ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Freilassungen und Weiterentwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern / September 2013

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

Sudan: Asma Ahmed
Anwältin

GB Juni 2013
Tschad: Jean Laokolé
Schriftsteller und Menschenrechtler

GB Mai 2013
China: Wang Xiuqing * und ihre Tocher Qin Hailong DA September 2012
Belarus: Zmitser Dashkevich **
führendes Mitglied der demokratischen Jugendorganisation
DA Juni  2011; Nov. 2012 und Mai 2013
GB Nov. 2012 und Mai 2013

*Die beiden Frauen mussten ihre 18 Monate Haft in einem Arbeitslager vollständig ableisten. Sie hatten die Aufklärung des Todes von Wang Xiuqings Ehemann gefordert, der im Gefängnis vermutlich gewaltsam ums Leben gekommen war. Wang Xiuqing und Qin Hailong stehen weiter unter polizeilicher Überwachung. Dennoch haben sie angekündigt, dass sie nach ihrer Freilassung ihren Kampf für die Gerechtigkeit fortsetzen werden.    (Quelle: ai 29.07.13)

**Er hatte seine volle Haftstrafe verbüßt und steht jetzt sechs Monate lang unter präventiver Überwachung. In der Zeit ist es ihm zwischen 20 Uhr und 6 Uhr nicht erlaubt, sein Haus zu verlassen. Er wird die Polizei um Genehmigung bitten müssen, um außerhalb seines Wohnortes oder ins Ausland zu reisen. Er sagt, es gehe ihm gut und er sei bereit, seine politischen Aktivitäten weiterzuführen. Zmitser Dashkevich bedankt sich bei allen, die ihn unterstützt haben.    (Quelle: ai 28.08.13)

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!


Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

RUANDA - Hinweis auf DA Juli/August 2013: Direkt nach der Druckauflage erhielten wir von ai die Nachricht, dass die im Text genannte Journalistin Saidati Mukakibibi bereits freigelassen worden ist. Die E-Mail-Empfänger erhielten umgehend diese Mitteilung.

VIETNAM: Int. VS. am 2.5 und 14.2.2012; 10.01.2013 und GB Februar 2013: Der inhaftierte vietnamesische Blogger Nguyen Van Hai, auch als Dieu Cay oder "das Sprachrohr der Kleinbauern" bekannt, hat nach 38 Tagen seinen Hungerstreik beendet. Ein Vertreter der Volksstaatsanwaltschaft besuchte ihn im Gefängnis und teilte ihm mit, dass die von ihm eingereichte Beschwerde bzgl. der harten Haftbedingungen nun untersucht werde. Nguyen Van Hai verbüßt zurzeit eine zwölfjährige Haftstrafe. (Quelle: ai 6.08.13)

INDIEN: Int. VS am 28.07.2002 und 28.01.2003; GB August 02 und ACAT-Aktuell Juli 2011 und Juli/ August 2013: Nach mehr als 18 Jahren Haft hat der indische Oberste Gerichtshof die Ablehnung der Umwandlung des Todesurteils von Devender Pal Singh Bhullar am 14. April aufrechterhalten. Nun wurde vom indischen Obersten Gerichtshof die Hinrichtung zweier Männer am 21. August, einen Tag vor der geplanten Vollstreckung, gestoppt. Devender Pal Singh Bhullar droht weiterhin unmittelbar die Hinrichtung.   (Quelle: ai 23.8.2013)

PAKISTAN: Int. VS 12.10.12 und GB Nov. 12: Wenn es nach den Taliban gegangen wäre, hätte Malala Yousufzai ihren 16. Geburtstag nie erlebt: Die pakistanische Schülerin wurde im Oktober 2012 lebensgefährlich verletzt. Doch Malala kämpft weiter für ihr Recht auf Schulbildung. Am 12.7.2013 hielt sie vor den Vereinten Nationen in New York ihre erste Rede. "Ich bin hier, um meine Stimme zu erheben für ein Recht auf Bildung für alle Kinder", sagte Malala Yousufzai. "Ich möchte Bildung für die Töchter und Söhne der Taliban, für die Kinder aller Terroristen." Malala betonte in ihrer Rede die Philosophie der Nicht-Gewalt, "die wir von Gandhi und Mutter Theresa lernten. … Selbst wenn sie eine Pistole hätte, würde sie nicht auf den Taliban schießen, der am 9. Oktober auf sie geschossen hatte.“ (Quelle: heute.de)

