ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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September 2018

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

KAMBODSCHA: Landrechtsaktivistin Tep Vanny Int.-VS 27.08.16, 02.02.17, 27.02.17
und 17.02.18

TÜRKEI: Ehrenvorsitzender von Amnesty International in der Türkei Taner Kılıç

Int.-VS 19.06.17 & 24.10.17

TADSCHIKISTAN: Journalist Khayrullo Mirsaidov Int.-VS 19.07.18



Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen

arrow32pxKambodscha - Die Landrechtsaktivistin Tep Vanny, die seit August 2016 inhaftiert war, wurde aufgrund einer Begnadigung durch den König freigelassen. Quelle: OMCT

 

arrow32pxTürkei - Der Ehrenvorsitzende von Amnesty International in der Türkei, Taner Kılıç, ist endlich aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Ein Gericht in Istanbul ordnete seine Freilassung aus einem Gefängnis im westtürkischen Izmir an. Über 400 Tage befand sich Taner Kılıç in Haft. Das Verfahren gegen ihn und zehn weitere Menschenrechtler, darunter der deutsche Trainer Peter Steudtner, ist anhängig. Quelle: Amnesty International



arrow32pxTadschikistan - Khayrullo Mirsaidov wurde im Berufungsverfahren nicht freigesprochen, aber freigelassen, nachdem seine 12-jährige Haftstrafe in eine Geldstrafe umgewandelt worden war. Außerdem wurde er zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Quelle: OMCT


arrow32pxEin klares „Nein“ gegen die Todesstrafe
Der Vatikan bezieht klar Stellung gegen die Todesstrafe und schreibt dies zukünftig im Katechismus fest. Für jeden, der sich gegen die Todesstrafe engagiert, ein echter Meilenstein! Die ACAT Deutschland begrüßt diesen Schritt und hofft auf eine Signalwirkung auf Staaten, die noch die Todesstrafe anwenden.


arrow32pxFolter in Aserbaidschan
Die Exil-Journalistin Tahmina Tagizade, die im Herbst 2017 in unserem Seminar in Münster zu Gast war, hat anlässlich des Internationalen Tags des Folteropfers am 26. Juni ein Video über Folter in Aserbaidschan erstellt. In der Dokumentation wird festgehalten, dass Folter in ihrer Heimat weiterhin verbreitet ist und in den letzten Jahren noch brutaler geworden ist. Die Betroffenen haben oft Angst, das erlittene Unrecht auszusprechen. Die Behörden verweigern die Untersuchung von Fällen.
Zu Wort kommen in dem Video mehrere Opfer, Angehörige, Journalisten und Menschenrechtsverteidiger. Auch die Mutter des inhaftierten jungen Aktivisten Giyas Ibrahimov (ACAT-Briefaktion Februar 2017) äußert sich.
Anhand von Zeichnungen wird die Brutalität, der die Gefangenen ausgeliefert sind, nachgestellt.
Das Video wurde vom regimekritischen Sender Meydan TV veröffentlicht und kann unter folgendem Link angeschaut werden: https://www.meydan.tv/en/site/society/29363/





arrow32pxFIACAT: Neugestaltung der Website / Jahresbericht 2017
Die Website der FIACAT wurde erneuert und erscheint nun in neuem Design. In französischer oder englischer Sprache können unter http://www.fiacat.org/  Hintergrundinformationen zum ACAT-Netzwerk und aktuelle Berichte über die Arbeit der FIACAT aufgerufen werden.
Besonders hinweisen möchten wir den FIACAT-Jahresbericht 2017.

Auf Französisch:   http://www.fiacat.org/images/pdf/rapport-2017-fr-bd.pdf
Auf Englisch http://www.fiacat.org/images/pdf/rapport-2017-uk-bd.pdf

