ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Freilassungen und Weiterentwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern / März 2013

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

Simbabwe:

Okay Machisa
Menschenrechtler

Int. VS 23.02.;3.03.; 26.03.2010 und 26.01.2013

China:

Mao Hengfeng *
Menschenrechtsverteidigerin

13 Int. VS in den letzten Jahren
DA April 2011; Dezember 2012
Nov. 2010: April 2011; ACAT-Aktuell Sept. 2011

Russland:

Zubair Zubairaev **
tschetschenischer Gefangener

DA Nov. 2011
März und Juli 2009
sowie Int. VS 24.2.; 2.5.; 15.5.; 29.5. 2009 und 22.04.2012

* Die Menschenrechtsverteidigerin und gewaltlose politische Gefangene Mao Hengfeng durfte am 8. 2. 2013 das Polizeigefängnis in Yangpu verlassen. Die chinesischen Behörden erlaubten ihr, den Rest der 18 Monate „Umerziehung durch Arbeit“, zu denen sie verurteilt worden war, bei sich zuhause zu verbringen. Sie bedankte sich bei allen, die sich für sie eingesetzt haben. Ihr Ehemann erklärte, dass die Freilassung eine Folge der Forderungen aus dem In- und Ausland sei. Möglicherweise wurde die Entscheidung der chinesischen Behörden auch dadurch beeinflusst, dass das Umerziehungslager die Aufnahme von Mao Hengfeng aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes verweigert hatte. Mao Hengfeng wurde in einer dunklen, fensterlosen Zelle in Einzelhaft gehalten und erhielt erst Zugang zu sauberem Wasser als sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte.(Quelle: ai)

** Am 1. Juni 2012 wurde der Tschetschene Zubair Isaevich Zubairaev nach Ablauf seiner fünfjährigen Haftstrafe freigelassen. Aufgrund der erlittenen Folter kann er nicht mehr laufen. Seine Wärter haben ihn mit massiven Schlägen „verabschiedet“, teilte seine Anwältin mit, die ihn mutig und trotz Verfolgung die ganze Zeit über vertreten und verteidigt hat. Die Gesellschaft für bedrohte Völker erinnert daran, dass noch immer rund 20.000 Tschetschenen in russischen Haftanstalten sitzen und dort systematisch gefoltert werden. (Quelle: GfbV)


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

IRAN: Yousef Nadarkhani, dessen Freilassung wir in ACAT-Aktuell Oktober 2012 vermeldet haben, wurde an Weihnachten inhaftiert. Laut Medienberichten wurde der iranische Pastor Nadarkhani in seiner Heimatstadt Rasht festgenommen. Er soll nach seiner Entlassung aus der Haft Anfang September versäumt haben, Dokumente ordnungsgemäß auszufüllen. Die Haftdauer ist zunächst mit 40 Tagen angesetzt worden.   (Quelle: IGFM)

KAMBODSCHA: 3. Int.VS 5.2.2006 und 28.12.2012: Das Stadtgericht der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh hat den 71-jährigen Mam Sonando am 1. Oktober 2012 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er wurde diverser Verstöße gegen die Staatssicherheit, unter anderem der "Aufwiegelung zur Rebellion", schuldig gesprochen. Sein Rechtsmittelverfahren ist für den 5. März angesetzt. Mam Sonando ist ein bekannter Kritiker der kambodschanischen Regierung, Journalist und Eigentümer einer der wenigen unabhängigen Rundfunksender in Kambodscha, Beehive Radio. Darüber hinaus leitet er die weithin bekannte Nichtregierungsorganisation Association of Democrats, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzt. (Quelle: ai)                                                                                                                        

TÜRKEI: Int. des Vorstandes vom 09.02.07; in ACAT-Aktuell April 2012 und Mai 2012 (Freilassung): Der türkische Menschenrechtsverteidiger Halil Savda hatte sich für Wehrdienstverweigerer eingesetzt und wurde Anfang Dezember von der Anklage freigesprochen. Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass eine demokratische Gesellschaft auch Meinungen zulassen müsste, die andere schockierten oder verstörten. Amnesty International bezeichnet den Richterspruch als einen „Sieg für die Meinungsfreiheit“.    (Quelle Amnesty Journal 02/13)

Folter wirkt in beide Richtungen. Sie zerstört die Werte des Folterers
Einer der berühmtesten und erfolgreichsten amerikanischen Generäle im Kampf gegen die Terrororganisation al-Qaida, der frühere Vier-Sterne-General Stanley McChrystal, äußert bei einer Debatte in der Brookings Institution in Washington starke Zweifel an der Effektivität von Folter bei Verhören und der Tötung von Verdächtigen durch Kampfdrohnen. „Wenn Sie nämlich jemanden gefangen nehmen, wollen Sie, dass er kooperiert. Natürlich wollen Sie den Umstand ausnutzen, dass er anfangs Angst hat. Er soll sich nicht zu wohl fühlen. Aber Folter wirkt in beide Richtungen. Sie zerstört die Werte des Folterers. Es ist dann  schwer, einen höheren moralischen Standard für sich in Anspruch zu nehmen.“   (Quelle: Die Presse.com 29.01.2013)

ACAT-intern

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Der ACAT-Vorstand sucht für die Kirchen- und Katholikentage ab 2014 eine(n) neue(n) Mitarbeiter(in) zur Organisation des ACAT-Standes auf dem Markt der Möglichkeiten bei Evang. Kirchentagen bzw. auf der Kirchenmeile bei Katholikentagen. Dazu gehören:
- die Anmeldung des Standes und der Standbetreuer sowie die Koordination während eines Kirchen- bzw. Katholikentages.
- Klärung und Anmeldung von ACAT-Gebetszeiten auf Kirchen- bzw. Katholikentagen.
Ansprechpartner für Interessierte ist das Vorstandsmitglied Frank Boungard aus Hildesheim, Tel: 05121 41210, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Auf dem Hamburger Evangelischen Kirchentag besteht in den Tagen vom 01.- 04.05.2013 die Möglichkeit diese Aufgabe kennenzulernen.

