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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News Juli/August 2017

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Juli 2017

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

BANGLADESCH: Journalisten Hasan Ali und Aslam Ali

Int.-VS  19.05.17
CHINA: Friedensnobelpreistäger & Menschenrechtler Liu Xiaobo

Int.-VS 29.08.09, 07.01. & 15.02.10
MEXIKO: Menschenrechtlerin Silvia Juárez

Int.-VS 16.03.17
TUNESIEN: Taoufik Elaïba

GB 11/13, 4/14, 2/15, DA März 2015
VIETNAM: Menschenrechtsaktivist Dang Xuan Diêu GB und DA Juli 2016

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen

arrow32pxTunesien: Taoufik Elaïba
Aufgrund einer 2013 von ACAT-Frankreich eingereichten Klage verurteilte der UNO-Ausschuss gegen Folter Tunesien im Mai 2016. Der Ausschuss begründete dies damit, dass Taoufik Elaïba während seiner Untersuchungshaft gefoltert worden war, dass die Foltervorwürfe des Opfers nicht untersucht wurden, dass das Opfer keinerlei Wiedergutmachung erhielt und dass die erzwungenen Geständnisse gegen ihn verwendet wurden. Taoufik Elaïba wurde, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am 3. August 2016 nach Verbüßung seiner Strafe freigelassen. Bisher hat er keine Entschädigung für das erlittene Unrecht erhalten.


arrow32pxBangladesch: Journalisten Hasan Ali und Aslam Ali
Zwei inhaftierte Journalisten in Bangladesch, Hasan Ali und Aslam Ali, die mit der Menschenrechtsorganisation Odhikar zusammenarbeiten, sind am 29. Mai 2017 gegen Kaution freigelassen wurden. Gegen sie läuft aber weiterhin ein Gerichtsverfahren.


arrow32pxPeru: Máxima Acuña bekommt RechtDie Kleinbäuerin, über die wir zuletzt in ACAT Aktuell 05/2017 berichtet haben, widersetzt sich seit Jahren einem Bergbauunternehmen, das ihr Land wegen vermuteter Goldvorkommen für sich beansprucht - mit allen Mitteln. Das Unternehmen Yanacocha hatte sie 2011 wegen „Landbesetzung“ verklagt. Der oberste Gerichtshof Perus hat ihr nun Recht gegeben und die Klage abgewiesen. Quelle: Amnesty International. ACAT Unterstützung: DA 03/16, Int. VS 15.02.1016



