ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Oktober 2015

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

MYANMAR: Zaw Win
Menschenrechtler

Intervention des Vorstandes: 02.09.14
ÄGYPTEN: Yara Sallam und Sanaa Seif
Menschenrechtlerinnen
Interventionen des Vorstandes: 28.06.14; 10.07.14; 18.09.14 ACAT-Aktuell Febr. 2015

PHILIPPINEN: Temogen Sahipa Cocoyâ Tulawie
Menschenrechtler
Interventionen des Vorstandes: 19.01.12; 27.03.13

 


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!



Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

ÄGYPTEN: In ACAT-Aktuell Februar und März 2015 veröffentlichten wir die Freilassung der Al-Jazeera-Journa­listen: Peter Greste, Mohamed Fahmy und Baher Mohamed. Am 29. August hat nun ein Gericht in Kairo die Journalisten wegen "Verbreitung falscher Nachrichten" und "Arbeiten ohne Genehmigung" zu 3 Jahren Haft verurteilt. Nach der Urteilsverkün­dung wurden Fahmy und Mo­hamed erneut in Gewahr­sam genommen. Peter Greste wurde in Abwesenheit verurteilt. (Quelle: ai)

ANGOLA: GB Mai 2015 und ACAT-Aktuell Juni 2015: José Marcos Mavungo, Mitglied der 2006 verbotenen Menschenrechtsorganisation Mpalabanda wurde nun zu 6 Jahren Haft verurteilt. "Die Verurteilung von José Marcos Mavungo ist politisch motiviert und ist das jüngste Beispiel der Unterdrückung der Meinungsfreiheit und der eklatanten Missachtung der Menschenrechte in dem Land", sagte Muluka Miti-Drummond, Regional Advocacy Director im südlichen Afrika Litigation Centre. (Quelle: frontline defender)

ASERBAIDSCHAN:
DA Mai 2015 und ACAT-Aktuell Juni 2015: Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte hat Aserbaidschan aufgefordert, Repressalien gegen Journalisten und andere Vertreter der Zivilgesellschaft zu beenden. Zugleich verlangte Said Raad al-Hussein in Genf die Freilassung der am 1. September zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilten investigativen Journalistin Khadija Ismayilova sowie aller anderen inhaftierten Regimekritiker. (Quelle: APA/dpa)



ACAT-intern:

arrow32pxAm Sonntag, 11.10.15, findet ein Gemeindegottesdienst, mitgestaltet durch die ACAT, um 10 Uhr in St. Barbara Byfang zum aktuellen Thema: „Flüchtlinge“ statt. Die Gottesdienstvorlage finden Sie hier

arrow32pxACAT-Seminar in Münster, Akademie Franz Hitze Haus - 11. bis 12. Sept. 2015: „Tu den Mund auf für die Stummen (Spr 31,8) Für die Menschenrechte eintreten und ihre Verteidiger schützen“.
Das sehr gut besuchte Seminar war höchst informativ und regte zu lebhaften Diskussionen zu den einzelnen Referaten an. Auch fand in den Pausen ein intensiver Austausch unter den Mitglieder der ACAT und teilnehmenden Gästen statt.
Dipl.-Theologe Michael Meyer von Missio, Aachen, stellte in seinem Eingangsreferat zum Thema der Tagung eine Verbindung zwischen den Bibeltexten und dem Auftrag, sich in die Politik einzumischen, her.
Weihbischof Dieter Geerlings, Münster, sprach am Abend über das spannungsgeladene Verhältnis zwischen katholischer Kirche und den Menschenrechten.
Im dritten Referat erklärte Dr. Theodor Rathgeber vom Forum Menschenrechte, Kassel, wer eigentlich als Verteidiger von Menschenrechten gilt, was ihr Mandat ist und auf welche internationalen Vereinbarungen sich Menschenrechtler berufen können.
Prof. Dr. Joseph Emmanuel Seemampillai vom Global Tamil Forum in Rosendahl/Münster berichtete über seine persönlichen Erfahrungen als Menschenrechtsverteidiger in Sri Lanka.
Am Samstagnachmittag stellte Christoph Strässer, MdB, SPD, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechte im Auswärtigen Amt fest, dass Menschenrechtsarbeit weltweit zunehmend erschwert wird. Er nannte als Beispiel Länder wie Aserbaidschan, Afghanistan, Russland, China, Mexiko. Er berichtete über die Aktivitäten der Bundesregierung, um MR-Verteidiger zu schützen, etwa die Stellen der MR-Beauftragten in den Botschaften der EU und Deutschland.
Einen ausführlicheren Bericht finden Sie hier auf unserer Homepage oder kann in unserem Büro angefordert werden.