Die FIACAT ist für die Koordinierung der Zusammenarbeit der einzelnen ACATs unverzichtbar. Neben der Durchführung von Projekten gegen Folter oder die Todesstrafe ermöglicht sie es den ACATs, Berichte über die Situation im eigenen Land vor wichtigen regionalen und internationalen Institutionen einzureichen. Die erfahrenen MitarbeiterInnen beraten die nationalen ACATs bei ihrem Einsatz für die Opfer von Folter. Ebenso fördern sie die Professionalisierung der ACATs. Die FIACAT trägt damit umfassend zum Schutz der ACAT-Mitglieder, gerade in politisch instabilen Staaten, bei. ACAT-Deutschland unterstützt die FIACAT jährlich mit mindestens 4.000 EURO. Diese Zuwendung ist sinnvoll, da die FIACAT direkt an Orten aktiv ist, an denen Menschenrechtsverletzungen drohen. Durch die FIACAT erhält das Anliegen der ACATs global eine Stimme. FIACAT ist im stetigen Austausch mit den christlichen Kirchen, um deren Unterstützung im Kampf gegen die Folter zu mobilisieren. Bei verschiedenen Projekten in Afrika zur Abschaffung der
Todesstrafe organisierte die FIACAT wiederholt auch Begegnungen und Austausch von Vertretern des christlichen und muslimischen Glaubens.

Der Jahresbericht veranschaulicht durch Bilder und Texte die umfangreichen Aktivitäten unserer Föderation und des weltweiten ACAT-Netzwerks.
Ein bedeutender Schwerpunkt der FIACAT-Arbeit sind weiterhin die Anstrengungen gegen missbräuchliche Untersuchungshaft in Afrika.
In vielen Ländern werden die Rechte von Gefangenen, die noch auf ihr Gerichtsverfahren warten, nicht respektiert. Die Verzögerungen von Prozessen führen zur Überbelegung von Gefängnissen, Verschlechterung der Haftbedingungen und zu schweren sozio-ökonomischen Konsequenzen für die Familien der Gefangenen, wenn z.B. ein inhaftiertes Familienmitglied über Monate als Haupternährer ausfällt.
Derzeit beobachtet die FIACAT 10 Gefängnisse in der Elfenbeinküste, 2 in der Republik Kongo (Brazzaville), 1 in der Demokratischen Republik Kongo, 1 in Madagaskar. Durch die Ausbildung von Menschenrechtsverteidigern, aber auch von Mitarbeiterin in Justiz und Gefängnisverwaltung konnten bisher fast 1.700 Fälle von Gefangenen untersucht werden. Hunderte Gefangene wurden wieder in die Freiheit entlassen, weil ihre Haftstrafe bereits abgelaufen war oder sie sich – in großer Zahl – zu Unrecht in Haft befanden.

arrow32px10. Oktober – Welttag gegen die Todesstrafe
Der Welttag gegen die Todesstrafe 2018 trägt das Motto: „Haftbedingungen im Todestrakt“. Dazu stellen wir die beiliegende Briefaktion zu Gunsten des in Vietnam von der Hinrichtung bedrohten Gefangen Dang Van Hien vor.
In unserer Geschäftsstelle können Plakate und andere Info-Materialien auf Englisch angefordert werden. Umfangreiche Hintergrundinformationen stehen auch im Internet in verschiedenen Sprachen zur Verfügung: http://www.worldcoalition.org/worldday.html


arrow32pxSeminar und ACAT Mitgliederversammlung 2018
Termin: 14. bis 16. September 2018 in der Katholischen Akademie Schwerte
„Menschenrechte auf dem Rückzug? - Menschenrechte in Zeiten des Populismus und Extremismus“
„Überall scheinen die Menschenrechte auf dem Rückzug und populistische Bewegungen und »starke Männer« auf dem Vormarsch zu sein. Die Tagung richtet - ausgehend von einem historischen Rückblick auf die Idee der Menschenrechte - den Focus auf die aktuelle Lage. Dabei wird Raum sein sowohl für Einzelbeispiele, aber auch für umfassendere Analysen. Immer wird es auch darum gehen, nach Hoffnungszeichen für ein (Wieder-)Erstarken der Menschenrechte zu suchen. Und nicht zuletzt kommt auch die Frage in den Blick, ob und wie eine Aussöhnung zwischen Opfern und Tätern möglich ist.“ Quelle: Katholische Akademie Schwerte.
Mehr Informationen dazu und der Weg zur Anmeldung (es sind noch einige Plätze frei!!!) auf unserer Homepage www.acat-deutschland.de
Während des Seminars wird wiederum Raum für die ACAT Mitgliederversammlung sein. Die entsprechenden Informationen und die Einladung dazu wurden satzungsgemäß den ACAT Mitgliedern zugeschickt.

Nehmen Sie teil, informieren Sie sich, reden und entscheiden Sie mit, gerade die offene Atmosphäre in der Akademie in Schwerte lädt dazu ein!!


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.
Anmeldung direkt bei der Katholischen Akademie Schwerte hier.

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier


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