arrow32pxACAT beim Mexikanischen Botschafter in Berlin
Am 29.05.2017 hatte die ACAT die Gelegenheit zu einem einstündigen Austausch mit dem seit April dieses Jahres in Deutschland akkreditierten Botschafter der Vereinigten Mexikanischen Staaten, S.E. Rogelio Granguillhome. Der Botschafter hatte gleich zu Beginn seiner Amtszeit Interesse an der Arbeit der ACAT bekundet. In dem Gespräch, das daraufhin mit Dr. Bernadette Jung (ACAT-Vorstand) und Anne Silkenat-Grahe (spanischsprachige Vorstandsinterventionen) in der mexikanischen Botschaft in Berlin-Tiergarten stattfand, erkundigte sich Herr Granguillhome eingehend nach Struktur und Zielen der ACAT, mit welchen Mitteln sie gegen Folter und Todesstrafe vorgeht, und wie genau ihr Engagement in Mexiko aussieht.
Der Botschafter freute sich, dass die ACAT den Erlass des kürzlich in Mexiko verabschiedeten, internationalen Menschenrechtsstandards entsprechenden Anti-Folter-Gesetzes (Ley General de Tortura) positiv hervorhob. Wie er erläuterte, stellt dieses Gesetz einen wichtigen Schritt gegen die Folter dar, deren Bekämpfung Mexiko als Verpflichtung ansieht. Weitere Schritte in diese Richtung sind die bereits 2006 begonnene Strafrechtsreform sowie das Gesetz gegen das Verschwindenlassen, das ebenfalls kürzlich das Abgeordnetenhaus passiert hat. Zu der aktuellen Zahl von ca. 30.000 Verschwundenen in Mexiko gehören nach Angaben des Botschafters auch Personen, deren Aufenthaltsort schlichtweg unbekannt ist - in Mexiko gibt es z.B. keine Meldepflicht. Innerhalb der Gruppe der verschwundenen Personen, die Opfer einer Gewalttat geworden sind (desaparición forcada), muss man differenzieren zwischen Verbrechen staatlicher Organe und denjenigen krimineller Organisationen, wobei zur letzteren (größeren) Gruppe auch die vor 2 ½ Jahren verschwundenen 43 Studenten zählen. Das Gesetz gegen das Verschwindenlassen soll hier mit Hilfe neuer Register Klarheiten schaffen, und u.a. durch die Einführung einer Sonderstaatsanwaltschaft will man auch das Problem der Straflosigkeit, die bei über 80% der angezeigten Fälle liegt, in den Griff bekommen. Auch wenn die konkrete Umsetzung der genannten Reformen noch geraume Zeit in Anspruch nehmen wird, ist man in Mexiko zuversichtlich, Schritt für Schritt die ungesühnten Fälle von Verschwindenlassen reduzieren und Folterungen dauerhaft entgegenwirken zu können.
Bezogen auf die Arbeit der ACAT in Mexiko konnten dem Botschafter zwei konkrete Fälle unterbreitet werden: Der des Geschwisterpaars Verónica und Erick Iván Razo Casales, das vor 6 Jahren unrechtmäßig verhaftet und gefoltert wurde und seitdem inhaftiert ist (DA Juni 2016), sowie der des 66 Jahre alte Tzotzil Francisco de Jesús Espinosa Hidalgo (diesjährige Nächtliche Gebetswache), nach seiner widerrechtlichen Verhaftung vor genau 2 Jahren ebenfalls gefoltert und immer noch im Gefängnis. Herr Granguillhome sicherte in beiden Fällen die Einholung näherer Informationen zu.


arrow32pxACAT Seminar in Münster: Menschenrechtsschutz in Osteuropa – Journalisten in Bedrängnis
Für unser Seminar „Menschenrechtsschutz in Osteuropa“ wird voraussichtlich Mitte Juli ein Tagungs-Flyer verfügbar sein. Da im August keine Monatssendung verschickt wird, können Sie den Flyer gern auch zum Auslegen in unserer Geschäftsstelle anfordern.
Seminar-Anmeldungen sind online möglich: https://www.franz-hitze-haus.de/programm/17-524/ 
oder telefonisch unter 0251/9818490 (Sekretariat Franz-Hitze-Haus). Neben zwei Exil-Journalisten aus Aserbaidschan werden Gemma Pörzgen von Reporter ohne Grenzen, PD Dr. Michael Krennerich, Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Universität Erlangen-Nürnberg, und Barbara von Ow-Freytag von der Organisation The Prague Civil Society Centre als ReferentInnen teilnehmen.


