ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home Aktuell ACAT-News März 2017

ACAT-News März 2017

Drucken

März 2017

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

ALGERIEN: Journalist Hassan Bouras

Int. VS 25.10.2015
SUDAN: Pastor Kuwa Shamal A. Zumam DA 12/2016

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen

arrow32pxSudan
Kuwa Shamal A. Zumam wurde am 2. Januar vom Gericht freigesprochen, nachdem die Staatsanwaltschaft nicht genügend Beweismaterial zur Aufrechterhaltung der Anklagen beibringen konnte. Petr Jezek wurde am 29. Januar zu lebenslanger Haft verurteilt. Hassan A. Kodi und Abdulmonem Abdumawla erhielten jeweils eine zwölfjährige Haftstrafe.
Ein Gericht wies den Fall Kuwa Shamal A. Zumam aufgrund mangelnder Beweise am 2. Januar 2017 zurück.
Ein Gericht in Khartum verhängte am 29. Januar hohe Haftstrafen gegen Petr Jezek, Hassan A. Kodi und Abdulmonem Abdumawla. Petr Jezek erhielt eine lebenslange Haftstrafe und eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 14.600 Euro. Er wurde der "Spionage" nach Paragraf 53 des Strafgesetzbuchs von 1991 schuldig befunden. Hassan A. Kodi und Abdulmonem Abdumawla wurden wegen "Beihilfe zu einer Straftat" gemäß Paragraf 26 des Strafgesetzbuchs von 1991 zu jeweils zwölf Jahren Haft verurteilt. Quelle: Amnesty International

arrow32pxSudan
Im Sudan wurden die Anklagen gegen Al Hassan Kheiry, Arwa Elrabie und Imany-Leyla Raye, drei Mitglieder der Menschenrechtsorganisation Centre for Training and Human Development in Sudan fallen gelassen. Sie waren im Februar 2016 verhaftet, aber im Mai 2016 gegen Kaution wieder freigelassen worden. Gegen Khalafalla Al-Afif Mukhtar, den Leiter der Organisation, und Midhat A. Hamdan, einen weiteren Mitarbeiter, sowie Mustafa Adam, den Leiter der Menschenrechtsorganisation Organisation for Rural Development, die zur gleichen Zeit festgenommen und nicht gegen Kaution freigelassen worden waren, läuft weiterhin ein Gerichtsverfahren wegen mehrerer “Verbrechen gegen den Staat”. Für alle sechs gab es am 7.10.16 und am 18.11.16 Vorstandsinterventionen.


arrow32pxFIACAT: neues Internationales Büro gewählt
Nach einer elektronisch durchgeführten Wahl ist seit kurzem das aus sieben Mitgliedern bestehende Internationale Büro der FIACAT im Einsatz. Da sich Sylvie Bukhari-de Pontual nach 12 Jahren als FIACAT-Präsidentin zurückgezogen hat, war damit auch die Wahl eines Nachfolgers in diesem Amt verbunden. ACAT-Deutschland dankt Sylvie Bukhari-de Pontual für ihren unermüdlichen und höchst engagierten Einsatz. Auch haben wir Ihre Teilnahme an unseren Mitgliederversammlungen 2012 und 2014 und den kontinuierlichen Austausch sehr geschätzt. Unser besonderer Dank gilt ebenso Dr. Bernadette Jung, die nach Jahren intensiver Mitwirkung im FIACAT-Büro nicht erneut kandidiert hat. Umso mehr freuen wir uns, dass sie ihre Arbeit im Vorstand der ACAT-Deutschland fortsetzt und weiterhin ihre umfassende internationale Erfahrung einfließen lässt.
Mit Paul Angaman, bisher Vorsitzender der ACAT in der Elfenbeinküste, leitet erstmals ein Mitglied einer afrikanischen ACAT die FIACAT. Im Internationalen Büro wird er zusätzlich die Arbeit der westafrikanischen ACATs und die Kooperation mit der Afrikanischen Menschenrechtskommission koordinieren. Erneut gehören Massimo Corti (Italien) mit Zuständigkeit für Kontakte zu den Kirchen, Jean-Bernard Marie (Frankreich), verantwortlich für Kontakte zur UNO und EU, dem Büro an. Neu hinzugekommen sind: Emilie Petit-Gyout (Belgien), Schatzmeisterin und zuständig für das Europa-Netzwerk der ACATs, Claire Doran (Kanada), zuständig für ACATs in Amerika und Asien, Jean-Daniel Vigny (Schweiz), verantwortlich für die Kooperation mit dem Europarat, und Michel Kalemba (Demokratische Republik Kongo), zuständig für ACATs in Zentralafrika und Madagaskar

arrow32pxForum Menschenrechte und die Bundestagswahl
Das Forum Menschenrechte, ein Zusammenschluss von mehr als 50 Nichtregierungsorganisationen, hat auf seiner Klausurtagung im Januar 2017 Forderungen zur Bundestagswahl diskutiert. So wird von der Politik u.a. gefordert, sich verstärkt für den Schutz von Menschenrechtsverteidigern einzusetzen, aber auch Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete, z.B. nach Afghanistan, auszusetzen und für Flüchtlinge das Recht auf das Zusammenleben als Familie zu gewährleisten. Ganz grundsätzlich heißt es im ersten Satz: „Wir fordern eine Politik, die sich zur Menschenwürde und zu den Menschenrechten bekennt und Rassismus mit Entschlossenheit entgegentritt“.

