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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News April 2017

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April 2017

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

LIBANON: Faysal Ghazi Moqalled

GB 05/2012
SUDAN: Menschrechtsverteidiger Khalafalla Al-Afif Mukhtar, Midhat A. Hamdan und Mustafa Adam

Int. VS 7.10.16 & 18.11.16
USBEKISTAN: Journalist Muhammad Bekzhanov (Mukhammed  Begjanov) 
GB: 03 & 10/2012, 05/2013, 7/8/ &
11/2015 DA: 04/2014, 06 & 11/2015

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen

arrow32pxFayzal Ghazi Moqalled ist gerade freigekommen nach 11 Jahren willkürlicher Haft.
Fayzal ist Libanese. Er wurde gefoltert, fast 2 Jahre lang in Geheimhaft gehalten. Keine Visite, nicht einmal die eines Anwalts. Dann wurde er ausschließlich auf der Basis seiner unter Folter erzwungenen Geständnisse verurteilt. Seit 8 Jahren unterstützen ihn Mitglieder der ACAT-Frankreich, schreiben ihm und helfen ihm, die Hoffnung zu bewahren.   
Jean-Etienne de Linares, Generalabgeordneter der ACAT-Frankreich:                   
Liebe Freundinnen und Freunde, es ist mir ein großes Anliegen, die Botschaft von Fayzal an Sie und euch weiterzugeben. Hier sein Brief:
„Liebe Mitglieder der Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter,
mit großer Freude und Dankbarkeit, mit Respekt und Hochachtung für jeden von Ihnen, und für die gerechte und engagierte Organisation spreche ich Ihnen meinen aufrichtigen Dank aus. Für alle Ihre unermüdlichen Bemühungen, gestern wie heute, für diese seelische und menschliche Unterstützung, die Sie mir nach wie vor zuteilwerden lassen. Ich werde niemals all diese Briefe, diese Postkarten vergessen, die mich zu verschiedensten Anlässen erreicht haben, einschließlich während der muslimischen und christlichen Feste, und das bis heute. […..] Gestatten Sie mir nochmals Ihnen für all die Aufmerksamkeit zu danken, die Sie mir entgegenbringen. Danke, dass Sie mir Ihr Leben haben entdecken lassen und Neuigkeiten von Ihnen, Ihren Freunden und Angehörigen mitgeteilt haben. Unsere Lebenswege haben sich im Laufe dieser 8 letzten Jahre vereint und das hat mich innerlich sehr berührt.

Noch einmal herzlichen Dank. Ihr Bruder und Freund Fayzal Ghazi Moqalled“


arrow32pxEr war einer der am längsten inhaftierten Journalisten der Welt: Seit dem 22. Februar ist der usbekische Journalist Muhammad Bekzhanov (Mukhammed Begjanov) endlich wieder in Freiheit. 17 Jahre harrte er in einem Gefängnis aus. Sicherheitskräfte hatten Bekzhanov im Jahr 1999 festgenommen. Der Vorwurf: Er habe staatsfeindliche Straftaten begangen. Im Gefängnis wurde ein "Geständnis" von ihm erpresst - unter anderem mit Knüppelschlägen, Elektroschocks und Sauerstoffentzug.
"Ich lag in meinem eigenen Blut, tagelang. Ohne Wasser, ohne Essen", erinnerte sich der heute 62-Jährige. "Ich versuchte, mich an all die schönen Dinge in meinem Leben zu erinnern - an meine Kinder, meine Frau - und bereitete mich mental auf meinen Tod vor."
Amnesty geht davon aus, dass Bekhzanov ins Visier der Behörden geriet, weil er die verbotene regierungskritische Zeitung "Erk" herausgab. In einem unfairen Verfahren wurde er schließlich zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
"Die Haft wurde willkürlich verlängert, weil die Behörden ihm seinen politischen Aktivismus nicht verziehen haben", sagt Denis Krivosheev, stellvertretender Direktor für Europa und Zentralasien bei Amnesty International. Amnesty hatte mit der globalen "Stop Folter"-Kampagne und dem Briefmarathon 2015 auf Bekhzanovs Schicksal aufmerksam gemacht und weltweit Tausende Unterschriften für seine Freilassung gesammelt. "Wir begrüßen die Freilassung von Muhammad Bekzhanov, fordern aber nach wie vor Gerechtigkeit und die Untersuchung seiner Foltervorwürfe", sagt Denis Krivosheev. "Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden."   Quelle: Amnesty International.
Seit 2009 hat ACAT in acht Aktionen seine Freilassung angestrebt (siehe Tabelle „Frei“ oben).