arrow32pxACAT beim Evangelischen Kirchentag in Berlin
„Ich mache auch auf ACAT-Anliegen aufmerksam", bemerkte ein Amnesty-Standbetreuer. Die auch vom Aufbau her offene Nachbarschaft zwischen dem ACAT- und ai–Stand hat sich bewährt.  Insgesamt 8 ACAT-Mitglieder betreuten den Stand auf dem Markt der Möglichkeiten an drei Tagen, jeweils in 2-3-stündigen Schichten zu zweit. An dem ansehnlich gestalteten Stand informierten kompetente Ansprechpartner über eine aktuelle Petition für einen seit sieben Jahren inhaftierten und dabei gefolterten Mann aus Dschibuti, eine Dringlichkeitsaktion zu einer inhaftierten Landrechtsaktivistin und Buddhistin aus Vietnam, verschiedene Gebetsanliegen, in den vergangenen Monaten erfolgte Freilassungen von Betroffenen, für die sich ACAT auf unterschiedliche Weise eingesetzt hat, oder ganz allgemein über die Arbeit der ACAT.
Zusammen mit Amnesty International wurde ein Politisches Nachtgebet unter dem Motto „Religionsfreiheit – Bedrohtes Recht“ gestaltet. In seiner Ansprache machte Prof. Heiner Bielefeldt, ehemaliger Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrates für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, auf die äußerst prekäre Lage religiöser Verfolgung und Einschränkung freier Glaubensausübung weltweit, selbst in Teilen Europas, aufmerksam. In gleich zwei Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird die Diskriminierung aufgrund von religiöser Weltanschauung (Art. 2) verboten und deren freie Ausübung als Menschenrecht festgeschrieben (Art. 18). Auch von daher fand am Ausgang die ACAT-Dringlichkeitsaktion für die inhaftierte vietnamesische Buddhistin besondere Aufmerksamkeit. Die Kollekte ging an psychosoziale Behandlungszentren für traumatisierte Flüchtlinge und Folteropfer in Berlin. 
Ein geselliger Abend bot ACAT-Mitgliedern im sehr angenehmen Ambiente eines Indischen Restaurants Gelegenheit zum Begegnen, Kennenlernen und Austauschen.
Zu danken ist Magdalena Fleischer als ACAT-Vertreterin in der Vorbereitungsgruppe des Politischen Nachtgebets, Dr. Wolfgang Schramm für die Organisation des Standauftritts und allen dabei aktiven Mitgliedern.


arrow32pxNeuer ACAT-Flyer für Jugendliche
In einem neuen ACAT-Flyer, der sich speziell an Jugendliche richtet, stellen wir in Kurzform unsere Menschenrechtsarbeit vor. Der Flyer wurde in Zusammenarbeit mit jüngeren ACAT-Mitgliedern und Interessierten entwickelt. Der Jugend-Flyer kann in unserer Geschäftsstelle angefordert werden, gern auch in größerer Stückzahl, wenn Sie die Möglichkeit haben, ihn auszulegen. Wir danken Marlise Morgenschweis, Elke Decher, Sabine Aldenhoven, Frank Boungard und Stefan Sommerfeld für die Erarbeitung des Flyers. Ebenfalls danken möchten wir Saskia Peeters und Stephan Ridder für ihre engagierte Unterstützung und ihre Bereitschaft, mit einem Foto zur Verfügung zu stehen. Unser besonderer Dank gilt Frau Annette Steinhauer für das hervorragende Layout, das sie uns unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat.


arrow32pxVersandtermin nächste Monatssendungen
Geplant ist, die Monatssendungen nach der Sommerpause zu folgenden Terminen zu verschicken:  30.08., 29.09., 25.10. und 29.11.2017.

 

 



 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


ACAT Jugendflyer

Der neue ACAT-Jugendflyer ist ab sofort zum Download verfügbar.


Gottesdienstablauf 8.10.


Der folgende Gottesdienstablauf wurde anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe als kath. Gemeindegottesdienst erstellt und richtet sich mit seinem Thema "Gerechtigkeit" nach der 1. Lesung und dem Evangelium des Tages.
Zum Download

 

gebetswache2015
gebetswache web

UPDATE: Bericht zur Gebetswache jetzt online

In diesem Jahr wird zum 20. Mal die Nächtliche Gebetswache anläßlich des Internationalen Tags der Unterstützung der Folteropfer am 26. Juni durchgeführt.

Vorschlag der Gruppen Essen Byfang und Hattingen Niederwenigern, auch gern als Vorlage für eigene Gebetswachen verwendbar:
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Menschenrechtsschutz in Osteuropa - Journalisten in Bedrängnis

Unter diesem Thema steht die diesjährige ACAT Tagung vom 27. - 28.10.17 im Franz-Hitze-Haus in Münster.

Weitere Informationen & Anmeldung finden Sie hier, den Flyer zum Event gibt es auch zum Download.