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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News Juli/August 2015

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Juli/August 2015

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

Nigeria: Moses Akatugba DA Mai 2014, GB Sept. 2014


Moses Akatugba bedankt sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihren Einsatz:
"Ich bin überwältigt. Ich danke Amnesty International und seinen Aktivistinnen und Aktivisten für die große Unterstützung, die mir geholfen hat, aus dieser Situation gestärkt hervorzugehen. In meinen Augen sind die Mitglieder und Aktivistinnen und Aktivisten von Amnesty International Heldinnen und Helden. Ich verspreche, dass ich mich für die Menschenrechte einsetzen und anderen helfen werde."


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!



Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

ÄGYPTEN: Int. VS 15.02.2015: Die Menschenrechtlerin und Anwältin Azza Soliman, Gründerin des NGO Center for Egyptian Women's Legal Assistance, sowie 16 weitere Personen, die AugenzeugInnen der Tötung einer friedlich Demonstrierenden geworden waren, wurden am 23. Mai vor einem Gericht in Kairo von dem Vorwurf des illegalen Protestierens freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hat Rechtsmittel gegen den Freispruch eingelegt. Die erste Anhörung sollte am 13. Juni stattfinden, wurde aber wieder verschoben. Bei einer Verurteilung könnten den Männern und Frauenbis zu fünf Jahre Haft drohen. (Quelle ai)

ÄGYPTEN: Int. VS 23.2.2015, 30.05.2015 und 2.6.2015: Die Menschenrechtsanwältin Mahienour El-Massry, der Journalist Youssef Shaaban und der politische Aktivist Loay El-Kahwagy wurden am 31. Mai von dem Berufungsgericht für Ordnungswidrigkeiten im Bezirk El-Raml in Alexandria zu Haftstrafen von je 15 Monaten verurteilt. Sie können gegen dieses Urteil Rechtsmittel eingelegen. Ihr Rechtsbeistand gab gegenüber Amnesty International jedoch an, dass der Richter die Gründe für das Urteil bisher nicht verkündet hat. (Quelle ai)

BAHRAIN: Int.VS 10.09.2014 und 25.09.2014 und ACAT-Aktuell März 2014, Oktober 2014, Dez. 2014 und Jan. 2015: In mehreren Verfahren wurde Zainab Al-Khawaja zu über 5 Jahren Haft verurteilt. Nun wurde das Rechtsmittelverfahren, das am 15.6. begann auf den 13. 9. vertagt. Bedingt durch die im Februar 2014 Verschärfung der Strafen drohen ihr nun bis zu 7 Jahren Haft. (Quelle ai)

ANGOLA: GB Mai 2015: Über die Freilassung des Menschenrechtsanwaltes Arão Bula Tempo haben wir bereits in ACAT-Aktuell Juni berichtet. Der Menschenrechtler José Marcos Mavungo befindet sich jedoch weiter im Gefängnis von Cabinda (Cadeia Cicil de Comarca de Cabinda), da die Ermittlungen in seinem Fall noch nicht abgeschlossen sind. Gegen beide Männer ist in separaten Fällen wegen "die Staatssicherheit gefährdender Straftaten" Anklage erhoben worden. Bei einem Schuldspruch würden ihnen zehn bis 15 Jahre Haft drohen. (Quelle ai)

MAROKKO: GB Mai 2015: In einem Rechtsmittelverfahren wurde das Urteil gegen den marokkanischen Journalisten Hicham Mansouri wegen "Beteiligung am Ehebruch" bestätigt. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener. Das Gerichtsverfahren entsprach jedoch nicht den internationalen Standards. Das Gericht habe die Argumente der Verteidigung ohne Erklärung zurückgewiesen und keine ZeugInnen der Verteidigung zugelassen. (Quelle ai)

SAUDI-ARABIEN: DA 3/2015; Int. VS 11.6.2015: Der Oberste Gerichtshof von Saudi-Arabien hat das Urteil von zehn Jahren Haft und 1000 Stockhieben gegen den Blogger Raif Badawi bestätigt. Nun besteht die unmittelbare Gefahr, dass der Blogger erneut öffentlich geschlagen wird. (verschiedene Quellen)

