ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Dezember 2019

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

 

Freigelassen:

 

Iran: Esmail Bakhshi, Sepideh Gholian,
Mohammad Khanifar
, Amirhossein Mohammadifard,
Amir Amirgholi,Sanaz Alahyari
Int.VS 17.9.19

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Weihnachtsgruß

Die Botschaft von Weihnachten:
Es gibt keine größere Kraft als die Liebe.
Sie überwindet den Hass
wie das Licht die Finsternis.

Martin Luther King

 
Kinderrechte – Menschenrechte
Bei unserem Seminar in Münster wurde deutlich, wie wichtig es ist, ein Bewusstsein für die Rechte der Kinder zu schaffen. Überzeugend wurde dargestellt, dass es sehr sinnvoll ist, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Der Gesetzgeber würde so verpflichtet, bei allen Entscheidungen zu fragen: Was bedeuten sie für die Kinder?
Besonders bedrückend waren die Informationen zu Kindersoldaten, die es leider noch immer in vielen Ländern gibt.

Joe Übelmesser SJ schreibt dazu:

Der Kindersoldat
Betrogen um seine Kindheit:
wo es anderen vergönnt ist,
das ABC und das Einmaleins zu lernen,
hat er nur gelernt, mit Waffen zu spielen,
dem teuersten Spielzeug der Welt.
Betrogen um seine Jugend,
in der andere einen Beruf erlernen,
hat er nur gelernt, zu kämpfen und zu töten.
Und auf einmal ist das Töten sein Beruf.

In einer Welt, in der Menschen zum Mond fliegen und zurück
und ihre Sonden in interplanetarische Räume senden,
wo es scheint, als sei den Erdenbürgern alles möglich,
fragt sich, warum sie keinen Frieden finden
und gerade Kinder zu Soldaten machen.
Die Verheißung Jesu mag hier seltsam klingen:
„Denn ihnen gehört das Himmelreich“.
Doch sie gilt auch diesem Jungen.
Es ist nicht seine Schuld, wenn er Waffen trägt.
Es sind die Großen, die den Ruf missachten: Lasst doch die Kinder zu mir kommen.


Der Vorstand und die Geschäftsstelle der ACAT wünschen Ihnen allen gesegnete und Hoffnung bringende Weihnachten und einen guten Jahresbeginn 2020.

 

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxIran - Die Gewerkschaftsaktivisten Esmail Bakhshi und Mohammad Khanifar, die Aktivistin Sepideh Gholian,  die Journalisten Amirhossein Mohammadifard und Amir Amirgholi sowie die Journalistin Sanaz Alahyari wurden gegen Kaution freigelassen. Sie waren zu langen Haftstrafen verurteilt worden, weil sie einen Streik der Arbeiter einer Zuckerrohrfabrik unterstützt bzw. darüber berichtet hatten. Die ebenfalls verurteilte Journalistin Asal Mohammadi wurde nicht freigelassen und ist weiterhin im Evin-Gefängnis inhaftiert.


arrow32pxReform der Gemeinnützigkeit: Online-Petition zur Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen
Bundesfinanzminister Olaf Scholz kündigte wiederholt ein Gesetz zur Reform der Gemeinnützigkeit an. Der Paragraph 52 der Abgabenordnung könnte um einen dritten Absatz ergänzt werden mit Klarstellungen zu politischen Tätigkeiten. Es besteht dabei die Gefahr, dass die politische Einmischung als Ausnahme gemeinnütziger Tätigkeit gesehen wird. Ein Bündnis aus NGOs stellt mit einer Petition unter https://www.zivilgesellschaft-ist-gemeinnuetzig.de/appell/ folgende Forderungen, die online unterschrieben werden können:

  • Erkennen Sie den Wert zivilgesellschaftlichen Engagements für eine lebendige Demokratie und eine ausgewogene öffentliche Debatte an!
  • Stellen Sie sicher, dass die selbstlose Beteiligung an der öffentlichen Meinungsbildung sowie der politischen Willensbildung durch gemeinnützige Organisationen unschädlich für deren Gemeinnützigkeit ist.
  • Erweitern Sie dafür als Sofortmaßnahme die Liste der explizit gemeinnützigen Tätigkeiten um die Förderung der Wahrnehmung und Verwirklichung von Grundrechten, Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Klimaschutz, informationeller Selbstbestimmung, Menschenrechten und der Gleichstellung der Geschlechter.

 