KOLUMBIEN: Int.VS vom 6.12.12 und DA März 2013: Am 22. August kamen zwei Männer in Bogotá auf den Menschenrechtsverteidiger Danilo Rueda zu. Einer der beiden sagte zu ihm: "Guerillakämpfer. Tod den Mitgliedern von Justicia y Paz." Danilo Rueda ist Mitglied der kirchlichen Menschenrechtsorganisation Comisión Intereclesial de Justicia y Paz. Dieser Morddrohung ging Anfang des Monats der Versuch voraus ein weiteres Mitglied der NGO am Fluss Curvaradó im nordwestlichen Departamento Chocó zu töten. (Quelle: ai vom 23.08.2013)

                                                                                             

ACAT-intern

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Entscheidung des UN-Antifolter-Ausschusses zu Deutschland: Auslieferung trotz diplomatischer Zusicherung mit Anti-Folter-Konvention unvereinbar
Mit seiner jüngsten Entscheidung im Individualbeschwerdeverfahren "Abichou gegen Deutschland" hat der UN-Antifolter-Ausschuss bekräftigt, dass diplomatische Zusicherungen kein geeignetes Mittel sind, um im Falle einer Auslieferung wirksam vor Folter im Zielland zu schützen. … Der Ausschuss stellt in der am 27. Juni 2013 veröffentlichten Entscheidung fest, dass Deutschland durch die Auslieferung des französisch-tunesischen Staatsangehörigen

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Zum ACAT-Seminar am 6. und 7. September 2013 in der Akademie Franz Hitze Haus in Münster/W. unter dem Titel „Ein Gott des Rechts und der Gerechtigkeit – Menschenrechtsarbeit zwischen Mystik und Politik“ laden wir Sie recht herzlich ein. Das Veranstaltungsprogramm mit Anmeldeformular kann in der Geschäftsstelle angefordert oder hier  heruntergeladen werden.

Aus der FIACAT:

Morddrohungen gegen Generalsekretär der ACAT-Kongo


arrow32pxAm 28. Juni 2013 erhielt Michel Kalemba, Generalsekretär der ACAT in der Demokratischen Republik Kongo, eine SMS-Nachricht mit folgender Morddrohung: „Du wirst heute nicht entkommen, da wir wissen, wo du wohnst und wo deine Mutter wohnt. Du arbeitest eifrig im Aburo-Fall und hast uns im Blick, aber wir schlachten dich wie eine Kuh und niemand wird dich heute retten.“
Der Menschenrechtsverteidiger befand sich gerade auf dem Rückweg vom Makala-Zentralgefängnis in der Hauptstadt Kinshasa, wo er als Anwalt an einem Militärprozess teilgenommen hatte. Zwei Tage später wurde auch Michel Kalembas Ehefrau in einer SMS gewarnt, dass er in großer Gefahr sei, sollte er die Verteidigung seines Klienten fortsetzen. Michel Kalemba vertritt in dem Prozess den Militärangehörigen Bayada Aburo. Bayada Aburo war im Februar 2011 verhaftet worden. Er soll vom kongolesischen Geheimdienst gefoltert worden sein, bevor er vor Gericht gestellt wurde. Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, an Attacken auf Militärbasen beteiligt gewesen zu sein.

Nach den Morddrohungen hat die FIACAT umgehend den UN-Sonderberichterstatter zum Schutze von Menschenrechtsverteidigern eingeschaltet. Die ACATs haben ihre Regierungen und deren Botschaften in Kinshasa kontaktiert, um Unterstützung zu erhalten. ACAT-Deutschland informierte den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Markus Löning, über den Fall. Erfreulicherweise haben die Morddrohungen bald aufgehört, sodass Michel Kalemba sein Versteck wieder verlassen konnte. Er hat sofort die Vertretung seines Klienten vor Gericht wieder aufgenommen. In einem Brief ans ACAT-Netzwerk hat die FIACAT-Vorsitzende, Sylvie de Pontual, für die vielfältige und effektive Unterstützung gedankt.

