ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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März 2014

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

Mexiko: Luis Adrian Figueroa
14 Jahre
GB Dezember 2012 und
Februar 2014

 Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 
Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

BAHRAIN: Mehrere Male berichteten wir 2013 in ACAT-Aktuell über Zainab Al-Khawaja, sie wurde nun zum wiederholten Mal zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt. Ihr Vater, Herr 'Abdulhadi Al-Khawaja (Int.VS; DA Mai 2011; GB Mai und Oktober 2011) wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. Gegen sie ist noch ein weiteres Gerichtsverfahren wegen "Beleidigung eines Polizeibeamten" anhängig, das am 5. Februar beginnen soll. Hintergrund für diese Anklage ist, dass Zainab Al-Khawaja eine Mitgefangene verbal verteidigte, als diese von einer Gefängnisaufsicht am 22. Juni 2013 im Frauengefängnis in 'Issa Town südlich von Manama beleidigt und erniedrigt wurde.

IRAN: GB Februar 2013: Die beiden Lehrer Hashem Sha'bani Amouri und Hadi Rashidi, beide Angehörige der arabischen Minderheit der Ahwazi, wurden Ende Januar hingerichtet. Mohammad Ali Amouri, Sayed Jaber Alboshoka und Sayed Mokhtar Alboshoka befinden sich nach wie vor im Karoun-Gefängnis, wo sie einmal wöchentlich von ihren Familien besucht werden dürfen. Sie sind weiterhin in Gefahr hingerichtet zu werden.                      

CHINA: DA 24/12 Dez. 2013 ACAT- Aktuell Februar 2014 Robert Rother: Frau Rother bedankt sich für die Briefe und Aufmerksamkeiten, die sie als Familie und speziell für Robert bekommen haben. Der Anwalt, der Anfang Februar Robert im Gefängniskrankenhaus besuchte, berichtete, dass er über die Briefe sehr gerührt war. Erst nach der Berufungsverhandlung, etwa in einem Jahr, wird er in ein anderes Gefängnis verlegt und kann dann vielleicht einmal im Monat Besuch erhalten. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes steht das Konsulat mit der Familie in Kontakt. Briefe von Ihnen an Robert Rother werden von uns weiter geleitet.


ACAT-intern                                                                                           

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Termin zum Vormerken – auch für Eltern, Kinder und Jugendliche
Vom 19. bis 21.September 2014 findet in der Katholischen Akademie in Schwerte unser diesjähriges ACAT- Seminar zum Thema Menschenwürde – auch hinter Gittern statt. Die gute Nachricht für Familien: Für Jugendliche und Kinder ab ca. 8 Jahren (jüngere Kinder auf Anfrage) bieten Isabelle (Schauspielerin) und Michael Schweitzer - selbst langjährige Mitglieder der ACAT - ein Kreativ-Programm an. Mit Pantomime, Rhythmen und Spielen wollen wir ausdrücken, was wertvoll in uns ist, und wie wir mit alltäglichen Verletzungen umgehen.
Auch Teile des „Erwachsenenprogramms“ sind geeignet und wir wollen ein tolles gemeinsames Wochenende verbringen. Eine Einladung für Kinder und Jugendliche steht in Kürze auf unserer Homepage zur Verfügung! Da das Kinder- und Jugendprogramm gut vorbereitet werden muss, würden wir uns freuen, wenn Sie möglichst bald uns mitteilen würden, ob Kinder an diesem Seminar teilnehmen wollen.

 

 arrow32pxInformationen der Geschäftsstelle:
Zwischenzeitlich haben wir alle Abbuchungsaufträge auf das neue Sepa-Verfahren umgestellt. Eine entsprechende Information werden wir Anfang Februar mit den Spendenbescheinigungen für das Jahr 2013 versenden. Wir danken allen Mitgliedern und Freunden recht herzlich für Ihren Einsatz und ihr Gebet sowie die finanziellen Zuwendungen, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre.  
Unsere vielen Vorhaben - im Jubiläumsjahr und darüber hinaus - bedürfen auch weiterhin der Finanzierung. Vielerlei Kosten sind in den letzten Jahren gestiegen. Die Mitgliedsbeiträge sind jedoch in den vergangenen 20 Jahren stabil geblieben. Es besteht inzwischen Bedarf unsere Einnahmen den Ausgaben anzupassen.
Wenn Sie es ermöglichen können, bitten wir Sie, ACAT durch Spenden, freiwillige Beitragserhöhung oder anlässlich von „runden Geburtstagen o.ä.“ zu bedenken.
F. Boungard, Schatzmeister

 

arrow32pxBei der Vorbereitung der Mitgliederversammlung ist ihre Unterstützung willkommen. Es müssen Aufgaben verteilt und ein neuer Vorstand gewählt werden. So freuen wir uns über Vorschläge von Personen, die sich für eine Aufgabe als Vorstandsmitglied oder als MitarbeiterIn interessieren.


