ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Freilassungen und Weiterentwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern / Oktober 2013

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

Israel: Anas Anise Hussein Barghuti*
palästinensische Menschenrechtsanwalt

Int.VS 14.10.2013
Mexiko: Israel Arzate Meléndez**

Int. d. VS 27.06.12
Kambodscha: Yorm Bopha***
Menschenrechtsaktivistin, die sich für Landrechte eingesetzt hat
Int. d. VS 8.12.12, 04.04.13 und 19.06.13

* Er wurde gegen Kaution freigelassen, das Gerichtsverfahren gegen ihn läuft allerdings noch.

**Er ist aber weiterhin in Gefahr, Opfer von Vergeltungsschlägen zu werden. Die Behörden erkennen seine Unschuld nicht an. Ein Richter verfügte in Übereinstimmung mit einer am selben Tag gefassten Entscheidung des Obersten Gerichtshofs seine Freilassung. Das Gericht hatte entschieden, dass der einzige Beweis gegen ihn ein unter Folter erzwungenes "Geständnis" sei und dies gegen internationale Menschenrechtsnormen verstoße. Die für seine Folter Verantwortlichen befinden sich nach wie vor auf freiem Fuß.

***Der Oberste Gerichtshof in Phnom Penh hat ihre Freilassung gegen Kaution und die Wiederaufnahme ihres Verfahrens durch das Berufungsgericht angeordnet.

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Mit dem „Trinitarischen Segen“ möchten wir Ihnen eine besinnliche Zeit des Advents,
ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2014 wünschen

Der Segen des Gottes von Abraham und Sara,
der Segen des Sohnes, von Maria geboren,
der Segen des Heiligen Geistes,
der immer wieder Menschen hellhörig gemacht hat,
der immer wieder Menschen beflügelt hat in der Hoffnung,
dass der Einsatz für das Leben aller Menschen in Würde,
notwendig und lohnend ist,
der Segen des dreieinigen Gottes sei mit uns allen.
Ja, Gott, segne uns und begleite uns wie ein Licht in der Nacht.

Amen

 


Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

TÜRKEI: GB November 2008 Engin Ceber: „Die Männer, die ihn im Oktober 2008 in einem Istanbuler Gefängnis zu Tode prügelten, wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. …Es waren Polizisten und Gefängniswärter, die sich als Herren über Leben und Tod aufführten - so, wie es in der Türkei über Jahrzehnte hinweg Normalität war.“ Der Berufungsgerichtshof der Türkei hat die  lebenslange Haftstrafen gegen zwei Vollzugsbeamte und einen stellvertretenden Gefängnisleiter bestätigt. Mit dieser Entscheidung erhielt erstmals auch ein Vorgesetzter die Höchststrafe, obwohl er persönlich nicht an der Folter beteiligt war.  (Quelle: FAZ 13.11.2013)

BAHRAIN: Herr Dr. Abdel-Jalil Al-Singabe (GB Mai 13) und Herr 'Abdulhadi Al-Khawaja (Int.VS; DA Mai 2011; GB Mai und Oktober 2011) wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Tochter Zainab Al-Khawaja, über die wir bereits mehrmals in ACAT-Aktuell berichtet haben, befindet sich ebenfalls immer noch in Haft.  (Quelle: ai)

 

ACAT-intern                                                                                           

arrow32pxVersandtermine der ACAT-Monatssendungen im ersten Halbjahr 2014
7. Januar - 4. Februar - 4. März - 1. April - 6. Mai

arrow32pxÜber 2500 Unterschriften erreichten unsere ACAT-Geschäftsstelle, um unsere diesjährigen Unterschriftenaktion zur Abschaffung der Todesstrafe in Guatemala der Weltkoalition zum 11. Internationalen Tag gegen die Todesstrafe zu unterstützen. Wir danken Allen, die sich in kleinen Gruppen, in ihrem Bekanntenkreis und in ihren Gemeinden dafür eingesetzt haben. Wir haben die Unterschriften an die Weltkoalition  gegen die Todesstrafe weitergeleitet, damit sie dann an die Behörden von Guatemala überreicht werden können.

arrow32pxTreffen der deutschsprachigen ACATs in Luxemburg vom 25. bis 27. Okt. 2013
Zu einem Austausch trafen sich Vertreter der ACATs aus: Belgien-Flandern, Belgien-französische Gemeinde, Luxemburg, Niederlande, Schweiz, Tschechien und Deutschland.
Zwei Tage lang beschäftigten sie sich mit den Themen: Stärken und Schwächen der europäischen ACATs -
Möglichkeiten gegenseitiger Nutzbarmachung und Zusammenarbeit der einzelnen ACATs.
Insgesamt stellten sich bei allen ACATs ähnliche Fragestellungen heraus. Positiv wurde insbesondere das große Engagement gesehen. Verdeutlicht wurde aber auch, dass Mitarbeiter überlastet sind, da sich die Arbeit oft nur auf wenige Schultern verteilt.
Das gegenseitige persönliche Begegnungen und der Austausch waren sehr fruchtbar und es wurde entschieden, dass es eine europäische ACAT-Gruppe innerhalb der FIACAT geben sollte, die sich nicht nur auf die deutschsprachigen ACATs beschränkt und sich in regelmäßigen Abständen trifft.
Zum Thema Kirchen wurde verdeutlicht, dass die Gründungsidee der ACAT vor allem darauf beruhte, dass die Themen Folter und Todesstrafe gerade für Christen mit der Berufung auf einen Gefolterten und Gekreuzigten originär sind. Die Menschenrechtsarbeit sollte durch die ACAT in die Kirchen bzw. zu den Christen getragen werden. Diese Idee müsse wieder stärker in den Blick genommen werden. Das gelingt offensichtlich teilweise in der Schweiz, bei den anderen ACATs nur bedingt. Eigentlich sollten in jeder christlichen Kirche ACAT- Infos ausliegen. Der Kontakt zu den Kirchenleitungen sollte intensiviert werden.
Gemeinsame Wege zu suchen - besonders Jugendliche anzusprechen - wird als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben gesehen.