arrow32px
Kampagne zum Tag der Menschenrechte 2016: medizinische Fürsorge
Unsere Kampagne zum Tag der Menschenrechte am 10.12.2016 mit Blick auf die medizinische Fürsorge von Gefangenen in Bayern wurde von 390 Mitgliedern und Unterstützern der ACAT unterzeichnet. Vielen Dank an alle, die diese Kampagne durch Unterschrift und im Gebet mitgetragen haben. Der Vorstand hat dem Ministerpräsidenten und dem Staatsminister der Justiz von Bayern, Horst Seehofer und Prof. Dr. Winfried Bausback, die Anzahl der Unterschriften übermittelt und im Begleitbrief nochmals auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hingewiesen.

arrow32pxMenschenrechte – eine Antwort auf die wachsende ökonomische Ungleichheit
Der Autor, Manfred Nowak, ist Professor für Internationales Recht und Menschenrechte (Wien), er ist international anerkannter Menschenrechtsexperte und war u.a. UNO-Sonderberichterstatter über Folter und Berater der UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte.
Er erklärt zunächst, was er unter ökonomischer Ungleichheit versteht und welche sozialen Folgen sie hat. In gut verständlicher Weise zeigt er danach die historische Entwicklung der Menschenrechte und ihre Ausformulierung im bürgerlichen und sozialistischen Menschenrechtskonzept auf, bis hin zum universellen Menschenrechtssystem, das die UN infolge der beiden Weltkriege, des Faschismus und Holocaust schufen. Sein Anliegen ist es aufzuzeigen, wie die aktuelle Entwicklung der wachsenden Ungleichheit der Einkommen und des Vermögens den historischen Konsens universeller Menschenrechte zu verletzen droht und wie die sich daraus ergebenden Auswirkungen die Grundlagen der Demokratie untergraben.
Das Buch ist eine gut verständliche Einführung in das Thema Menschenrechte und ist – nicht nur angesichts der gegenwärtigen Entwicklung in Amerika – hochaktuell.

arrow32pxFIACAT & ACAT beziehen Stellung
In einer Pressemitteilung vom 21.02.2017 beziehen beide Organisationen klar Stellung zu den Äußerungen von US-Präsident Trump zum Thema Wiedereinführung der Folter (insbesondere des Waterboardings) in den USA. Lesen Sie mehr unter www.acat-deutschland.de

arrow32pxMitarbeiterin für die ACAT-Geschäftsstelle ist gefunden
Der Vorstand ist sehr erfreut in Frau Julia Scharte eine geeignete Mitarbeiterin für diese Stelle gefunden zu haben, geplanter Arbeitsbeginn ist der 01.05. Ihr Büro wird sich in der Oase Hl. Kreuz in Hildesheim befinden. Die Oase ist ein spiritueller Ort, in dem u.a. monatlich ein Ökumenisches ACAT-Menschenrechtsgebet stattfindet. Außerdem ist hier das schulpastorale Zentrum der katholischen Kirche Hildesheims untergebracht. Die Geschäftsstelle wird zum 01.05.2017 nach Hildesheim verlegt. Mehr dazu in einer späteren ACAT-Aktuell-Ausgabe.


Beten heißt ja nicht einfach das Herz ausschütten, sondern es heißt, mit seinem erfüllten oder auch leeren Herzen den Weg zu Gott finden und mit ihm reden. - Dietrich Bonhoeffer

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Freilassungen 2017

Die Zusammenstellung der Freilassungen 2017 erfüllt uns wieder mit großer Dankbarkeit und zeigt uns andererseits wie wichtig es ist, in unserer Arbeit und im Gebet nicht nachzulassen.


ACAT Jugendflyer

Der neue ACAT-Jugendflyer ist ab sofort zum Download verfügbar.


Gottesdienstablauf 8.10.


Der folgende Gottesdienstablauf wurde anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe als kath. Gemeindegottesdienst erstellt und richtet sich mit seinem Thema "Gerechtigkeit" nach der 1. Lesung und dem Evangelium des Tages.
Zum Download


Menschenrechtsschutz in Osteuropa - Journalisten in Bedrängnis

Unter diesem Thema steht die diesjährige ACAT Tagung vom 27. - 28.10.17 im Franz-Hitze-Haus in Münster.

Weitere Informationen & Anmeldung finden Sie hier, den Flyer zum Event gibt es auch zum Download.