ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Juli/August 2018

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)


Freigelassen:

 

KAMERUN: Menschenrechtler Musa Usman Ndamba (Freilassung gegen Kaution)

Int.-VS 11.06.13,
24.03.18, 04.05.18
MYANMAR: Pastoren Dumdaw Nawng Lat und Langjaw Gam Seng

GB 02/2017
SÜDKOREA: Lee Young-joo ehemalige Generalsekretärin des Koreanischen Gewerkschaftsbundes (KCTU) Int.-VS 27.05.16, 19.06.16,
07.03.18 und 29.05.18


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!



arrow32pxwelt-sichten 7/8-2018: Starke Männer auf dem Vormarsch
Türkei, China, Russland, Ecuador und die Philippinen: In vielen Ländern haben starke Männer das Sagen. Oft lassen sie ihre Macht mit Wahlen legitimieren – wie fair und frei die sind, ist allerdings die Frage. So hat der langjährige kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen vor dem geplanten Urnengang Ende Juli die wichtigste Oppositionspartei mit einem Verbot aus dem Rennen geworfen. Doch stimmt es wirklich, dass die Demokratie weltweit auf dem Rückzug ist? Und wie lassen sich Autokraten von außen bremsen?
Die neue Ausgabe von „welt-sichten“ liefert Antworten auf diese Fragen. Sie geht den russischen und chinesischen Träumen von nationaler Größe nach, berichtet über den fahrlässigen Umgang Europas mit Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi – und zeigt zugleich, dass sich das Blatt auch wenden kann: In Äthiopien lässt der neue Ministerpräsident Abiy Ahmed auf mehr politische Freiheiten hoffen, in Gambia erblüht nach der Vertreibung des langjährigen Diktators Yahya Jammeh die Pressefreiheit neu. Und überall kämpfen zivilgesellschaftliche Organisationen mutig für den Schutz von Menschenrechten und politische Teilhabe.
Abonnenten erhalten „welt-sichten“ 7/8-2018 bereits am 7.7.18. Die Onlineartikel zur neuen Ausgabe finden interessierte Leser ab dem 9.7.2018 auf www.welt-sichten.org. Zudem ist die Heftausgabe dieser Doppelnummer ab dem 11.7.2018 fast acht Wochen lang in ausgewählten Bahnhofsbuchhandlungen erhältlich. Ob eine Bahnhofsbuchhandlung in Ihrer Nähe ist, erfahren Sie hier:
www.welt-sichten.org/sites/default/files/bbh_plz.pdf


arrow32pxLiebe Mitglieder und Interessierte der ACAT,
ACAT Aktuell Juli/August beginnt - ausnahmsweise - mit einem Werbetext für die neueste Ausgabe des Magazins „welt-sichten“. In dem Heft wird ein für uns höchst relevantes Thema beleuchtet. Daher haben wir uns für eine Vereinbarung mit dem Verlag des Magazins entschieden: Im Gegenzug für die Möglichkeit, in ACAT Aktuell zwei Ausgaben anzukündigen und im Herbst ggf. auch ein Info-Faltblatt beizufügen, darf ACAT im aktuellen „welt-sichten“-Heft eine Werbeanzeige schalten. Aufgrund des einschlägigen Titels der Ausgabe hoffen wir, eine für unser Anliegen interessierte Zielgruppe zu erreichen. Wir bitten um Ihr Verständnis für die sorgfältig ausgewählte Werbung und wünschen ggf. eine interessante Lektüre.
Herzlich, Ihr ACAT-Vorstand



Aktuelle Entwicklungen



arrow32pxÄquatorialguinea - Die Behörden haben dem Karikaturisten und Menschenrechtsverteidiger Ramón Esono Ebalé am 23. Mai einen Reisepass ausgestellt. Das ermöglichte ihm am 28. Mai – mehr als zwei Monate nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis – die Ausreise aus Äquatorialguinea. Er wird nun mit seiner Frau und Tochter zusammenkommen, die er seit seiner Festnahme nicht gesehen hat. Freilassung: ACAT Aktuell 04/2018, Quelle: Amnesty International


arrow32pxKamerun - Der Menschenrechtler Musa Usman Ndamba (Vizepräsident der Menschenrechtsorganisation für Nomaden MBOSCUDA), der am 11. Mai 2018 nach einem Prozess mit 60 Verhandlungsterminen aufgrund falscher Anklagen zu sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe verurteilt worden war, wurde am 12. Juni 2018 gegen Kaution freigelassen. Herr Ndamba hatte im Mai gegen das Urteil Berufung eingelegt und wartet noch auf die Berufungsverhandlung. Quelle: OMCT


arrow32pxMyanmar - Auf Grundlage einer Amnestie des Präsidenten vom 17. April 2018 wurden die beiden Geistlichen Dumdaw Nawng Lat und Langjaw Gam Seng aus dem Gefängnis entlassen. Die aus dem Bundesstaat Kachin stammenden Männer waren seit Dezember 2016 inhaftiert gewesen. Ihre Anklage stand in Zusammenhang mit der Rolle der beiden Pastoren bei der Organisation des Besuchs von JournalistInnen in der Stadt Monekoe im nördlichen Bundessaat Shan. Den JournalistInnen war dort die Zerstörung gezeigt worden, die mutmaßlich von Luftangriffen der myanmarischen Armee stammt. Quelle: Amnesty International