arrow32pxEine weitere Freilassungsmeldung betrifft die drei inhaftierten Menschenrechtler im Sudan,  Khalafalla Al-Afif Mukhtar, Midhat A. Hamdan und Mustafa Adam, über die wir gerade in ACAT-Aktuell für März 2017 bei den aktuellen Entwicklungen berichtet haben (Vorstandsinterventionen am 7.10.16 und 18.11.16). Sie wurden zwar Anfang März zu einer einjährigen Haftstrafe und einer Geldstrafe verurteilt, da sie aber schon seit fast einem Jahr inhaftiert waren, wurden sie am 6. März 2017 nach Zahlung der Geldstrafe freigelassen.


Karfreitagsaktionen lokaler ACAT Gruppen

arrow32pxGern würden wir auf der ACAT Homepage ( www.acat-deutschland.de ) wieder über die vielfältigen Aktionen unserer lokalen ACAT Gruppen zum Karfreitag berichten. Bisher haben wir eine Ankündigung aus Essen-Byfang, wir freuen uns über viele weitere Beiträge und natürlich auch Erfahrungsberichte. Einfach per Email ein paar Zeilen vielleicht mit Ablauf und/oder Programm an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. schicken.


Deutscher Evangelischer Kirchentag 2017

arrow32pxAuch auf dem diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 24. – 28. Mai 2017 in Berlin – Wittenberg wird die ACAT auf dem Markt der Möglichkeiten (MdM) vom 25. – 27.05. mit einem Stand vertreten sein.  Die Hallen-/Standnummer ist 2.1-D14, und zwar findet der MdM auf der Messe Berlin statt, wie auch der gesamte Kirchentag, der ja in besonderer Weise im Zeichen des 500-jährigen Reformationsjubiläums steht. Daher findet der Abschluss als „Festwochenende“ vom 27. – 28.05. in Wittenberg statt. Besuchen Sie uns gern auf dem MdM, wir freuen uns über jeden Besucher, jedes Gespräch und jeden persönlichen Kontakt!  


ACAT Seminar in Münster: Menschenrechte in Osteuropa – mit Gästen aus Aserbaidschan

arrow32pxVom 27. bis 28.10.2017 findet im Franz-Hitze-Haus Münster wieder eine Tagung mit der ACAT statt. Thema werden die Menschenrechte im Osten Europas und in den benachbarten Regionen sein. Wir freuen uns, dass u.a. Gemma Pörzgen, Osteuropa-Expertin von Reporter ohne Grenzen, als Referentin teilnehmen wird. Besonders gespannt sind wir auch auf den Vortrag des aserbaidschanischen Journalisten Lachin Mamishov, für den ACAT im November 2014 eine Briefaktion unternommen hatte. Zusammen mit seiner Ehefrau Tahmina Tagizade wird er über die Arbeit in der Heimat und die Repressalien, die beide ins Schweizer Exil gezwungen hatten, berichten. Beginn: 27.10., 16.30 Uhr, Ende: 28.10., 15 Uhr. Anmeldungen in Kürze unter  https://www.franz-hitze-haus.de/programm/


