haspel zur neuen CIA-Chefin durch US-Präsident Trump. Gegen Haspel werden zahlreiche Vorwürfe erhoben, während der Amtszeit von Präsident George W. Bush in die Anwendung von Folter involviert gewesen zu sein. Sie soll mitverantwortlich für einen Fall sein, in dem ein Gefangener in Verhören mehr als 80 Mal mit „Waterboarding“ gefoltert worden sei. Haspel soll auch Aufnahmen von Verhören, die Folterungen aufgezeichnet haben, als Beweismittel vernichtet haben. OMCT: Eine Welt, in der Folter Gewohnheit ist, ist nicht die Welt, für die wir kämpfen, auch ist die nicht eine sichere Welt. Im Gegenteil vermehrt Folter die Sympathien für extremistische Ideen, dient dafür als Nährboden und wird uns weniger sicherer machen – überall, nicht nur in den Vereinigten Staaten.

arrow32pxMauretanien: Haftstrafen für Sklavenhalter / weiterhin Repressalien gegen Sklavereikritiker
Als bedeutenden Erfolg im Kampf gegen Sklaverei bezeichnete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Verhängung hoher Haftstrafen gegen zwei Verantwortliche für Sklaverei in Mauretanien. „Endlich wird Sklaverei nicht mehr als Kavalierdelikt behandelt, sondern als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. (...)“, erklärte der GfbV-Direktor Ulrich Delius. Die beiden Sklavenhalter waren in der Stadt Nouadhibou zu 10 bzw. 20 Jahren Gefängnis und hohen Geldstrafen verurteilt worden. Bislang sind in Mauretanien nur wenige Sklavenhalter zu geringen Gefängnisstrafen verurteilt worden.
Doch die GfbV warnte zugleich vor zu viel Optimismus. „Denn Sklaverei-Kritiker werden noch immer massiv bedrängt und Sklaverei wird in der Öffentlichkeit oft tabuisiert“, warnte Delius. So war erst am 20. März 2018 der französische Journalist Seif Kousmate bei der Ausreise aus Mauretanien für vier Tage inhaftiert und verhört worden. Alle von ihm aufgezeichneten Fotos wurden von seinen Fotoapparaten und Speicherkarten gelöscht. Auch mauretanische Sklaverei-Kritiker werden weiterhin massiv von den Behörden bedrängt und kriminalisiert. 
Die wegweisenden Gerichtsurteile gehen auf Sklaverei-Fälle zurück, die im Jahr 2011 von Menschenrechtlern angezeigt worden waren. In dem einen Fall war eine gesamte Familie versklavt worden, in dem anderen Fall drei Mädchen.

arrow32pxFilmhinweis "Exodus - Der weite Weg"
Der Film "Exodus - Der weite Weg" beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren. Bis Mai wird der Film in ausgewählten Kinos gezeigt, der Spielplan ist zu finden unter: http://www.realfictionfilme.de/filme/exodus/index.php


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier


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ACAT auf dem Katholikentag 2018 in Münster:
Wie schon sehr häufig, wird die ACAT auch in diesem Jahr wieder auf dem Katholikentag in Münster vertreten sein.

10. – 12.05.2018 auf der Kirchenmeile (Schlossplatz, Stand-Nr. HW-38). Unser Stand ist leicht über den Eingang Gerichtsstraße zu erreichen, befindet sich im Bereich „Hilfswerke und Globale Verantwortung“, Areal „Süd“ der Kirchenmeile.

11.05.2018 um 8:00 Uhr Morgengebet, Euthymia-Kapelle, Loerstraße, Stadtzentrum
Bei beiden Veranstaltungen sind Sie sehr herzlich willkommen, wir freuen uns über jeden, der seine Solidarität mit unseren Anliegen auch auf diese Weise und an diesem Ort zum Ausdruck bringt!!

Der Katholikentag findet statt vom 09. - 13.05.2018 in Münster, mehr Informationen dazu unter https://www.katholikentag.de/