arrow32pxSolidaritätsgrüße an Nguyen Ngoc Nhu Quynh / Vorschlag aus der Nächtlichen Gebetswache 2018
Die Situation der vietnamesischen Gefangenen Nguyen Ngoc Nhu Quynh (DA Mai 2018) hat sich leider weiter verschärft. Vom 5. bis 11. Mai war sie in einen Hungerstreik im Gefängnis getreten, um gegen die schlechte Qualität der Gefängnisnahrung zu protestieren. Mehrfach hat sich nach den Mahlzeiten ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Viele Gefangene vermuten, dass die Gefängnisnahrung toxische Substanzen enthält. Die Gefängnisleitung verhindert, dass Nguyen Ngoc Nhu Quynh Post erhält oder verschickt. Außerdem verbietet sie ihr, eine Bibel in der Zelle zu haben. Wir bitten Sie, weiterhin für die Gefangene zu beten.

Da neben den Kindern auch die Mutter der Gefangenen unter der Situation leidet, empfehlen wir, der Familie Solidaritätsgrüße an folgende Adresse zu senden:
Nguyễn Thị Tuyết Lan,  24 Đặng Tất,   Phường Vĩnh Phước,   tp Nha Trang,  Việt Nam

Grußbotschaft auf Vietnamesisch: Vói toán tâm y, tôi câu chuc cô nghi lu’c và lòng dung cam dê vu’o’t qua th’u thách này.

Übersetzung: Ich bin in Gedanken mit Ihnen und wünsche Ihnen Kraft und Mut auf diesem Leidensweg.

arrow32pxErinnerung: Seminar und ACAT Mitgliederversammlung 2018
Termin: 14.–16. September 2018 in der Katholischen Akademie Schwerte
Nochmals erinnern möchten wir an das Seminar unter dem Titel „Menschenrechte auf dem Rückzug? - Menschenrechte in Zeiten des Populismus und Extremismus“ und an die ACAT-Mitgliederversammlung, s. auch vorherige Ausgaben von ACAT Aktuell


arrow32pxAbschaffung der Todesstrafe in Burkina Faso
Am 31. Mai 2018 hat die Nationalversammlung von Burkina Faso ein neues Strafgesetzbuch mit 83 zu 43 Stimmen angenommen. Damit wird die Todesstrafe abgeschafft und als Höchststrafe durch die lebenslängliche Freiheitsstrafe ersetzt. Seit 1994 hat sich ACAT Burkina Faso zusammen mit der FIACAT für die Abschaffung der Todesstrafe eingesetzt. Auch wenn die letzte Hinrichtung 1988 stattfand, haben die Gerichte des Landes weiterhin Todesurteile gefällt. Ende 2017 befanden sich mindestens 12 Menschen im Todestrakt. Im Dezember 2016 hatte die dortige ACAT mit der FIACAT einen Workshop mitorganisiert, an dem traditionelle und religiöse Autoritäten ebenso wie Parlamentarier, Anwälte und Journalisten teilgenommen hatten. Im Juni 2017 hatten FIACAT und ACAT Gespräche mit verschiedenen Behörden des Landes geführt, um auf die Abschaffung der Todesstrafe hinzuwirken. Mit dem nun beschlossenen Strafgesetzbuch wird Burkina Faso der 21. afrikanische Staat ohne Todesstrafe. FIACAT und ACAT würdigen diese Entscheidung und ermutigen die Regierung des Landes, die Abschaffung dieser grausamen und unmenschlichen Strafe auch in der Verfassung zu verankern.


arrow32pxAus der Geschäftsstelle
Für die kommenden Monatssendungen sind folgende Versandtermine geplant:
31.08., 28.09.,2.11.,30.11., 11.01.
In den Sommerferien ist die Geschäftsstelle vom 4. bis 18. Juli geschlossen.

arrow32pxIm Gebet sich und die Welt verändern
Kann Beten die Welt verändern? Müssen wir Gott daran erinnern, was zu tun wäre, damit Krieg und Gewalt nicht das letzte Wort haben? Beten verändert die Welt. Aber nicht so, als ob wir Gott bewegen könnten, nach unseren Vorstellungen einzugreifen. Unser Lob und Dank, Bitten und Klagen vor Gott sind vor allem deshalb nicht wirkungslos, weil sie zuerst uns selbst verändern. Hin zu den richtigen Perspektiven, zu mehr Vertrauen in uns selbst, in die weltweite Gemeinschaft Gläubigen und in Gottes Gegenwart unter uns. Zu Mut und Solidarität, hin zum Bewusstsein, dass jeder Mensch ein mitverantwortlicher Teil eines kosmischen Lebenskreises ist, der sich von Gottes Liebe getragen weiß. In diesem Geist, in dem auch Jesus selber gebetet hat, verändern Menschen die Welt.

Pater Dr. Hermann Schalück ofm


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.
Anmeldung direkt bei der Katholischen Akademie Schwerte hier.


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