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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News November 2014

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November 2014

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

BURUNDI: Pierre-Claver Mbonimpa *
Menschenrechtsaktivist

DA und GB Sept. und
Okt. 2014
MYANMAR: Thaw Zin
Menschenrechtsaktivist

Int.VS 13.02.14
MYANMAR: Phyu Hnin Htwe Menschenrechtsaktivistin

Int.VS 09.10.14 
MYANMAR: Kyaw Hla Aung  (74) **
Menschenrechtler
Int. VS 30.07.13

 

* Er wurde per Gerichtsbeschluss vorläufig aus der Haft entlassen, die Anklage gilt weiterhin.

**  Kyaw Hla Aung wurde entlassen, weil seine noch zu verbüßende Haftstrafe weniger als sechs Monate beträgt. Er ist offenbar in sehr schlechter gesundheitlicher Verfassung.


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!


Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

BAHRAIN: Das Reiseverbot von Frau Maryam Al-Khawaja, deren Freilassung wir in ACAT-Aktuell Oktober  2014 September vermeldet haben, wurde aufgehoben. Sie hat daraufhin Bahrain verlassen. Die Anklage wurde je­doch nicht fallen gelassen. Der Prozesstermin wurde auf den 5. November anberaumt.

BAHRAIN: Der Leiter des Menschenrechtszentrums von Bahrain, Nabeel Rajab, dessen Freilassung wir in ACAT-Aktuell Juli/August 2014 vermeldet haben, wurde wieder inhaftiert. Er ist der "öffentlichen Diffamierung von staatlichen Einrichtungen" angeklagt worden. Seine Haftanordnung wurde verlängert.

GAMBIA: Imam Baba Leigh: GB Jan. 13; DA Jan. 13 und Int. VS 25.02.13
Genitalverstümmelung unvereinbar mit Islam
Imam Baba Leigh, Gegner der Todesstrafe und engagierter Aktivist gegen die Genitalverstümmelung, hat seine Heimat Gambia verlassen und lebt nun in den USA im Exil. Im Mai 2013 kam er nach fünf Monaten illegaler Haft an einem geheimen Ort wieder frei. Der Imam setzt seinen Einsatz für die körperliche Unversehrtheit von Frauen und Mädchen fort. In einem Interview mit „The Guardian“ erklärte er, dass die Genitalverstümmelung nicht vom Islam unterstützt werden könne: „Die Praxis ist kulturell, sie ist traditionell, es ist eine tief verwurzelte Kultur, aber sie ist nicht religiös.“ Imam Baba Leigh musste selbst erleben, dass seine Schwester im Alter von 29 Jahren an den Folgen der Genitalverstümmelung starb.
Wie bereits berichtet, ist diese grausame Praxis nicht nur in Afrika, sondern auch in Indonesien und anderen Ländern Asiens weit verbreitet. Wir möchten daher noch einmal an den Aufruf der Frauenrechtsorganisation „terre des femmes“ erinnern, eine online-Petition an die indonesische Regierung zu unterstützen:
http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/unser-engagement/aktivitaeten/6-februar/unterschriftenaktion-fgm

PAKISTAN: Malala Yousufzai, Kinderrechtsaktivistin, Int. VS 12.10.12; GB Nov. 12 und ACAT-Aktuell Sept.13: Für ihren Einsatz wurde ihr nun gemeinsam mit Kailash Satyarthi, INDIEN: Int. VS 9.7.2004: der Friedensnobelpreis 2014 verliehen. Herr Satyarthi hat mit großem Mut viele friedliche Demonstrationen und Proteste angeführt, die sich gegen die Ausbeutung von Kindern richteten.

BANGLADESH: Adilur Rahman Khan, Int. VS 27.08.2013 und GB Okt. 2013: Der Generalsekretär der Menschen­rechtsorganisation Odhikar, wurde im Oktober mit dem Martin Ennals Award geehrt.

TSCHAD: Jacqueline Moudeïna, Int. VS 18.02.08: Ihr wurde von Human Rights Watch 2014 der “Alison Des Forges Award for Extraordinary Activism” für ihre Bemühungen, Tschads ehemaligen Diktator Hissène Habré für Gräueltaten zur Verantwortung zu ziehen und seinen Opfern Gerechtigkeit zukommen zu lassen, ausgezeichnet.


ACAT-intern
                                                                                     



 arrow32pxSeminar „Menschenwürde – auch hinter Gittern“ in Schwerte
Uns liegen zwischenzeitlich Dokumente des Seminars vor, die Sie in der Geschäftsstelle anfordern können:

  • Rede des Bundestagspräsidenten Herrn Prof. Dr. Lammert
  • Grußwort von Dr. Daniel Legutke - Deutsche Kommission Justitia et Pax
  • Grußwort von Frau Dr. Gabriela Sierck zu 30 Jahre ACAT
  • FIACAT Lionel Grassy: „Der Einsatz für die Gefangenen: Ein Beispiel aus der Arbeit für die

