ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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März 2014

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

Ägypten: Alaa Abdel Fattah
Blogger und Galionsfigur der säkularen ägyptischen revolutionären Jugend

GB Jan. 2014
Int: VS 1.12.2013 und 18.03.2014
Japan: Iwao Hakamada
46 Jahre verbrachte er in der Todeszelle frei -
bis sein Fall neu verhandelt wird.

DA Okt. 2008
Nächtliche Gebetswache 2009 GB Okt. 2012
Mexiko: Víctor M. M. Rentería
Gustavo M. Rentería
Noé Fuentes Chavira
Rogelio Amaya Martínez
Ricardo Fernández Lomelí

Int: VS 30.10.12
Pakistan: Masud Ahmad (72) GB Jan. 2014


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!


ACAT-intern                                                                                           

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„Menschenwürde – auch hinter Gittern“ - unter dieser Überschrift steht das Seminar der Kath. Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit ACAT vom 19. bis 21. September 2014.
Das Seminar beleuchtet die Situation in deutschen, afrikanischen und südamerikanischen Gefängnissen. Fachleute werden ihre Eindrücke schildern. Am Sonntagvormittag wird Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert in einem Festvortrag grundsätzliches zum Thema „Menschenrechte als Aufgabe der Christen“ vortragen.Ein besonders attraktives Programm für Kinder mit Spiel – Entspannung – Pantomime – Infos – Malen ist eingeplant. Eine ausführliche Einladung mit vollständigem Programm und Anmeldeformular wird z.Zt. gedruckt und wird mit der nächsten Sendung verschickt. Auf unserer Web-Seite, www.acat-deutschland.de, finden Sie in Kürze nähere Informationen. Anmeldung ist möglich über die Web-Seite der Katholischen Akademie Schwerte: www.akademie-schwerte.de

 arrow32pxZur Karfreitagsaktion (DA März 2014: Elfenbeinküste) gingen uns zwischenzeitlich viele Petitionsbriefe ein. Sie können auch weiterhin Briefvordrucke und Petitionslisten anfordern oder von unserer Homepage herunterladen und uns bis zum 15.04.2014 zusenden. Auf http://www.acat-deutschland.de/ gibt es die Möglichkeit die Petition online zu unterzeichnen.
In diesem Zusammenhang möchten wir noch besonders auf die Lage der Menschen in den Gefängnissen der Elfenbeinküste aufmerksam machen. Aus unserer Dringlichkeitsaktion März, Elfenbeinküste, möchten wir hier noch einmal zitieren: „In den Gefängnissen herrschen besorgniserregende Zustände: Überbelegung, Mangelernährung, mangelnde Hygiene, zusammen mit Erwachsenen inhaftierte Minderjährige, Untersuchungshäftlinge und Verurteilte, die gleich behandelt und in denselben Zellen untergebracht werden. Die gesetzlichen Fristen der Untersuchungshaft werden selten eingehalten und der Polizeigewahrsam dauert im Durchschnitt 60 Tage und nicht, wie das Gesetz vorschreibt, 48 Stunden.“

arrow32pxÄgypten: Todesstrafe - ACAT hat energisch beim Botschafter Ägyptens gegen die Verhängung der Todesstra­fe an mehrere hundert Menschen nach einem extrem zweifelhaften Prozess protestiert. Wir haben den Botschafter gebeten, sich für die Abschaffung der Todesstrafe in Ägypten einzusetzen.

 

25-jähriges Jubiläum der ACAT-Gruppe Essen/Hattingen

arrow32pxEin Lied für die Hoffnung sangen die Mitglieder der Gruppe mit ihren zahlreichen Gästen im ökumenischen Got­tes­dienst am Freitag, 14. März in der St. Barbara-Kirche in Byfang.
Die ehemalige Vorsitzende von ACAT Deutschland Magdalena Marx, deren Hoffnungswort verlesen wurde, brachte es für die Intention der Arbeit dieser Menschenrechtsgruppe auf den Punkt: „Wenn wir bei unserer Arbeit von Hoffnung reden, meinen wir immer zwei Seiten: Unsere Hoffnung und die Hoffnung der Gefangenen. Deren Leid ist größer, ihr Leid ist schwerer als unseres. Das müssen wir uns klar machen, wenn wir mal mutlos werden. Wir sind ihre Hoffnung!“
In seiner Begrüßung zum Gottesdienst sprach Pater Thomsen von der Dankbarkeit für das Engagement der Gruppenmitglieder und für jeden auch noch so kleinen Erfolg ihrer Arbeit.