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In ACAT-Aktuell Februar baten wir um Ihre Meinung zu unserem Gebetsblatt. Wir erhielten viele positive Reaktionen und Anregungen und möchten uns hier recht herzlich bedanken. Stellvertretend möchten wir die Mitteilung der Kommunität Imshausen, Bebra,  zitieren:

„Am 2. und 4. Freitag jeden Monats haben wir nachmittags um 15 Uhr (Todesstunde Jesu) ein gemeinsames ACAT-Fürbittgebet. Dazu sind die Informationen der DA hilfreich. Fünf Mitglieder unserer Gemeinschaft benutzen für ihr tägliches Gebet die Monatsgebete. Die kurzen Gebete dazu helfen uns. In der sonntäglichen Eucharistiefeier hat das Gebet für die Gefangenen und Gefolterten oft auch einen Platz. Und wir sind froh mit vielen Geschwistern in diesem Gebet verbunden zu sein.“

 

arrow32pxDie universelle periodische Überprüfung UPR (Universal Periodic Review, universelle periodische Überprüfung)

Der UPR ist ein 2007 vom UNO-Menschenrechtsrat geschaffener Mechanismus, der die periodische Bewertung aller UNO-Mitgliedstaaten in Bezug auf die Einhaltung ihrer Verpflichtungen und Zusagen in Sachen Menschenrechte erlaubt. Jedes Jahr werden im Verlauf von drei zweiwöchigen Sessionen 42 Staaten überprüft.
So wird sich die Bundesregierung im April einer öffentlichen Anhörung in Genf den Fragen der UNO-Diplomaten stellen müssen.
Seit seiner Schaffung 2006 gelang es dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen trotz einiger verbesserungswürdiger Schwächen, sich zu bewähren. Da die Staaten Richter und Partei zugleich sind, spielt die Politik stets in ihre Stellungnahmen in Sachen Menschenrechte hinein. Vor dem Rat sind es nämlich nicht Experten, die die Menschenrechtslage eines Staates evaluieren, sondern andere Staaten. Das UPR-Verfahren spiegelt die Situation im Menschenrechtsrat wider, aber es erlaubt immerhin, periodisch die Einhaltung der Menschenrechte in allen UNO-Mitgliedstaaten zu bewerten.
Mit seiner Weigerung, sich der universellen periodischen Überprüfung zu stellen, hat der Staat Israel die Nicht-Zusammenarbeit mit dem Menschenrechtsrat auf die Spitze getrieben. Eine Schwachstelle ist so am 29. Januar 2013 gerissen.
Bereits im Mai 2012 hat der Staat Israel formell angekündigt, seine Zusammenarbeit mit dem Hochkommissariat für Menschenrechte, dem Menschenrechtsrat und den andern Schutzmechanismen zu suspendieren. Folglich hat Israel den für Oktober 2012 fälligen Staatenbericht im Hinblick auf die Überprüfung in der 15. UPR-Session vom Januar 2013 nicht eingereicht und ist zur Überprüfung vom 29. Januar 2013 nicht erschienen.

In seinem Entschluss bedauert der Rat die Nicht-Kooperation Israels, aber die Mitglieder haben sich nicht darauf geeinigt, ob diese als „dauernde Nicht-Kooperation“ gemäß Artikel 38 der Resolution 5/1 zu werten sei oder nicht. Demzufolge bat der Rat seinen Präsidenten, kraft seines Mandats alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um den Staat Israel zu einer Wiederaufnahme seiner Zusammenarbeit mit dem UPR-Mechanismus anzuhalten. Zudem wurde der Ratspräsident beauftragt, der Generalversammlung während der 22. oder 23. Session einen Lagebericht vorzulegen, um Israel seine Verpflichtungen in Erinnerung zu rufen.  (Quelle: ACAT-Schweiz und FIACAT, www.fiacat.org)


arrow32pxProgrammhinweis:

Der Film "The Gatekeepers" (auf Deutsch etwas befremdlich "Töte zuerst"), der während der Berliner Filmfestspiele mit dem "Cinema for Peace Award" als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet und für den Oscar nominiert wurde, wird am 5. März 2013 um 20:15 Uhr auf ARTE und am 6. März um 22:45 Uhr in "Das Erste" gezeigt. Es geht in dem Film um die Arbeit des Israelischen Geheimdienstes und die Fragwürdigkeit der Anwendung von Folter.

 

 

 

 

 

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Aktion Glockenzeichen

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ruft die ACAT dazu auf, ein weithin hörbares akustisches Signal mit einem einminütigem Glockenläuten zu setzen und dies ggf. mit einem geistlichen Impuls zu unterstützen. Lesen Sie dazu einen Brief des Geschäftsführenden ACAT Vorstandes und einen Vorschlag für den geistlichen Impuls.

- Download des Briefes
- Download des Vorschlages

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Seminarbericht in ACAT Aktuell 10/2018

Mitschriften der Vorträge sind jetzt hier verfügbar:

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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