13. Welttag gegen die Todesstrafe, 10. Oktober 2015

 
arrow32pxDie Weltkoalition gegen die Todesstrafe beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema: „Mit der Todesstrafe lässt sich der Drogenhandel nicht ausrotten“. Bitte unterstützen Sie unsere aktuelle Dringlichkeitsaktion Vietnam. Weitere Hintergrundinformationen zur Kampagne finden Sie auf unserer Homepage und unter http://www.worldcoalition.org/worldday.html. Unsere Plakate zum Thema Todesstrafe und die Hintergrundinformationen können Sie auch in der Geschäftsstelle anfordern.

arrow32pxPapst fordert Abschaffung der Todesstrafe
Vor der Reise des Papstes in die Vereinigten Staaten hat die FIACAT in einem Brief an den Papst darum gebeten, dass die Abschaffung der Todesstrafe unbedingt angesprochen werden müsse. Umso mehr freuen wir uns über dessen klares Bekenntnis zur Abschaffung der Todesstrafe.
Papst Franziskus kritisierte vor dem Kongress in Washington die Todesstrafe und führte dazu aus:
„Erinnern wir uns an die goldene Regel: »Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen« (Mt 7,12). … (Sie) erinnert uns auch an unsere Verantwortung, menschliches Leben in jedem Stadium seiner Entwicklung zu schützen und zu verteidigen.
Diese Einsicht hat mich von Anfang meines Dienstes an dazu geführt, mich auf verschiedenen Ebenen für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe einzusetzen. Ich bin überzeugt, dass dieser Weg der Beste ist, denn jedes Leben ist unantastbar, jeder Mensch ist mit einer unveräußerlichen Würde begabt, und die Gesellschaft kann aus der Rehabilitation derer, die aufgrund von Verbrechen verurteilt sind, nur Nutzen ziehen. Vor kurzem haben meine Mitbrüder im Bischofsamt hier in den Vereinigten Staaten ihren Aufruf zur Abschaffung der Todesstrafe erneuert. Ich unterstütze sie nicht nur, sondern ich ermutige auch alle, die davon überzeugt sind, dass eine gerechte und notwendige Bestrafung niemals die Dimension der Hoffnung und das Ziel der Rehabilitierung ausschließen darf.“ (Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2015/09/24/papstrede_im_kongress/1174329#)

arrow32pxDas Deutsche Institut für Menschenrechte trägt zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte in Deutschland und durch Deutschland bei. Es setzt sich dafür ein, dass Menschenrechte bei innen- und außenpolitischen Entscheidungen berücksichtigt und internationale Menschenrechtsabkommen in Deutschland umgesetzt werden. Das Institut ist als gemeinnütziger Verein organisiert. Derzeit hat der Verein 64 Mitglieder u.a. auch ACAT-Deutschland. Im Juli 2015 wurde die Unabhängigkeit des Instituts durch ein Bundesgesetz gesichert. ACAT-Deutschland hat sich durch mehrere Briefe dafür eingesetzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Institutes sind auch für uns sehr hilfreiche Gesprächspartner. http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/startseite/

arrow32pxForum Menschenrechte ist ein Zusammenschluss von mehr als 50 in der Menschenrechtsarbeit aktiven Nichtregierungsorganisationen, darunter auch ACAT-Deutschland. Das Forum Menschenrechte hat sich am 23. September 2015 mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier getroffen und vor allem auf die Verantwortung der Bundesregierung für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik hingewiesen. Grundsätzlich wurde von uns gefordert, dass Menschenrechte zum Leitprinzip deutscher Außenpolitik gemacht werden sollten. In der konkreten Situation heute müsse auf nationaler wie europäischer Ebene legale Zugänge für Schutzsuchende und solidarische Wege bei der Aufnahme der Flüchtlinge geschaffen werden. Im Blick auf die Gestaltung der bilateralen außenpolitischen Beziehungen zu einer Reihe von Staaten kritisierte das Forum, dass Menschenrechte dem Interesse der Stabilität untergeordnet würden. Langfristig zahle sich dieses nicht aus, da so der Boden für neue Konflikte und Fluchtursachen geschaffen würden. Konkret benannt wurden z.B. die Beziehungen zu Saudi Arabien, aber auch zu Usbekistan und Kasachstan, Länder, die auch wir immer wieder in Dringlichkeitsaktionen oder im Gebetsblatt im Blick haben. Weitere Informationen zu diesem Treffen finden sie unter: http://www.forum-menschenrechte.de/1/aktuelles/pressemitteilungen/menschenrechte-mssen-leitprinzip-deutscher-aussenpolitik-werden.html

 

 

 

 

 

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Aktion Glockenzeichen

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ruft die ACAT dazu auf, ein weithin hörbares akustisches Signal mit einem einminütigem Glockenläuten zu setzen und dies ggf. mit einem geistlichen Impuls zu unterstützen. Lesen Sie dazu einen Brief des Geschäftsführenden ACAT Vorstandes und einen Vorschlag für den geistlichen Impuls.

- Download des Briefes
- Download des Vorschlages

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Seminarbericht in ACAT Aktuell 10/2018

Mitschriften der Vorträge sind jetzt hier verfügbar:

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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