Die ACAT bricht auf nach Hildesheim


arrow32pxEinzug in die Oase
Welche Freude, welch eine Erleichterung!! Nach monatelangem Bangen, wie soll es nur weitergehen mit ACAT-Deutschland, wer könnte die Arbeit in der Geschäftsstelle nach Annegret Hutzenlaubs Ausscheiden und Frau Paulys Beendigung ihrer Tätigkeit fortführen? Endlich ein Hoffnungsstrahl!
Mit der Zusage von Frau Julia Scharte aus Hildesheim, sich bei ACAT in den Dienst der Menschenrechte zu stellen, endet die "Durststrecke". In der Oase Hl. Kreuz wird ab 1.Mai 2017 der so wichtige Einsatz gegen Folter und Todesstrafe mit frischer Kraft weitergeführt. Dieser "österliche" Neubeginn wird wohl im Sinne aller ACAT Freunde sein und uns Aktive gehörig anspornen.
Herzlichen Dank einem jeden, der für diesen Neustart gebetet und ihn mit realisiert hat, und danke all jenen, die zukünftig in der Oase an unserer Seite stehen und mitarbeiten.
Wir danken sehr herzlich Frau Pauly für ihren zuverlässigen und engagierten Dienst im Büro in Lüdinghausen, sowie ihre Bereitschaft uns in schwierigen Zeiten zu unterstützen. Nach nunmehr 14 Jahren verabschiedet sie sich am 30.April.2017 ihrem Wunsch entsprechend von ihrer dortigen Arbeit. Dank ist auch den Frauen und Männern in Lüdinghausen zu sagen, die über Jahre hinweg pünktlich Monat für Monat beim Versand der Briefsendungen geholfen haben. Wir sind auch unserer Vermieterin, Frau Hagedorn, sehr dankbar, dass wir sehr viele Jahre ihre Räumlichkeiten für unsere Geschäftsstellenarbeit unentgeltlich nutzen durften.
Am Samstag, dem 06. Mai 2017, 11:00 Uhr soll der Einzug unserer Geschäftsstelle in der Hildesheimer Oase Hl. Kreuz (Alte Sakristei) mit einer kleinen Feier begangen werden. Wir laden dazu neben den "Haus-Herren und –Damen" den Hildesheimer Bischof, die kirchlich-ökumenischen Nachbarn und alle ACAT-Mitglieder und Interessierten aus Stadt und Umgebung Hildesheims herzlich ein. Im Anschluss wird hier der ACAT-Vorstand tagen. Auch hierzu sind interessierte Mitglieder eingeladen.
Mit dem Geschäftsstellenwechsel ändern sich ab Mai unsere Kontaktdaten:
ACAT – Deutschland, Kreuzstr. 4, 31134 Hildesheim, Telefon 05121 174913, Telefax 05121 35405
Die Bürozeiten werden wie folgt sein: Mittwoch: 10:00 – 12:00 Uhr, Freitag: 10:00 – 12:00 Uhr
Im Namen des Vorstands: Magdalena Fleischer und Frank Boungard
Bis zum Sommer werden die Monatssendungen an folgenden Tagen verschickt: 03. & 31.05., 05.07.

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Karfreitagsaktion 2017

- Essen-Byfang: Friedensgang mit Erfahrungsbericht
- Recke, St. Dionysius: Gründonnerstagsgebet


Kirchentag 2017

Deutscher Evangelischer Kirchentag Wittenberg-Berlin vom 24. - 28. Mai 2017

DEKT36 Plakatmotiv hochformat


Die ACAT Deutschland ist vertreten, und zwar mit einem Stand auf dem Markt der Möglichkeiten sowie zusammen mit Amnesty International beim Politischen Nachtgebet. Einzelheiten zu den Dingen später, vorab informieren Sie sich gern auf der Homepage des Kirchentages:
 

Dritter Ökumenischer Kirchentag 2021

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Was machen Sie vom 12. bis 16. Mai 2021?
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