arrow32pxIn den nächsten Ausgaben von ACAT-Aktuell möchten wir auf die Lage der Menschen in Gefängnissen hinweisen, um uns thematisch auf das Seminarthema „Menschenwürde – auch hinter Gittern“ vorzubereiten.
Ÿ Im Jahre 2011 haben wir im Gebetsblatt Februar, August und Oktober auf das Schicksal von Leonard Peltier, der mittlerweile über 38 Jahren im Gefängnis in den USA verbringt, aufmerksam gemacht. Leonard Peltier hat ein Leben lang für die Rechte der indigenen Bevölkerungen in den USA gekämpft.
Unter der Überschrift: Vernichtung statt Strafe kommentiert Ilija Trojanow in der taz: „Das sind zehn Jahre mehr als Nelson Mandela. Es ist ein unvorstellbar langer Aufenthalt in der Hölle, dessen Grauen wir nicht einmal erahnen können, denn nur wenige Menschen haben eine derart lange Freiheitsberaubung überlebt. Als wäre dies nicht Strafe genug, wird Peltier immer wieder zusätzlich sanktioniert, keine Telefonate, eine Mahlzeit am Tag, Einzelhaft, zu der er immer wieder verurteilt wird - wegen Anschuldigungen (nicht genehmigter Besitz von Geld oder Beschädigung von Staatseigentum), die jeglicher Grundlage entbehrten (solche Strafen sprechen die Gefängnisbeamten eigenmächtig aus). The Hole heißen im Knastslang die berüchtigten Isolierzellen aus Stahlbeton, 1,80 x 2,40 m groß, ohne Fenster, ohne Wasser und mit minimaler Frischluftzufuhr. Peltiers Gesundheit ist inzwischen schwer angegriffen.“  (Quelle: taz 19.02.2014)


arrow32pxGebetsblätter: Immer wieder kommt es vor, dass uns ACAT-Mitglieder auf ganz bestimmte Menschenrechtsverletzungen hinweisen. In den letzten Monaten z.B. auf die bekannt gewordenen Folter-Fälle auf dem Sinai in Ägypten, die schrecklichen Morde in Zentralafrika oder jetzt wieder in Nigeria. Wir geben diese Hinweise, für die wir uns ganz herzlich bedanken, immer weiter an diejenigen im Vorstand, die für das Gebetsblatt und die Dringlichkeitsaktionen verantwortlich sind. Allerdings: unsere Ressourcen sind begrenzt. 10 bis 12 Fälle können wir ins Gebetsblatt aufnehmen, zwei Fälle pro Monat werden zu DAs verarbeitet. Eine Auswahl zu treffen ist nicht leicht. Wir versuchen, dem Prinzip treu zu bleiben: „ACAT interveniert weltweit – unabhängig von Staatszugehörigkeit, Religion und Weltanschauung der Verfolgten“.
Gleichzeitig handelt es sich bei allen unseren Veröffentlichungen im Gebetsblatt um Textvorschläge, die jederzeit nach eigenen Vorstellungen verändert werden können.

arrow32pxNun erreichte uns eine Bitte um eine Brieffreundschaft. Im Rahmen der nächtlichen Gebetswache beteten wir für Francis Bauer Harris, der sich seit Oktober 1997 in einem Todestrakt in Pennsylvania befindet. Weitere Informationen und die Anschrift erhalten Sie in der Geschäftsstelle oder unter http://www.nuitdesveilleurs.fr/-Opfer,31-.

 

Aus der FIACAT:

arrow32pxDie FIACAT hat eine Ständige Vertretung bei den europäischen Institutionen.
Lionel Grassy übernimmt in Brüssel als ständiger Vertreter seit 2013 dort die Aufgaben der FIACAT.
Im Rahmen der Konferenz „Assises de la Justice“, (Europäisches Forum über die künftige Justizpolitik der EU) die am 21. und 22. November 2013 stattfand, konnten NGOs, unter anderem auch die FIACAT, Diskussionsbeiträge einzelner europäische ACATs einbringen. Unter dem Diskussionspunkt 5 (Grundrechte) wurden die Anliegen der ACATs von Deutschland, Belgien und Frankreich vorgetragen.
Jede dieser ACATs trug gewisse Elemente bei, um auf die Anwendung der Grundrechte in den Bereichen Asyl, Freiheitsentzug und grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung zu antworten.

 

arrow32pxACAT unterstützt die Herausgabe der deutschen Übersetzung der Autobiografie von: Pater Michael Lapsley
In einem Mail bedankt sich Barbara Budrich (Verlag): Es würde mich sehr freuen, Sie und weitere ACAT-Engagierte auf der kleinen Deutschlandtour mit Father Michael begrüßen zu dürfen.“ Die bisher bekannten Termine finden Sie in ACAT-Aktuell Februar. Nun steht auch der Termin in Berlin: Montag, 10.3.2014, 19.00 Uhr in der Südafrikanischen Botschaft!
http://www.acat.lu/informer/textes-de-reference/article/die-geschichte-von-michael-lapsley             

 

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Aktion Glockenzeichen

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ruft die ACAT dazu auf, ein weithin hörbares akustisches Signal mit einem einminütigem Glockenläuten zu setzen und dies ggf. mit einem geistlichen Impuls zu unterstützen. Lesen Sie dazu einen Brief des Geschäftsführenden ACAT Vorstandes und einen Vorschlag für den geistlichen Impuls.

- Download des Briefes
- Download des Vorschlages

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Seminarbericht in ACAT Aktuell 10/2018

Mitschriften der Vorträge sind jetzt hier verfügbar:

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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