ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News Mai 2014

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Mai 2014

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

Türkei: Muharram Erbey*
Menschenrechtsanwalt
GB April 2010 Int. VS: 25.03.10, 06.10.11, 18.01.12, 17.04.12 und 12.06.12

Türkei: Doğan Erbaş;  İbrahim Bilmez;
Ömer Güneş;  Mehmet Bayraktar; Cengiz Çiçek; Muharrem Şahin;
Emran Emekçi; Sebahattin Kaya; Hatice Korkut RechtsanwältInnen
Cengiz Kapmaz Journalist

Int. VS: 3.7.2013
Sudan: Magdi Saleem (67) Rechtsanwalt GB Nov. 2013

* Er wurde nach über vier Jahren aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Verfahren gegen ihn läuft allerdings noch.

 
Dank sei Gott! – Gott sei Dank!




Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern


SWASILAND: Int: VS 18.03.2014: Der Menschenrechtsanwalt Ruki Thulani Rudolf Maseko und  der Journalist Bheki Makhubu wurden am 6. April frei gelassen. Beide wurden jedoch wieder erneut in Haft genommen.

PAKISTAN: GB April 2013: Der Christ Sawan Masih wurde wegen Blasphemie zum Tod verurteilt. Sein Anwalt, Naeem Shakir, kündigte Berufung an. Selbst die Generalstaatsanwaltschaft habe die Ermittlungsfehler der Polizei bemängelt. Ursprüngliche Zeugenaussagen seien im Sinne der Anklage nachgebessert worden, so der Anwalt. (Quelle: kna und http://de.radiovaticana.va/articolo.asp?c=786201)

ÄGYPTEN: ACAT-Aktuell April 2014: 491 von 528 Todesurteilen wurden am 28. April in lebenslange Haftstrafen um­ge­wandelt. Die Rücknahme der Mehrheit der Todesurteile scheint eine Reaktion auf die Kritik aus Ägypten und dem Ausland zu sein. In einem zweiten Massenprozess innerhalb von fünf Wochen hat am gleichen Tag ein ägyptisches Strafgericht in Minya weitere 683 Menschen nach einem, im höchsten Maße unfairen Verfahren, zum Tode verurteilt. (Quelle: ai)

 


ACAT-intern                                                                                           

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Katholikentag 2014 in Regensburg
Herzliche Einladung zum ACAT-Morgengebet am Freitag, 30. Mai 2014 um 8:00 Uhr in der evgl. Neu­pfarrkirche Regensburg. Unter dem Leitspruch "Öffne deinen Mund für den Stummen" (Spr 31,8) - Gebet für bedrohte Menschen weltweit - werden im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes Fürbitten aus dem aktuellen Gebetsblatt vorgetragen.
Das Morgengebet vorbereitet haben Domdekan Dr. Christoph Kohl, Speyer, und der Vorsitzende von ACAT-Deutschland, Wolfgang Bentrup.
Anschließend besteht die Möglichkeit, sich über die Anliegen der ACAT zu informieren. In diesem Jahr werden wir nicht mit einem eigenen Stand vertreten sein.

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ACAT Karfreitagskampagne - Dringlichkeitsaktion März 2014: Elfenbeinküste
Wir freuen uns, dass wir mit 819 Unterschriften die Karfreitagsaktion der ACAT-Schweiz und ACAT-Elfen­bein­küste unterstützen konnten. Die Unterschriften haben wir zwischenzeitlich in die Schweiz gesandt.
Die europaweit gesammelten Unterschriften werden dem Botschafter der Elfenbeinküste in der Schweiz übergeben. Die in der Elfenbeinküste gesammelten Unterschriften werden vom Vorsitzenden der dortigen ACAT, Paul Angaman, und dem Apostolischen Nuntius dem Präsidenten des Landes übergeben.
Im Namen der ACAT Elfenbeinküste drückte Paul Angaman seine tiefe Dankbarkeit gegenüber dem ACAT-Netzwerk aus.
Zeitgleich mit der international lancierten Karfreitagskampagne beklagen ACAT-Elfenbeinküste und die FIACAT Einschränkungen der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen.

