ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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 ELFENBEINKÜSTE

Ausbildung für die am Strafvollzug beteiligten Institutionen und der Zivilgesellschaft über die grundlegenden Rechte des Häftlings

Abidjan, am 22. Februar 2017 - Die Internationale Föderation der Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter (FIACAT) und die ACAT-Elfenbeinküste haben auf der Regionalkonferenz für Westafrika (CERAO) (am 21. und 22.2.2017), ein Seminar zum Thema "Verbesserung der Haftbedingungen in zehn Gefängnissen der Elfenbeinküste " veranstaltet.

Die FIACAT und die ACAT-Elfenbeinküste haben am 19. Januar 2017 ein Projekt begonnen, um unrechtmäßige Untersuchungshaft zu reduzieren (DPA RCI). Ziel des Projektes ist es, die Überbelegung in den 10 Gefängnissen der Elfenbeinküste zu reduzieren. Es ist Teil eines dreijährigen Projekts, das von der Europäischen Union unterstützt wird, der französischen Entwicklungsagentur  (Agence  française de développement- AFD)  und  der Open Society Initiative for West Afrika (OSIWA).
In einem  ersten Seminar versammelten sich 48 Teilnehmer in Abidjan, die in verschiedenen Funktionen im Strafvollzug arbeiten, (Staatsanwälte, Richter an den Gerichten von Abidjan und von Yopougon, Verwaltungsangestellte, Gerichtsschreiber, Sozialarbeiter vom MACA- Strafvollzugs  und Teilnehmer aus der Zivilgesellschaft. Es ging zunächst darum, die Fähigkeiten der Projektteilnehmer zu stärken und Synergien zu schaffen.
Sieben Experten unterrichteten die Teilnehmer über verschiedene Themen insbesondere über die Rechtsgarantien in der Untersuchungshaft wie sie im ivorischen Recht vorgesehen sind. Darüber hinaus ermöglichte dieses Treffen, dass von Erfahrungen aus dem Pilotprojekt der ACAT berichtet wurde, das diese seit 2014 in drei Gefängnissen durchgeführt hat.  Darin haben Freiwillige der ACAT während ihrer Besuche in den Haftanstalten, 120 Fälle von Untersuchungshaft aufgezeichnet. Von diesen Fällen wurden 98 Angeklagte gegen Kaution frei gelassen oder weil die Rechtsgrundlage für ihre Inhaftierung fehlte.
Durch die gemeinsame Arbeit im Seminar kamen Empfehlungen zustande, die das Ziel hatten, Hindernisse für ein ordentliches Gerichtsverfahren aus dem Weg zu räumen. Diese Empfehlungen wurden sowohl für die Justiz als auch für die Gefängnisverwaltung und die Zivilgesellschaft gemacht, um Fälle unrechtmäßiger Untersuchungshaft leichter identifizieren zu können und Gerichtsverfahren zu beschleunigen.
•  Die ACAT-Elfenbeinküste und die FIACAT rufen ihre Partner auf, die Zusammenarbeit zu verstärken, um die Haftbedingungen zu verbessern. Sie rufen in Erinnerung, dass Freiheit ein Recht ist und Untersuchungshaft lediglich eine außergewöhnliche Maßnahme darstellt (Artikel 137 CPP).
• Die ACAT-Elfenbeinküste und die FIACAT erwarten, dass in 70% der Fälle die Untersuchungshaft nicht gerechtfertigt ist. Sie streben eine Reduktion von mindestens 20% der Gefangenen innerhalb der untersuchten der Gefängnisse an.
Pressekontakt:

ACAT Côte d’Ivoire : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - (+225) 22429596 / 78024337
FIACAT : Lionel Grassy – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - +32 4 70 92 85 10


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.
Anmeldung direkt bei der Katholischen Akademie Schwerte hier.


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