ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News Dezember 2012

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Freilassungen und Weiterentwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern / Dezember 2012

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

ÄQUATORIALGUINEA: 

Fabián Nsue Nguema
Rechtsanwalt

 

GB Nov. 2012

BAHRAIN:

Sayed Yousif  AlMuhafdhah
Stellvertretender Vorsitzender des Menschenrechtszentrums von Bahrain


Int. des VS 13.Nov. 2012

SYRIEN: Muhammad Yassin Al Hamwi
Ladeninhaber
GB Juni 2012

 


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Gott,
du warst Mose so fremd,
als du ihm begegnetest.
Er schlotterte vor Angst vor deiner Stimme.
Fürchte dich nicht!
War dein Satz, um Menschen in Kontakt mit dir treten zu lassen.
Fürchte dich nicht! war der Engelssatz all deiner Boten
Fürchtet euch nicht, riefen die Engel den Hirten zu, als dein Sohn geboren wurde.
Schenke uns auch heute diesen Satz,
wenn wir anderen Menschen begegnen
und nicht weiterwissen, weil sie uns fremd sind.
Denn in ihnen können wir dir begegnen.
Aus: Gottesdienstvorschlag der EKD zum Tag der Menschenrechte

In der ACAT kümmern wir uns um Menschen, die uns fremd sind.
Auch in diesem Jahr konnten wir wieder Menschen für unsere Arbeit gewinnen, die sich mit uns für die einsetzen, die bedroht, verfolgt, gefoltert und misshandelt werden: Menschen, von denen wir kaum mehr als ihren Namen kennen.
Damit erfüllen wir den Auftrag Jesu aus Mt 25:“Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“.
Mögen wir dazu auch im Jahr 2013 die Kraft haben und uns ohne Furcht für die Menschenrechte einsetzen!
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, auch im Namen des gesamten Vorstandes.
Ihr Wolfgang Bentrup

 

 

Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

GAMBIA: DA Dez. 2011: Am 12. November 2012 beschloss das Amtsgericht in Banjul nun, die Anklagen gegen Dr. Isatou Touray und Amie Bojang-Sissoho, Menschenrechtsverteidigerinnen, fallen zu lassen.

IRAN: Nasrin Sotoudeh (ACAT-Aktuell Nov. 2012) Die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh, die seit dem 17. Oktober 2012 - aus Protest gegen ihre Haftbedingungen und gegen die Behandlung ihrer Familie - in einen Hungerstreik getreten ist, wurde inzwischen auf die medizinische Station des Evin-Gefängnisses verlegt.
Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung

IRAN: GB August 2010, ACAT-Aktuell März 2011 und Februar 2012: Sakineh Mohammadi Ashtiani wird vielleicht nicht hingerichtet, muss aber eine 10-jährige Haftstrafe wegen Mithilfe bei der Ermordung ihres Mannes 2006 absitzen. Sie war zur Steinigung wegen unerlaubter Beziehungen mit zwei Männern nach der Ermordung ihres Ehemannes verurteilt worden. Diese Neuigkeit wurde nicht vom iranischen Regime verbreitet, so dass Sakineh Mohammadi Ashtiani theoretisch weiterhin zum Tode verurteilt ist. Laut den letzten Neuigkeiten ist ihr Anwalt Javid Houtan Kyan weiterhin in Haft.
(Quelle: ACAT-Schweiz bezieht sich hier auf Hands off Cain, AI
)

IRAN: Abdofattah Soltani, Rechtsanwalt, (2006 und 2011 mehrere Interventionen des Vorstandes; GB Okt. 2011 und Febr. 2012), der von der iranischen Justiz unter anderem deshalb zu einer 18-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden war, weil er in Nürnberg den renommierten Menschenrechtspreis für seine Arbeit erhalten und das damit verbundene Preisgeld angenommen hatte. Bei der jährlichen Konferenz des Internationalen Anwaltsverbandes (IBA) wurde der IBA-Menschenrechtspreis 2012 an ihn verliehen. Wie schon 2009 in Nürnberg, so durfte Soltani auch in diesem Jahr nicht zur Preisverleihung ausreisen, die in Dublin stattfand.
Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung

Unterschriften für ein weltweites Moratorium von Hinrichtungen DA 19/2011 – Vereinte Nationen (UNO): Rekordzahl von Staaten stimmt für Abschaffung von Todesstrafe
Eine Rekordzahl von Staaten hat im Menschenrechtsausschuss der UN-Vollversammlung für eine Resolution gestimmt, die die weltweite Abschaffung der Todesstrafe zum Ziel hat. Der Text wurde am 20.11.2011 in New York mit 110 zu 39 Stimmen angenommen. 36 UN-Vertreter enthielten sich. Damit stehen die Chancen gut, dass die Resolution auch im Plenum eine Mehrheit findet. Die Beschlüsse der UN-Vollversammlung sind zwar nicht bindend, haben aber moralisches Gewicht. Unter den Staaten, die gegen die Abschaffung der Todesstrafe stimmten, waren die USA, Japan, China, der Iran, Indien, Nordkorea und Syrien. Bei dem Votum über den Text hatten 2010 insgesamt 107 Länder für die Abschaffung der Todesstrafe plädiert.
Quelle: AFP