Der „Zusammenschluss der ivorischen Zivilgesellschaft“ (CSCI) hatte für den 27. Februar 2014 ein Seminar unter dem Titel „Die Zivilgesellschaft vor der Herausforderung ihrer Unabhängigkeit“ vorgesehen. Ein Polizeitrupp hat ihnen dies jedoch verwehrt – nach Angaben des Kommissars auf Anweisung des Innenministeriums. Paul Angaman, der auch Leiter des Organisationskomitees des CSCI ist, äußerte dazu: „trotz der Präsenz von Repräsentanten der französischen Botschaft, der Europäischen Union, der Gemeinschaft der westafrikanischen Staaten und sogar des Justizministeriums und obwohl keine öffentlichen Unruhen zu befürchten waren, wurden wir Zeugen eines Polizeiaufgebots, das eindeutig die Versammlung verhindern sollte.“
FIACAT und ACAT-Elfenbeinküste erinnern daran, dass Artikel 11 der Verfassung der Elfenbeinküste aus dem Jahr 2000 die Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit garantiert. Sie fordern, dass MenschenrechtsverteidigerInnen ihrer Arbeit ohne Furcht vor Repressalien nachgehen können.
Die Zivilgesellschaft wird dringend benötigt, um den Versöhnungsprozess in dem Bürgerkriegsland fortzusetzen.

 

arrow32pxACAT-Seminar zum Thema Menschenwürde – auch hinter Gittern 19. bis 21.September 2014
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich möglichst bald anmelden. Gerne senden wir Ihnen das Kinderprogramm, das auch auf der Homepage zu finden ist, per Post zu. 

 
arrow32pxDie nächtliche Gebetswache zum internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer wird in diesem Jahr in der Nacht vom 26. auf den 27. Juni unter dem Leit­wort: "Selig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit" Die Seligpreisungen in Matthäus 5,1–12 stattfinden.
Wir freuen uns, wenn Sie sich durch Gebet, Aktion und Eintragung ins Internet beteiligen können. Die Homepage: http://www.naechtlichegebetswache.com/ wird Anfang Mai zugängig sein. Auch können Sie diese Materialien in der Geschäftsstelle anfordern.
Sollten Sie eine Gebetswache oder einen Gottesdienst planen, dann bitten wir sie, uns zu informieren, damit wir dies auf unserer Homepage und im nächsten ACAT-Aktuell veröffentlichen können.


arrow32pxVersandtermine der ACAT-Monatssendungen im zweiten Halbjahr 2014
3. Juni – Doppelsendung Juli/August am 1. Juli – 2. September – 30. September – 4. November – 2. Dezember   

 

arrow32pxZum „Freiheits- und Demokratiefest“ veranstaltet das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. in Kooperation mit dem Staatstheater Cottbus vom 28. Juni – 12. Juli Open Air Vorführungen von Beethovens Oper Fidelio im Hof der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus. Mit Beethoven und seinem Werk verbindet sich die Vorstellung unbedingten Eintretens für Menschenrechte und für die Freiheit des Individuums. Das gilt in besonderem Maße für die Oper Fidelio, deren Stoff auch 200 Jahre nach der Uraufführung nichts von seiner Dringlichkeit verloren hat. Weitere Informationen finden Sie unter:
 http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/projekte/buehne_und_bewegung/fidelio_im_zuchthaus_cottbus.html

 