Tag der Menschenrechte am 10.12.2013


arrow32px Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember haben wir auf Initiative der FIACAT einen gemeinsamen Appell der ACATs zu den Menschenrechten in Benin, Westafrika, beigefügt. Ausführlich ist dies in der DA Dezember beschrieben und wir bitten Sie um rege Beteiligung. Sollten Sie eine Unterschriftenaktion durchführen wollen, können Sie eine Petitionsvorlage in der Geschäftsstelle anfordern oder von der Homepage herunterladen.


arrow32pxMenschenrechtspreis der Stadt Nürnberg
In einem bewegenden Festakt erhielt Kasha Jacqueline Nabagesera für ihren mutigen Kampf gegen Homophobie in Uganda am 29. September 2013 den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2013. Vor rund 800 Gästen, darunter Mitglieder der internationalen Jury, aus Politik, der Justiz, der Wirtschaft, von den Kirchen und Religionsgemeinschaften, aus der Nürnberger Bürgerschaft und aus verschiedenen Teilen der Welt rief die Preisträgerin zur Achtung der universellen Menschenrechte auf. Sie sagte u.a.: "...Menschenrechte sind keine Geschenke, die einer Gesellschaft gemacht werden. Man muss verstehen, dass es angeborene Rechte sind, die uns als Menschen grundlegend definieren. Wolfgang Bentrup


arrow32pxManfred Nowak, erhielt am 18. 11. 2013 den Menschenrechtspreis der Universität Oslo.
Zur Bereitschaft die Aufgabe des UN-Sonderberichterstatters über Folter von 2004 bis 2010 zu übernehmen äußert er in einem Interview:„Weil es letztlich um die Würde des Menschen geht. Menschenrechte werden meistens über ihre Verletzung wahrgenommen. Aber in Wirklichkeit stehen dahinter die Grundwerte unseres menschlichen Zusammenlebens: Gegenseitiger Respekt, Freiheit, Gleichheit, Würde. Es geht also um das Positive.
Das ausführliche Interview finden Sie unter http://diepresse.com/home/leben/mensch/1490000/print.do

 

Menschenrechtsbericht der FIACAT und ACAT-Burundi

arrow32pxAm 18. Oktober 2013 hat sich Burundi dem Fakultativprotokoll zum Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (OPCAT) angeschlossen. Das ist ein sehr wichtiger Schritt zur Verhinderung der Folter in Jugendstrafanstalten im Land, da nun regelmäßige Besuche in den Strafanstalten durch unabhängige internationale und nationale Beobachter stattfinden können. FIACAT und ACAT Burundi haben sich bei den burundischen Behörden dafür eingesetzt, das Protokoll zu ratifizieren.

 

Alternativer Nobelpreis geht erstmals nach Palästina

arrow32pxDer Anwalt Raji Sourani ist der erste Palästinenser, der diese Auszeichnung erhält. Er setzt sich seit mehr als 35 Jahren für die Menschenrechte in Palästina und der arabischen Welt ein. Als prominentester Menschenrechtsanwalt im Gaza-Streifen hat Sourani das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte gegründet, um Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten zu untersuchen und zu dokumentieren. Er hat viele Opfer vor israelischen Gerichten vertreten. Der 60-Jährige wurde selbst auch mehrfach verhaftet - und zwar von israelischen oder palästinensischen Behörden. Von ihm stammt das Zitat: „Harte Zeiten drängen dazu, entweder aufzugeben oder den Herausforderungen unerschrocken entgegenzutreten. Als Repräsentanten von Opfern haben wir kein Recht aufzugeben. Unsere Pflicht ist es, den Herausforderungen zu begegnen, Träumer zu sein im Angesicht der Tragödie und den Kampf für Gerechtigkeit weiterzuführen."  (Quelle Spiegel.de)

 

 

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Aktion Glockenzeichen

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ruft die ACAT dazu auf, ein weithin hörbares akustisches Signal mit einem einminütigem Glockenläuten zu setzen und dies ggf. mit einem geistlichen Impuls zu unterstützen. Lesen Sie dazu einen Brief des Geschäftsführenden ACAT Vorstandes und einen Vorschlag für den geistlichen Impuls.

- Download des Briefes
- Download des Vorschlages

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Seminarbericht in ACAT Aktuell 10/2018

Mitschriften der Vorträge sind jetzt hier verfügbar:

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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