 

arrow32pxKinshasa / Paris, 14. August 2013 – Die internationale Förderation der ACAT und die ACAT der Demokratischen Republik Kongo sind ernsthaft besorgt über Akte der Folter gegen ein weibliches Opfer und die nicht erfolgte strafrechtliche Verfolgung der Täter.
In der Pressemitteilung der FIACAT heißt es u.a. dazu:  „Die Straflosigkeit in der Demokratischen Republik Kongo muss aufhören

Die ACAT der Demokratischen Republik Kongo besuchte am 08. August 2013 ein am 24. Juli 2013 eingeliefertes Folteropfer im chinesisch-kongolesischen Krankenhaus im Stadtteil 7 der Kommune Ndjili in Kinshasa. Frau Julie Lobunda Nolea, Krankenschwester im chinesisch-kongolesischen Krankenhaus, ist Eigentümerin eines Kiosks auf dem Krankenhausgelände. Diese Parzelle soll vom Ortsvorsteher der Kommune Ndjili an Herrn Takataka verkauft worden sein, der sich am 24. Juli vor Ort begab, um den Kiosk zu zerstören.  Frau Lobunda Nolea verlangte eine Erklärung und widersetzte sich. Angesichts dieser Weigerung erschien ein Jeep des Ortsvorstehers der Kommune vor Ort. Mehrere Polizisten begannen unter Leitung des Teamchefs, M. Ngimbi, damit, Frau Lobunda Nolea mit Gewehrschäften zu verprügeln, wobei sie ihr sagten, dass sie stur sei und Herrn Takataka daran hindere, eine Schule zu bauen, die der Allgemeinheit nützlich sei. Frau Lobunda Nolea wurde auf den Jeep geladen und auf die Polizeiwache von Ndjili gebracht, wo sie in  Polizeigewahrsam genommen wurde, ohne dass ein Verhörprotokoll angefertigt wurde. Die Polizisten ließen sie 450.000 Kongo-Francs (370,00 €) bezahlen und nahmen ihr ihr Mobiltelefon ab.   Der medizinische Leiter des Krankenhauses, Dr. Roger Kabango Kasongo, beobachtete die Folter durch das Fenster seines Büros. Er begab sich sofort zur Polizeiwache und forderte die Freilassung von Frau Lobunda Nolea. Der Ortsvorsteher weigerte sich, sie freizulassen. Daraufhin begab sich Dr. Kabango Kasango zum Tribunal de grande instance (Landgericht), wo er ein Gespräch mit dem Staatsanwalt führte. Dieser begab sich daraufhin zur Polizeiwache und ordnete die Freilassung von Frau Lobunda Nolea an, die daraufhin sofort freigelassen wurde. Frau Lobunda Nolea befindet sich aufgrund der Schläge, die ihr von den Vertretern des Gesetzes zugefügt wurden, noch immer im Krankenhaus; sie leidet an sehr starken Rückenschmerzen. In der Nacht des 8. August versuchte ein bewaffneter Unbekannter, in ihr Krankenzimmer einzudringen, wurde aber durch ihre Schreie verjagt. Seit diesem Tag erhalten Frau Lobunda Nolea und der Leiter des chinesisch-kongolesischen Krankenhauses, Dr. Kabango Kasongo, Morddrohungen." (die vollständige Pressemitteilung kann auf der ACAT-Webseite eingesehen werden)

UN-Welttag zur Abschaffung der  Todesstrafe am 10. Oktober 2013
arrow32pxIn ACAT-Aktuell Oktober werden wir das Thema der Worldcoalition: „Stop Crime, Not Lives - Abolish the death penalty now“ aufgreifen. In diesem Jahr liegt der Länderschwerpunkt im Bereich der Karibik. Über die diesjährige Aktion können Sie sich auch unter: www.worldcoalition.org informieren.

 

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.
Anmeldung direkt bei der Katholischen Akademie Schwerte hier.

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier


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