arrow32pxNGO-Treffen mit Außenminister und Menschenrechtsbeauftragter,  ACAT-Bericht zur Golfregion / Jemen
Am 5.11.2019 fand in Berlin ein Treffen des FORUM MENSCHENRECHTE (FMR) statt. ACAT und mehr als 50 weitere Organisationen, die sich für Menschenrechte einsetzen, gehören diesem Bündnis an. Das FMR begrüßte die Wahl Deutschlands in den UNO-Menschenrechtsrat. Bei dem Gespräch überreichten Vertreter/innen des FMR  46 Berichte mit konkreten Anliegen zu Länder- und Querschnittsthemen an Außenminister Maas und an die Menschenrechtsbeauftragte, Bärbel Kofler. „Die Fülle der in den Dossiers aufgeführten Menschenrechtsverletzungen aus Ländern- und Regionen in aller Welt zeigt“, so Jochen Motte, Mitglied im FMR-Koordinationskreis, „dass der Druck auf Menschenrechtsverteidiger/innen angesichts von wachsendem Nationalismus, Autoritarismus und Populismus weiter gewachsen ist.“
ACAT hat einen Bericht zur Menschenrechtslage in den Golfstaaten eingereicht und vorgestellt. Durch den Austausch mit NGOs aus der Golfregion konnten Einzelfälle von Gefangenen beschrieben werden. Ein Schwerpunkt wurde darin auf die Menschenrechtsverletzungen im Jemen gelegt. Zeitlich eignete sich die Vorstellung des ACAT-Berichts gut, da die MR-Beauftragte anschließend zu einem Besuch u.a. in die Vereinigten Arabischen Emirate aufbrach. Weitere Informationen unter: https://www.forum-menschenrechte.de/forum-menschenrechte-fordert-entschiedenes-eintreten-fuer-die-menschenrechte-und-ausbau-von-kapazitaeten-zum-schutz-von-menschenrechtsverteidiger-innen-weltweit-und-in-deutschland/


arrow32pxItalien erneuert mit Libyen Vereinbarung über Migration / Online-Petition der ACAT Italien
ACAT Italien und die FIACAT kritisieren die Erneuerung des Migrationsabkommens zwischen Italien und Libyen. Trotz zahlreicher Appelle aus der Zivilgesellschaft wurde die 2017 getroffene Vereinbarung am 2. November 2019 automatisch verlängert. Die libysche Küstenwache erhält in diesem Rahmen finanzielle, materielle und technische Unterstützung durch Italien, allerdings auch durch die EU insgesamt. Flüchtlingen, die nach Libyen zurückgeschickt werden, droht Folter. In Reaktion auf die Kritik durch NGOs hatte die derzeitige italienische Regierung ihre Absicht erklärt, Teile des Abkommens neu zu definieren. Angesichts der unmenschlichen Behandlung von Gefangenen in Libyen ist dies aber unzureichend.
Mit einer Petition fordert ACAT Italien Premierminister Conte auf, Libyen nicht länger als sicheren Staat zu betrachten und das Abkommen radikal zurückzunehmen. Die Petition kann auf dem Portal AVAAZ in italienischer sowie englischer Sprache unterzeichnet werden, auch von Personen, die nicht die italienische Staatsbürgerschaft besitzen: https://secure.avaaz.org/it/community_petitions/Presidente_del_Consiglio_Giuseppe_Conte_La_Libia_non_e_un_porto_sicuro/



arrow32pxFIACAT-Projekt: Freilassung von 88 Gefangenen im Tschad
FIACAT und ACAT Tschad begrüßen die Freilassung von 88 Inhaftierten aus dem Gefängnis maison d’arrêt d’Amssinene. Die Freigelassenen waren bis zu 9 Jahre ohne eine Entscheidung der Justiz in Haft. Seit einem Jahr arbeitet ACAT Tschad mit der FIACAT an einem Projekt gegen missbräuchliche Untersuchungshaft in den Städten N’Djaména, Abéché et Moundou. Dazu kooperieren beide Organisationen mit dem Justizministerium des Tschad, um Gefangenen den Zugang zur Justiz zu erleichtern. Am 5.11. hat das Berufungsgericht von N’Djaména die Freilassung beschlossen.
FIACAT und ACAT Tschad begrüßen die Entscheidung des Gerichts, die für das Gefängnis maison d’arrêt d’Amssinene eine Entlastung bedeutet in Anbetracht einer Überbelegung von 350%.


arrow32pxMandat der ACAT Deutschland
Wie auf der Mitgliederversammlung 2018 in Schwerte vorgestellt worden ist, hat der ACAT Vorstand das Mandat der ACAT auf der Grundlage von § 2 unserer Satzung ausformuliert.
Dem Vorstand erschien es wichtig, präzise Leitlinien für unser Handeln sowie für die Darstellung der ACAT in der Öffentlichkeitsarbeit aufzustellen und dabei die derzeitigen globalen Herausforderungen für die Menschenrechtsarbeit zu berücksichtigen.
Das zweiseitige Dokument kann über die Geschäftsstelle angefordert werden oder im Internet nachgelesen werden unter:
http://acat-deutschland.de/downloads/allgemein/Mandat_ACAT_2018.pdf

 

arrow32pxTerminankündigung: ACAT Seminar und Mitgliederversammlung 2020
Vom 25. bis 27. September 2020 finden das nächste ACAT Seminar und die nächste Mitgliederversammlung statt. In bewährter Kooperation werden wir das Seminar zusammen mit der Katholischen Akademie in Schwerte durchführen. Nähere Infos folgen. Wir freuen uns, wenn Sie sich den Termin reservieren!


 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

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Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
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Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 26./27. Juni


Informationen zur internationalen Kampagne: hier.
 
Den Ablaufplan der ACAT-Gruppe Essen-Byfang zur Nächtlichen Gebetswache am 26.06. um 20.00 Uhr in St. Barbara können Sie sich als Beispiel ab sofort hier herunterladen.
 
Auch steht ein alternatives Plakat zur Verfügung, welches Sie gerne für Ihre eigene Veranstaltung bearbeiten und verwenden dürfen: Zum Download

 


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