SYRIEN: 3 Int. VS und GB April 2015: Die inhaftierten Aktivisten Hani al-Zitani, Hussein Gharir und Mazen Darwish hätten am 1. Juni einem Gericht vorgeführt werden müssen. Die drei Männer erschienen jedoch nicht. Ihr Aufenthaltsort ist nicht bekannt, und es besteht die Gefahr, dass sie gefoltert und anderweitig misshandelt werden. (Quelle ai)
Außer Landes geschmuggelte Fotos, die von internationalen Experten für echt befunden und kürzlich im UNO-Hauptquartier in New York wurden, zeigen die menschenverachtenden Haftbedingungen in Syrien. Ein Journalist fasst die erschreckenden Berichte über die Behandlung von Gefangenen zusammen, in dem er schreibt: „Die Gefangenen sehnten sich jeden Tag nach dem Tod – um nicht mehr leiden zu müssen und diesem Grauen zu entkommen.“ (Quelle taz)

VIETNAM: Int. VS 2.5.2012 und 5.10. 2012, 10.1.2013 und GB Nov. 2012 und Febr. 2013: Ta Phong Tan ist am 13. Mai in den Hungerstreik getreten, um gegen ihre Behandlung im Gefängnis zu protestieren. Die Bloggerin leistet derzeit eine zehnjährige Haftstrafe ab. Sie soll sehr schwach sein und sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand befinden. (Quelle ai)

 


ACAT-intern:

arrow32pxACAT beim Evangelischen Kirchentag in Stuttgart
„Wir schwitzen für die Menschenrechte“, so fasste es ein Standbetreuer am 3. Tag des evangelischen Kirchentags zusammen. Insgesamt 10 ACAT-Mitglieder betreuten den Stand auf dem Markt der Möglichkeiten, jeweils in 2-3stündigen Schichten zu zweit. Zwischen Amnesty International und der IGfM war ein sehr ansehnlicher Stand aufgebaut worden, an dem kompetente Ansprechpartner über die gerade aktuelle Petition, die Dringlichkeitsaktion oder ganz allgemein über die Arbeit der ACAT informierten. Dr. Wolfgang Schramm, der mit einem kleinen Team den ACAT Auftritt organisiert hat, schreibt in einer Mail an die Beteiligten u.a.: „Wir leben in unserer Arbeit zwar nicht von Zahlen, es ermutigt aber zu sehen, dass 316 Unterschriften für die Petition an den Regierungschef von Luxemburg zusammengekommen sind und 26 Briefe an den Präsidenten von Usbekistan geschickt werden konnten. Nochmals allen ein herzliches Dankeschön, dass Ihr/Sie trotz der extremen Temperaturen im Zelt, durchgehalten habt und wir auf diesen Einsatz zufrieden zurück schauen können und ihn als Ermutigung nehmen können, in der Arbeit fortzufahren, uns für die Abschaffung der Folter, Einhaltung der Menschenrechte und ganz konkret für persönliche Schicksale von betroffenen Menschen einzusetzen.“
Zusammen mit Amnesty International wurde auch wieder das Politische Nachtgebet unter der Überschrift „Sinti, Roma, Minderheiten – sei solidarisch“ gestaltet. In seiner Predigt sprach der Ratspräsident der Evangelischen Kirche in Deutschland Bischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm auch unser Grundanliegen an. Wörtlich sagte er:Wenn die Frage, ob die Not bedrängter Menschen überwunden werden kann, von politischen Weichenstellungen abhängt, dann können wir gar nicht anders als das auf unsere persönliche Frömmigkeit gegründete Hilfshandeln in politisches Engagement münden zu lassen. Denn nur so können wir wirksam helfen. Die individuelle und die politisch-strukturelle Ebene unseres Handelns sind so untrennbar miteinander verbunden, dass niemand sie auseinanderreißen kann.“ Die Predigt des Ratspräsidenten finden Sie auf unserer Homepage oder können Sie in der Geschäftsstelle anfordern.
Die Kollekte (959,55 Euro) ging an das Folteropferzentrum Ulm. 

