ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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März 2019

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

CHINA: Robert Rother
Der deutsche Investment-Banker hat 7 Jahre und 7 Monate in China in Haft verbracht.

Int.-VS 23.11.13, GB Okt. 14,
DA 24/13
SIMBABWE: Evan Mawarire

Int.-VS 25.01.19
JEMEN: Sabri Salmeen bin Makhashin DA 01/18

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxSimbabwe – Pastor Evan Mawarire in Simbabwe, der wegen seiner Unterstützung für die friedlichen landesweiten Proteste gegen die Erhöhung der Kraftstoffpreise verhaftet und der „Unterwanderung einer verfassungsmäßig gewählten Regierung” angeklagt worden war, wurde gegen Kaution freigelassen. Er muss sich dreimal in der Woche bei der Polizei melden. Die gegen ihn erhobene Anklage bleibt bestehen, noch wurde aber kein Termin für seine Gerichtsverhandlung festgesetzt.

arrow32pxJemen – Der jemenitische Journalist Sabri Salmeen bin Makhashin wurde am 28.01.2019 nach fast zweimonatiger Haft freigelassen. In der Gefangenschaft hat seine Gesundheit gelitten. Zunächst wurde ihm eine Reise nach Kairo, wo er sich medizinisch behandeln lassen wollte, verweigert. Am 14.02.2019 wurde es ihm nach Angaben des Gulf Centre for Human Rights (GCHR) schließlich doch gestattet, mit seiner Familie nach Ägypten zu reisen. ACAT hatte im Januar an die Regierung von Saudi-Arabien appelliert, sich bei ihren Verbündeten im Jemen für die Freilassung des Journalisten einzusetzen.


arrow32pxPakistanAsia Bibi (GB 11/16): Nach dem endgültigen Freispruch Asia Bibis vom Vorwurf der Blasphemie besteht weiter Unklarheit über den Aufenthalt der pakistanischen Christin. Ihr Anwalt hatte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung telefonisch gesagt, sie habe Pakistan verlassen und befinde sich in Kanada. Später habe er diese Aussage gegenüber anderen Journalisten nicht mehr bestätigt und eingeschränkt, dass nicht sicher sei, ob sie schon ausgereist sei. Weiteren Quellen zufolge soll Asia Bibi sich noch in Pakistan aufhalten.
Asia Bibi, eine in Armut lebende pakistanische Landarbeiterin und Mutter von fünf Kindern, war im November 2010 von einem Gericht wegen Blasphemie-Vorwürfen zum Tode verurteilt worden. Die Vorwürfe waren ein Jahr zuvor gegen sie erhoben worden. Im Oktober 2018 sprach der Oberste Gerichtshof Asia Bibi frei und bestätigte dieses Urteil am 29. Januar 2019.


arrow32pxACAT auf dem Kirchentag 2019
Vom 19. bis 23. Juni findet dieses Jahr der Evangelische Kirchentag in Dortmund statt. Die ACAT wird dort mit einem Stand vertreten sein, der von Donnerstag bis Samstag jeweils von 10.30 bis 20.00 Uhr besetzt ist. Wie bei vergangenen Kirchentagen wird es ein Politisches Nachtgebet geben: Donnerstag, 20. Juni, um 21.00 Uhr in der Lutherkirche in Dortmund Hörde. Als Redner konnten Dr. h.c. Nikolaus Schneider, ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD, und Claudia Roth, MdB, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Bündnis 90/Die Grünen, gewonnen werden. Wir freuen uns, vielen ACAT-Mitgliedern und Interessierten am Stand und beim Politischen Nachtgebet zu begegnen.


arrow32pxZivilgesellschaft weltweit unter Druck / Widerstand gegen die Unterdrückung
Amnesty International (AI) und Human Rights Watch (HRW) haben kürzlich jeweils umfassende Analysen zur weltweiten Situation der Zivilgesellschaft veröffentlicht. Bei AI heißt es: „Weltweit gerät die unabhängige Zivilgesellschaft unter Druck: In den vergangenen Jahren sind in mindestens 50 Ländern grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien durch aggressive neue Vorschriften ausgehöhlt worden. Deren alleiniger Zweck ist es, die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zu erschweren oder direkt unmöglich zu machen.“ AI hat die Gesetzgebung und Rechtsprechung in 50 Ländern untersucht und einen dramatischen Trend festgestellt: In allen Teilen der Welt setzen Regierungen bestehende oder neue restriktive Gesetze ein, um Widerstand aus der Zivilgesellschaft zu unterdrücken. In dem neuen Bericht "Laws designed to silence: The global crackdown on civil society organizations" führt AI detailliert auf, wie in den untersuchten Ländern die finanzielle Basis von NGOs anhand fadenscheiniger Gründe zerschlagen wird und Behörden Organisationen kriminalisieren, einschüchtern, überwachen und vor Gericht zerren. Ausführlichere Infos mit Link zum Bericht in englischer Sprache:  https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/aegypten-immer-mehr-regierungen-setzen-systematisch-repressive-gesetze-gegen
HRW legt in dem World Report 2019 einen Schwerpunkt auf Erfolge, den Menschenrechtsverletzungen der Autokraten Widerstand entgegenzusetzen. Der 674-seitige World Report 2019 fasst Menschenrechtsentwicklungen in über 100 Staaten zusammen. Darin schreibt Human Rights Watch-Direktor Kenneth Roth: „Indem Populisten Hass und Intoleranz verbreiten, rufen sie eine Widerstandsbewegung auf den Plan, die immer wieder Erfolge verbuchen kann“: https://www.hrw.org/de/news/2019/01/17/world-report-2019-angriffe-der-autokraten-auf-menschenrechte-stossen-auf-gegenwehr