CHINA: Solidaritätsgrüße an Gao Zhishengs Familie
Auch in diesem Advent möchten wir dazu einladen, Grußkarten an die Familie des inhaftierten chinesischen Men­schenrechtsanwalts Gao Zhisheng zu senden (bitte auf Englisch). 2009 floh seine Ehefrau Geng He mit der Tochter Geng Ge (19 J.) und dem Sohn Tianyu (9 J.) ins US-Exil. In zahlreichen Stellungnahmen kommt zum Ausdruck, wie sehr die Familie unter der Trennung und Ungewissheit leidet. Das Schicksal des gefolterten Men­schenrechtsverteidigers war Anlass mehrerer Briefaktionen der ACAT. Da sich die Familie zum protestantischen Glauben bekennt, sind religiöse Postkartenmotive sehr gut geeignet. Bitte adressieren Sie Ihre Karten an:
The family of Gao Zhisheng, ℅ ChinaAid Association, P.O. Box 8513, Midland, Texas 79708, USA  
Vorschlagstext:
Dear Mrs Geng He, Geng Ge and Tianyu, in this time of Advent and Christmas my thoughts and prayers are with you and Gao Zhisheng. We won’t get tired to call for the release of your loved husband and father, who has always stood up for persecuted people in China. In solidarity I remain with kind regards and transmit you my best wishes
Übersetzung
: Sehr geehrte Frau Geng He, Geng Ge und Tianyu, in dieser Advents- und Weihnachtszeit sind meine Gedanken und Gebete bei Ihnen und Gao Zhisheng. Wir werden nicht müde werden, die Freilassung Ihres geliebten Ehemannes und Vaters zu verlangen, der sich stets für verfolgte Menschen in China eingesetzt hat. In Solidarität grüße ich Sie herzlich und übersende Ihnen meine besten Wünsche 

Internationaler Tag der Menschenrechte 10.12.2012
Am 23. 11. 2012 wurden die neuen Mitglieder der Länderkommission der nationalen Stelle zur Verhütung von Folter in Wiesbaden (www.antifolterstelle.de) in ihr Amt eingeführt. Zur Einrichtung dieser Kommission zur Folterprävention hat sich Deutschland gegenüber der UNO verpflichtet. Der bisherige Vorsitzende, Prof. Geiger, ist im Sommer 2012 von seinem Posten zurückgetreten, weil er die extrem dürftige finanzielle Ausstattung dieser Stelle nicht mehr verantworten konnte. Die Kommissionsmitglieder arbeiten ehrenamtlich, sollten aber wenigstens einen Etat bekommen, der ihre Reisekosten deckt. Aber selbst dafür stellen die deutschen Bundesländer nicht genügend Geld zur Verfügung. Die ACAT protestiert gegen die Entscheidung der Länderjustizminister, weil sie es für nötig hält, unabhängige Organe zur Prävention so auszustatten, dass sie unsere Haftanstalten unangekündigt kontrollieren können. Eine entsprechende Presseerklärung wird zum Tag der Menschenrechte veröffentlicht.

Wir empfehlen Ihnen zu diesem Tag den Gottesdienstvorschlag im Materialheft der EKD unter dem Titel „Ohne Ansehen der Person“ http://www.nordkirche.de/fileadmin/Ohne_Ansehn_der_Person_-_Rassismus_2012.pdf

 

Aus der FIACAT
Die FIACAT hat in Partnerschaft mit ACAT-Senegal in Dakar ein Ausbildungsseminar vom 12. bis 14. 11. 2012 für seine aktiven Mitglieder in Westafrika über die Todesstrafe organisiert. Dieses regionale Seminar, gefördert durch das deutsche Auswärtige Amt – vermittelt durch die deutsche ACAT - und das luxemburgische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, zielt darauf ab, nationale und regionale Strategien zu entwickeln zur Abschaffung der Todesstrafe in Afrika. Außerdem soll erreicht werden, dass noch weit mehr Staaten in der UNO für die Abschaffung der Todesstrafe plädieren.
http://www.worldcoalition.org/FIACAT-ACAT-west-africa-death-penalty-activism-strategy.html


ACAT-intern

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Die erste Vorsitzende und Mitbegründerin der ACAT-Deutschland, Frau Magdalena Marx hat die Entwicklung der ACAT anhand ihrer Texte und Vorträge im Buch: „Glaubenszeugnisse – Jesus von Nazareth, Wegweiser durch das 3. Jahrtausend“ Vindobona Verlag 2012 (ISBN 978385040286-6) veröffentlicht. Sie schreibt: Dieses Buch möchte mithelfen, Christen in die Menschenrechtarbeit zu rufen, zu erkennen, dass sie von ihrem Glauben her, die gerufenen Menschenrechtler sind.“

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Versandtermine der ACAT-Monatssendungen im ersten Halbjahr 2013

9. und 30. Januar - 27. Februar - 27. März - 30. April - 29. Mai - 3. Juli

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Freilassungen 2017

Die Zusammenstellung der Freilassungen 2017 erfüllt uns wieder mit großer Dankbarkeit und zeigt uns andererseits wie wichtig es ist, in unserer Arbeit und im Gebet nicht nachzulassen.


ACAT Jugendflyer

Der neue ACAT-Jugendflyer ist ab sofort zum Download verfügbar.


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ACAT auf dem Katholikentag 2018 in Münster:

Wie schon sehr häufig, wird die ACAT auch in diesem Jahr wieder auf dem Katholikentag in Münster vertreten sein. Einmal mit einem Stand auf der Kirchenmeile und zum anderen mit einem Morgengebet am 11.05. Weitere Einzelheiten zum Auftritt der ACAT werden in Laufe der nächsten Wochen bekannt und entsprechend kommuniziert. Auf jeden Fall freuen wir uns jetzt schon auf Ihren Besuch!

Der Katholikentag findet statt vom 09. - 13.05.2018 in Münster, mehr Informationen dazu unter https://www.katholikentag.de/