arrow32pxIn Vorbereitung unseres Seminars „Menschenwürde – auch hinter Gittern“ möchten wir auf die Lage der Menschen in Gefängnissen hinweisen.
In Deutschland gibt es „keine Anhaltspunkte für Folter“. Das stellt die Nationale Stelle für die Verhütung von Folter in ihrem Jahresbericht 2013 fest. Allerdings fanden die Kontrolleure zahlreiche Missstände bei der Unterbringung von Menschen in „staatlichem Gewahrsam“ fest. Schwerpunktthema war diesmal die Abschiebehaft. Beispielhaft stellen wir Ihnen in diesem Monat den Bericht des Jesuiten Flüchtlingsdienstes vor.
Syrische Flüchtlinge in Deutschland: Gefesselt von einem Gefängnis ins andere
Obwohl niemand an der Schutzbedürftigkeit syrischer Flüchtlinge zweifelt, treffen JRS-Seelsorger viele in der Abschiebungshaft. Die europäische Asylverordnung „Dublin III“ macht es möglich.
Der junge Familienvater erträgt es nicht, eingesperrt zu sein. Im Polizeigewahrsam hatte er seinen Kopf immer wieder gegen die Wand geschlagen, schlafen kann er in der Abschiebungshaft nur mit Hilfe von Schlaftabletten. Er war auf dem Weg von Österreich nach Schweden zu seiner Frau und seinem neugeborenen Baby, als er von der Bundespolizei wegen des fehlenden Visums festgenommen wurde.
Wochenlang musste er in der Haft abwarten, bis die Kompetenzstreitigkeiten zwischen Österreich, Deutschland und Schweden geklärt waren. Noch rigider reagierte die Polizei in Sachsen, die syrische Flüchtlinge sogar gefesselt von Dresden in das Abschiebegefängnis in Berlin bringen ließ. Es ist eine kleine Formulierung in der neuen europäischen Asylverordnung „Dublin III“, die auflistet, unter welchen Bedingungen die Inhaftierung von Asylsuchenden im Ausnahmefall doch erlaubt sein soll. Zum Beispiel bei „erheblicher Fluchtgefahr“. Mit dieser Floskel wird begründet, warum unschuldige Menschen, die ohne Visum nach Deutschland geflohen sind, am Ende in Deutschland gefesselt von einem Gefängnis ins andere gebracht werden. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst argumentiert seit Jahren, dass die Befürchtung, Asylsuchende würden untertauchen und müssten deshalb in Haft genommen werden, widersinnig ist: Im Gegenteil suchen sie die Zusammenarbeit mit den Behörden, von denen sie sich die Bearbeitung und Anerkennung ihres Asylanspruchs erhoffen. Auch das Rostocker Amtsgericht lässt häufig Flüchtlinge in die Abschiebungshaft bringen, weil sie ohne Visum nach Deutschland gekommen sind und ihr Aufenthalt daher illegal sei. Dahinter steckt ein Teufelskreis: Denn Deutschland erteilt keine Visa zum Zwecke der Asyl-Antragstellung. Deshalb kommen inzwischen praktisch alle syrischen Flüchtlinge, die sich selbst nach Deutschland durchgeschlagen haben (häufig auf dem Weg zu Verwandten), erst einmal ohne gültige Aufenthaltspapiere hier an. …
Menschen, die aus dem Krieg zu uns fliehen, gehören weder grundlos gefesselt noch ins Gefängnis.“

(Quelle: Jesuiten Flüchtlingsdienst Info Brief April 2014 http://www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de/images/pdf/jrs_infobrief_april_2014.pdf)

 

 

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Freilassungen 2017

Die Zusammenstellung der Freilassungen 2017 erfüllt uns wieder mit großer Dankbarkeit und zeigt uns andererseits wie wichtig es ist, in unserer Arbeit und im Gebet nicht nachzulassen.


ACAT Jugendflyer

Der neue ACAT-Jugendflyer ist ab sofort zum Download verfügbar.


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ACAT auf dem Katholikentag 2018 in Münster:

Wie schon sehr häufig, wird die ACAT auch in diesem Jahr wieder auf dem Katholikentag in Münster vertreten sein. Einmal mit einem Stand auf der Kirchenmeile und zum anderen mit einem Morgengebet am 11.05. Weitere Einzelheiten zum Auftritt der ACAT werden in Laufe der nächsten Wochen bekannt und entsprechend kommuniziert. Auf jeden Fall freuen wir uns jetzt schon auf Ihren Besuch!

Der Katholikentag findet statt vom 09. - 13.05.2018 in Münster, mehr Informationen dazu unter https://www.katholikentag.de/