                                                                                     

arrow32pxDringlichkeitsaktion 10/15 EUROPÄISCHE UNION: Die von ACAT-Luxemburg initiierte Petition unter dem Titel „Mit Folter spielt man nicht“ haben wir mit weiteren europäischen ACATs mitgetragen. Beim Treffen der europäischen ACATs in Brüssel konnten wir an ACAT-Luxemburg 2796 Unterschriften überreichen. Dort wurde zusätzlich ein gemeinsamer Brief verfasst, der von allen teilnehmenden ACATs unterzeichnet wurde. Am 29. Juni wird dieser mit über 10 000 Unterschriften der Regierung in Luxemburg übergeben.
Wir danken allen, die sich für diesen wichtigen Appell engagiert und so zu dem guten Erfolg beigetragen haben.
Einen Artikel mit Fotos zur Übergabe kann man auf der Webseite der ACAT-Luxemburg finden (franz.): http://acat.lu/

 
arrow32px11. bis 12. Sept. 2015: „Tu den Mund auf für die Stummen (Spr 31,8) Für die Menschenrechte eintreten und ihre Verteidiger schützen“. Ein Teil unserer Empfänger der Monatssendung erhält einen Flyer für die Tagung im Franz Hitze Haus in Münster. Das genaue Programm finden Sie aber auch auf unserer Homepage oder können es bei uns anfordern. Wenn Sie sich zu dieser Tagung anmelden wollen, können Sie in der Geschäftsstelle die Anmeldeunterlagen anfordern.


arrow32pxErklärung des Beauftragten für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe zum Internationalen Tag des Folteropfers
Zum Internationalen Tag des Folteropfers erklärte Christoph Strässer, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe:
„Meist unbemerkt von den Augen der Weltöffentlichkeit werden tagtäglich unzählige Menschen auf der Welt Opfer von Folter. Folter ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern weitverbreitet und wird in vielen Ländern routinemäßig und zum Teil sogar systematisch angewandt.
Gefoltert wird nicht nur in Polizeigewahrsam oder in Gefängnissen, zum Beispiel um Geständnisse zu erpressen. Wenn Patienten in medizinischen oder psychiatrischen Einrichtungen auf unzureichender Grundlage für unzurechnungsfähig erklärt und gegen ihren Willen und unter Anwendung von Zwang behandelt oder „ruhig gestellt“ werden, kann es sich ebenfalls um Folter oder folterähnliche Praktiken handeln. Folteropfer gibt es daher in vielen Ländern der Welt auch in Krankenhäusern oder in der Psychiatrie und sogar in Flüchtlingsunterkünften, Alten- oder Kinderheimen. Dies gilt nicht nur für Diktaturen oder Entwicklungsländer, sondern zum Teil auch für demokratische und entwickelte Staaten.
Die internationale Gemeinschaft muss noch große Anstrengungen unternehmen, um Folter in all ihren Ausprägungen auszumerzen. Ein wichtiger Schritt hierzu wäre, dass endlich alle Staaten die UN-Konvention gegen Folter und ihr Zusatzprotokoll ratifizieren und umsetzen. Wichtig ist insbesondere auch, dass Folteropfer umfassend betreut und unterstützt werden. Dazu gehört auch eine konsequente strafrechtliche Verfolgung der Täter.“
(Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Meldungen/2015/150625_Tag_des_Folteropfers.html?nn=344866)

 

 

 

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Freilassungen 2017

Die Zusammenstellung der Freilassungen 2017 erfüllt uns wieder mit großer Dankbarkeit und zeigt uns andererseits wie wichtig es ist, in unserer Arbeit und im Gebet nicht nachzulassen.


ACAT Jugendflyer

Der neue ACAT-Jugendflyer ist ab sofort zum Download verfügbar.


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ACAT auf dem Katholikentag 2018 in Münster:

Wie schon sehr häufig, wird die ACAT auch in diesem Jahr wieder auf dem Katholikentag in Münster vertreten sein. Einmal mit einem Stand auf der Kirchenmeile und zum anderen mit einem Morgengebet am 11.05. Weitere Einzelheiten zum Auftritt der ACAT werden in Laufe der nächsten Wochen bekannt und entsprechend kommuniziert. Auf jeden Fall freuen wir uns jetzt schon auf Ihren Besuch!

Der Katholikentag findet statt vom 09. - 13.05.2018 in Münster, mehr Informationen dazu unter https://www.katholikentag.de/