Menschenrechte im westlichen Afrika“
Wir freuen uns über die Aussagen von Papst Franziskus, die das Thema unseres Seminars zum Inhalt haben:
„Er empfing eine Delegation der Internationalen Vereinigung von Strafrechtlern. … Der Papst (ging) auf die einzelnen Probleme des heutigen Strafrechts ein und warnte vor dessen Missbrauch. Auch in Europa sind Probleme im Strafvollzug nicht unbekannt. So gelten etwa die Zustände in vielen … Gefängnissen aufgrund von Überfüllung als menschenunwürdig. Franziskus erinnerte: „Es geht darum, dass auch die Würde jener respektiert wird, die im Gefängnis sitzen. Dieses Konzept verbinde ich mit der lebenslänglichen Haftstrafe: Im Vatikan haben wir im Strafgesetz diese Art von Strafe abgeschafft. Denn die lebenslängliche Haftstrafe ist eine versteckte Todesstrafe.“
Zugleich kritisierte er …, dass die Todesstrafe weiterhin auf „dem ganzen Planeten“ angewendet werde. Aus katholischer Sicht sei diese Praktik nicht hinnehmbar. Dagegen spreche unter anderem, dass die Justiz sich irren könne, und totalitäre Regime oder Diktaturen sie missbrauchten, um politischen Widerstand zu unterdrücken und religiöse und kulturelle Minderheiten zu verfolgen.
Weiter warnte er vor einem Missbrauch der Untersuchungshaft: „Die Untersuchungshaft ist heute – wenn sie als verfrühte Strafe vor der Verurteilung missbraucht wird oder als Maßnahme gegenüber einem mehr oder weniger Verdächtigten angewandt wird – eine Art illegale versteckte Strafe, die nur den Anschein von Legalität hat. Und das ist besonders in einigen Ländern ein schlimmes Problem, wo sich über 50 Prozent der Inhaftierten in Untersuchungshaft befinden. Das verschlimmert die Lage der Gefängnisse, die dadurch unnötig überfüllt werden.“
Franziskus sprach sich insgesamt für menschenwürdige Haftbedingungen in Haftanstalten aus.“ (rv/kna 23.10.2014 mg)

Derzeit unterstützt das Deutsche Auswärtige Amt auf Vermittlung der deutschen ACAT ein FIACAT-Projekt zur Verbesserung der Haftbedingungen in den beiden westafrikanischen Ländern Benin und Elfenbeinküste.

 

arrow32pxMenschenrechte – nicht nur hinter Gittern, sondern auch in Einrichtungen für Flüchtlinge!
Auf die kürzlich bekannt gewordenen Fälle von Misshandlungen an Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen haben wir mit einem Brief an den NRW-Innenminister Jäger reagiert. ACAT forderte die Landesregierung auf, effektiv für einen wirksamen Schutz der Flüchtlinge zu sorgen. Eine Antwort haben wir noch nicht erhalten.

 arrow32pxUN-Welttag zur Abschaffung der Todesstrafe am 10. Oktober 2014
Bisher erreichten uns in der Geschäftsstelle viele Petitionsbriefe und Unterschriftenlisten zur Dringlichkeitsaktion Japan. Wir freuen uns darüber. Bis zum 15. November können sie uns weiterhin Briefe und Petitionslisten zusenden



Aus der FIACAT

arrow32pxMali: Seminar der FIACAT gegen Todesstrafe
Vom 29. bis 30. September 2014 haben FIACAT und ACAT-Mali in der Hauptstadt Bamako ein Seminar über die Abschaffung der Todesstrafe durchgeführt. Unter den 20 Teilnehmern waren auch Journalisten und weitere Vertreter der Zivilgesellschaft sowie religiöse und traditionelle Führer, Mitglieder der malischen Menschenrechtskommission und des Parlaments. In Mali befürwortet die Mehrheit der Bevölkerung die Todesstrafe. Die Seminarteilnehmer haben ihre Argumente erörtert und dabei vor allem festgestellt, dass der Verzicht auf Hinrichtungen nicht mit Straflosigkeit gleichbedeutend ist und dass die Schriften des Islam und des Christentums das Leben und Vergebung befürworten.
In Mali wurde seit 1980 die Todesstrafe nicht mehr vollstreckt. Vier Jahre später trat ein Hinrichtungsmoratorium in Kraft. Eine gesetzliche Abschaffung der Todesstrafe wurde bisher jedoch nicht erreicht.

 arrow32px40 Jahre ACAT-France
Am 15. November 2014 feiert ACAT-France ihr 40-jähriges Bestehen. Sie begehen die Feier in Paris mit einem ökumenischen Gottesdienst, Vorträgen, runden Tischen und enden am Abend mit einem großen Konzert.
ACAT-Deutschland wird durch ein Vorstandsmitglied vertreten sein und gratuliert herzlich zu diesem Jubiläum.

Näheres finden Sie unter: http://www.acatfrance.fr/public/c328-int-web.pdf

 

 


 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Freilassungen 2017

Die Zusammenstellung der Freilassungen 2017 erfüllt uns wieder mit großer Dankbarkeit und zeigt uns andererseits wie wichtig es ist, in unserer Arbeit und im Gebet nicht nachzulassen.


ACAT Jugendflyer

Der neue ACAT-Jugendflyer ist ab sofort zum Download verfügbar.


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ACAT auf dem Katholikentag 2018 in Münster:

Wie schon sehr häufig, wird die ACAT auch in diesem Jahr wieder auf dem Katholikentag in Münster vertreten sein. Einmal mit einem Stand auf der Kirchenmeile und zum anderen mit einem Morgengebet am 11.05. Weitere Einzelheiten zum Auftritt der ACAT werden in Laufe der nächsten Wochen bekannt und entsprechend kommuniziert. Auf jeden Fall freuen wir uns jetzt schon auf Ihren Besuch!

Der Katholikentag findet statt vom 09. - 13.05.2018 in Münster, mehr Informationen dazu unter https://www.katholikentag.de/