Auf die Worte des Apostels Paulus im Römerbrief ging Pfr. i.R. Manfred Rompf ein: Seid fröhlich in der Hoffnung und geduldig in Bedrängnis. Im Gebet könne Ver­bindung aufgenommen werden zu Gott, der allen zur Seite steht, und in der Ruhe des Gebetes können sich Ideen entwickeln, wie Hilfe geleistet werden kann. Jedes Gebet für einen Gefangenen oder Verfolgten und für seine Familie, aber auch jedes Gebet um Einsicht für die Täter und Folterer hat seinen Sinn. Das Wissen darum gibt denen, die verfolgt oder gefangen sind, Hoffnung, die lebensrettend sein kann. So folgen wir dem Beispiel Jesu, der sich immer für Gerechtigkeit eingesetzt hat und selbst einen ungerechten Prozess und einen Foltertod erlitt. Die Seligpreisungen habe Jesus nicht für das Jenseits gesprochen, sondern für das heute. Es gibt jeden Tag Gründe, sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Und bereits die Sehnsucht nach Gerechtigkeit und die Arbeit dafür macht ein Leben glücklich und erfüllt. Für die Mitarbeiter bei ACAT ist es schwer, immer wieder von Verfolgung und Folterung zu hören, aber es macht glücklich von Freilassungen oder fairen Prozessen zu hören. Und diese Rückmeldungen gibt es immer wieder. So rief er den engagierten Menschen zu: Ihr seid wichtig, auf Euch kommt es an.
In den Fürbitten nahmen die Mitglieder des Vorbereitungsteams dann auch ganz konkrete Schicksale auf: So wurde deutlich: Sie alle haben ein Gesicht, ein Schicksal und Hoffnungen.
Nach dem Gottesdienst erging die Einladung ins Gemeindeheim. Es wandten sich 4 Festredner an die zahlreichen Gäste.
Zunächst sprach Wolfgang Bentrup, Vorsitzender der ACAT-Deutschland, seinen Dank für die Durchhaltekraft an die Gruppe Essen/Hattingen aus aber auch die Bitte, nicht nachzulassen. „Das Jetzt zählt. Der Mensch, der jetzt Unterstützung und Hilfe braucht, lebt jetzt. Und hier gibt es Menschen, die Christsein nicht nur in der Sonntagsmesse leben, sondern jeden Tag. Ganz bescheiden, so wie die eigenen Kräfte es zulassen, aber hartnäckig und wirksam.“
Pfr. i.R. Dr. Klaus Kohl, Pfarrer von St. Barbara in der Gründungszeit von ACAT, erzählte von den Anfangszeiten: Sein erster Impuls damals sei gewesen: Wie sollen wir in dieser kleinen Gemeinde, die schon viele Kreise und Aktionen hat, noch so eine Gruppe gründen und so eine Arbeit stemmen können? Der zweite Impuls aber war - auch begründet aus Erfahrungen in Jugendpastoral und Religionsunterricht: Wie können wir das Gesicht der Kirche, das beschmutzt ist mit Ereignissen aus der Geschichte von Inquisition, Hexenverbrennung (allein in Byfang wurden 3 Frauen als Hexen verbrannt) und Erfahrungen aus der Nazizeit, verändern. „Wir müssen eine Kirche sein, die nicht nur Glocken hat und Sonntagsmessen feiert, sondern die Stimme erhebt und Ungerechtigkeit anprangert. Der Rückhalt aus der Gemeinde und auch die Unterstützung durch seine Nachfolger sei nicht stark gewesen“, so Kohl, und „so sei es ein besonderes Verdienst der Gruppe, immer noch aktiv und tatkräftig zu sein in Aktion und Gebet.“
Für den Rat der Stadt Essen sprach Christoph Kerscht den Dank der Stadt aus. Als engagierter Christ, tätig für Misereor und die DPSG, erläuterte er sein politisches Motto: Global denken und lokal handeln. Bei der Diskussion über Standorte von Flüchtlingsunterkünften in Essen sei es erschreckenderweise weniger um Menschen als um Kosten, Miss­brauch von Sozialleistungen und Ausgrenzung gegangen. Obwohl wir doch in Deutschland froh sein könnten, Flücht­linge menschenwürdig unterbringen zu können und so unseren Beitrag zu einer gerechteren Welt zu leisten.
Dr. Hans-Werner Thönnes, als Vertreter des Bistums Essen, erinnerte an Kardinal Bernadin aus Chicago, der das nahtlose Gewand Christi, von dem das Johannesevangelium berichtet, zum Symbol für die Ethik der Kirchen machte. Alles um­fassen, nicht teilbar sein, vom Anfang – bei der Haltung gegen Abtreibung – bis zum Ende – für die Vermeidung von Umweltzerstörung, gegen Atomkraft und für die Abschaffung der Todesstrafe. Ohne das Zeugnis von ACAT würde der Kirche wesentliches fehlen, auch wenn dieses Zeugnis auch in der Kirche oft zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. „Nicht schweigen, Name und Ansehen von Verfolgten bewahren, durch das, was Sie dafür tun, zeigt, dass Einsatz in der Welt nahtlos sein kann und alle umfassen.“
Es hört nicht auf – und die ACAT-Gruppe, der sich hoffentlich weitere Frauen und Männer, Junge und Ältere anschließen, hoffentlich auch nicht. Die vollständige Fassung des Textes und die Gottesdienstvorlage zum Thema: Hoffnung finden Sie auf unserer Homepage oder kann in der Geschäftsstelle angefordert werden.