arrow32pxAufruf des Forum Menschenrechte zur Europawahl
„Wir ACAT-Mitglieder greifen den Appell des Forum Menschenrechte auf, sich bei den kommenden Wahlen zum Europaparlament dafür einzusetzen, dass Abgeordnete aus Parteien gewählt werden, die sich ausdrücklich für die Menschenrechte einsetzen …!“  Fr. Kreye aus Borsum haben die ACAT-Aktuell-Informationen zur Klausurtagung des Forum Menschenrechte inspiriert, am 10. Februar 2019 an die Teilnehmer der Hildesheimer „Pulse of Europe“–Kundgebung im Namen der ACAT diesen Appell zu richten. Es tauchten jedoch Vertreter der rechtsextremen Identitären Bewegung auf und störten so, dass die Kundgebung vor ihrer Ansprache abgebrochen werden musste. Sie ist festen Willens, dies auf der März-Kundgebung nachzuholen.


arrow32pxKarfreitagskampagne der ACAT-Schweiz 2019: Todesstrafe in den USA / Appell an den Nestlé-Konzern
Die Realität in den Todestrakten der USA 2019: Menschenunwürdige Lebensbedingungen. Isolationshaft. Menschen, die trotz psychischer Störungen auf ihre Hinrichtung warten. Justizirrtümer. Von den 8127 Menschen, die zwischen 1977 und 2018 ein Todesurteil erhielten, wurden 1492 Menschen hingerichtet; 164 Personen wurden entlastet und aus dem Todestrakt freigelassen.
In seiner Unternehmensphilosophie beabsichtigt Nestlé, nicht nur für Aktionäre, sondern auch für die gesamte Gesellschaft einen Mehrwert zu schaffen, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Nestlé ist Hauptförderin der UN-Global Compact-Aktionsplattform für Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Nestlé engagiert sich bisher jedoch nicht für die Abschaffung der Todesstrafe. ACAT-Schweiz fordert nun Nestlé dazu auf, Position gegen Hinrichtungen zu beziehen – und für die Würde des Menschen. Organisationen, die in den USA gegen die Todesstrafe kämpfen, haben erklärt, dass der Einfluss von Nestlé für die Abschaffung der Todesstrafe bedeutsam sein könnte. Nähere Informationen in der Monatssendung April und unter www.acat.ch

 

arrow32pxSpendenquittungen
Wie schon im letzten Jahr stellen wir Spendenquittungen für Zuwendungen in 2018 erst ab einer Höhe von 200,- € aus. Grund dafür sind nach wie vor die geringen personellen und damit verbundenen zeitlichen Ressourcen in unserer Geschäftsstelle. Wir bitten alle, die davon betroffen sind, um Verständnis. Kleinere Spenden sind selbstverständlich weiterhin steuerlich absetzbar, machen Sie bitte von der vom Gesetzgeber vorgesehenen Kleinspendenregelung bis 200,- € Gebrauch. Als Spendennachweis dienen der entsprechende Kontoauszug sowie die Daten zur anerkannten Gemeinnützigkeit der bedachten Organisation. Diese Daten der ACAT finden Sie auf unserer Homepage unter: http://www.acat-deutschland.de/index.php/spenden.html
Zusätzlich erhalten die Empfänger der Monatssendung (Post oder Mail) im März ein entsprechendes Informationsblatt zur Steuerbegünstigung/Gemeinnützigkeit der ACAT.An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die die ACAT-Arbeit mit ihren Geldzuwendungen unterstützen!


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Seminarbericht in ACAT Aktuell 10/2018

Mitschriften der Vorträge sind jetzt hier verfügbar:

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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