arrow32pxMissio-Kampagne für Handys ohne Blut
Mit einer Unterschriftenkampagne appelliert das katholische Hilfswerk Missio an mehrere Mobilfunkhersteller, Transpa­renz beim Kauf von Rohstoffen aus der Demokratischen Republik Kongo herzustellen. Seit mehr als zehn Jahren ist bekannt, dass der illegale Handel mit dem für die Handy- und Computerproduktion unverzichtbaren Rohstoff  Coltan die Kriegskassen von Rebellen im Ostkongo füllt. Dennoch haben zahlreiche Konzerne noch immer Schwierigkeiten, nachzuweisen, dass ihre Lieferketten frei von Coltan aus der Hand der Milizen sind.
Unter: www.missio-hilft.de/de/aktion/schutzengel/fuer-familien-in-not-weltweit/saubere-handys/ finden Sie Informationen zur Kampagne und eine online-Petition.
Der kongolesische Erzbischof François-Xavier Maroy fordert: „Wenn man weiß, dass man Coltan verwendet oder kauft, für das eine ganze Dorfgemeinschaft niedergemetzelt worden ist, dann muss uns das zum Umdenken bringen“.
Wir möchten Ihnen eine Teilnahme nicht zuletzt deswegen nahelegen, weil wir regelmäßig von der ACAT-Kongo über die brutalen Menschenrechtsverletzungen im Zuge des Bürgerkriegs informiert werden und deren Mitglieder aufgrund ihrer Recherchen selbst wiederholt ins Visier der Bürgerkriegsparteien geraten sind.

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Father Michael Lapsley zu Gast in Deutschland
Stellvertretend für die vier Besuchstermine in Deutschland, in denen Father Michael Lapsley seine Biographie mit dem Titel: „Mit den Narben der Apartheid: Vom Kampf für die Freiheit zum Heil traumatischer Erinnerung“ vorstellte, zitieren wir ein ACAT-Mit­glied, das über den Besuch in der Botschaft der Republik Südafrika berichtete: „Seinen Kampf mit den Erinnerungen an das durchgestandene Leid nennt er eine „Reise“ mit dem Ziel der inneren Heilung. Versöhnung und Heilung sind möglich, wenn das Erzählen über die Traumata Raum bekommt. Darum gründete er das „Institut for Healing of Memories “ und hält seit Jahren workshops für Kriegsveteranen, Folter- und Vergewaltigungsopfer…“
Die deutschsprachige Biographie kann in unserer Geschäftsstelle zum Preise von 19,90€ angefordert werden.

 

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.
Anmeldung direkt bei der Katholischen Akademie Schwerte hier.

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier


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