ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Gebet_Kreuz

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3


Denken wir an Verfolgte und Gefangene im KONGO
Im Jahr 2008 zerstörte ein Brand 33 Häuser in Kasongo. Die Zentralregierung von Kinshasa stellte 6025 Bleche sowie entsprechende Nägel als humanitäre Hilfe zur Verfügung. Dieses Material wurde ohne ersichtlichen Grund in einem Depot der Provinzregierung von Maniema gelagert und nicht ausgeteilt, so dass die Opfer der Brandkatastrophe seit 5 Jahren weiter unter freiem Himmel schlafen müssen.
Die Beauftragten der bäuerlichen Genossenschaft von Maniema, Herr Abedi Ngoy und Herr Gervais Saidi, wurden am 16. Dez.2013 verhaftet und in das Gefängnis von Kasongo gebracht, weil sie Beihilfe zum Diebstahl geleistet hätten. Sie hatten im Auftrag der bäuerlichen Allianz vor dem Friedensgericht von Kasongo am 25. November 2013 erreicht, dass die Provinzregierung gezwungen wurde, das Material ohne Verzögerung auszuteilen. Daraufhin haben am 27. Nov. 2013 Demonstranten, Anhänger der Provinzregierung, die Menschenrechtler Mémé Awazi Nengo, Angali Salumo Yemeko und Salufa Aziza in ihren Häusern bedroht, so dass diese sich daraufhin versteckt halten. Herr Gervais Saidi und Herr Abedi Ngoy werden unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten. Die Zellen sind überbelegt, die Angehörigen dürfen den Gefangenen nur nach Zahlung von Schmiergeldern Essen bringen und es gibt keine medizinische Versorgung. Sie wurden noch immer nicht dem Friedensrichter vorgeführt, damit dieser die Legalität ihrer Haft prüfen könnte.
Gebet: Guter Gott, gib den Menschen, die sich für die Rechte der Opfer der Brandkatastophe in Kasongo eingesetzt haben, Deinen Schutz. Hilf, dass sie bald freigelassen werden bzw. sich nicht mehr verstecken müssen.

Denken wir an einen gefolterten Menschen in BAHRAIN
Der 22-jährige Ahmed Mohammad Saleh al-Arab durfte seit seiner Festnahme am 9. Januar 2014 erst zweimal, am 10. und 18. Februar, seine Familie sehen. Während der beiden Besuche erzählte er seiner Familie, dass er noch immer unter den Verletzungen leide, die ihm zugefügt worden waren, als er in der Zentrale des Geheimdienstes schwer gefoltert worden war. Unter anderem sei er am ganzen Körper, besonders an den Genitalien schwer geschlagen und an den Handgelenken aufgehängt worden. Keine seiner Verletzungen wurden bisher medizinisch versorgt. Weil die Zellen überfüllt sind, muss er bei Regen und Kälte draußen im Gefängnishof schlafen und hat ständig Hals-und Kopfschmerzen. Seinen Rechtsbeistand durfte er bisher nicht treffen. Diesem wurde bisher auch keine Akteneinsicht gewährt. Achmed al-Arab war schon einmal am 14. 2. 2012 nach einer Demonstration festgenommen und bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen worden.
Gebet: Gott, wir wollen beten für den gefolterten Ahmed al-Arab, dem man auch noch die ärztliche Hilfe versagt. Gib ihm Kraft und Trost durch deine Nähe. Für die durch Kälte und Hass verblendeten Folterer erbitten wir deine Gnade.

Denken wir an einen Gefangenen in DJIBOUTI
Am 26. Januar 2014 wurde die Präsidentin der Menschenrechtsliga in Djibuti und Abgeordnete der Oppositionspartei Frau Zaharia Abdillahi freigelassen, nachdem sie ein Jahr in einer Zelle der Gendarmerie inhaftiert war ohne Zugang zu Familie, Anwalt oder Arzt. Am Tag ihrer Freilassung wurde der Journalist Herr Maydaneh Abdallah Okieh von Polizisten geschlagen und festgenommen, als er an der Gendarmerie wartete und über die Freilassung von Zaharia Abdillahi berichten wollte. Sein Arbeitsmaterial, u.a. ein Smartphone, wurde beschlagnahmt und er wurde in eine Zelle der Gendarmerie gebracht, wo er bis heute ohne Anklage einsitzt. Herr Maydaneh Abdallah Okieh war bereits 2-mal zuvor im Gefängnis von Gabode inhaftiert, das letzte Mal, weil er auf Facebook Bilder von Ausschreitungen der Polizei veröffentlicht hatte.
Gebet: Guter Gott, wir danken Dir für die Freilassung von Frau Zaharia Abdellahi. Schenke Herrn Maydaneh Abdallah Trost in der Gefangenschaft. Hilf, dass er bald freigelassen wird und als Journalist ungehindert arbeiten kann.

Denken wir an eine bedrohte Menschenrechtlerin in KOLUMBIEN 
Martha Elena Díaz Ospina hat am 6., 7. und 8. Februar per SMS Morddrohungen erhalten. In den Textnachrichten wird die in der Stadt Barranquilla im Norden Kolumbiens lebende Menschenrechtlerin beschuldigt, der Guerilla anzugehören. Außerdem erklärte man sie zu einem "militärischen Ziel".
Martha Elena Díaz Ospina ist Vorsitzende einer Organisation, in der sich Familienangehörige von Opfern außergerichtlicher Hinrichtungen zusammengeschlossen haben. Zudem unterstützt die Organisation Mütter, deren Kinder Opfer des Verschwindenlassens durch die kolumbianische Armee geworden sind. Auch andere Menschenrechtler, die sich mit den gleichen Problemen beschäftigen, haben Morddrohungen erhalten.
Gebet: Gott, stärke die Frauen und Männer in Kolumbien, die sich mutig für die Menschenrechte einsetzen. Schütze ihr Leben und ihre Gesundheit.

Denken wir an einen Gefangenen in KOLUMBIEN
Der politische Gefangene Fernando Moreno Mantilla wurde am 23. Januar 2014 von dem Hochsicherheitsgefängnis Palogordo in Giron in das Gefängnis für mittlere Sicherheit Modelo in Bucaramanga verlegt, und zwar in den Pavillon 4, der am stärksten überbelegt ist und in dem viele ehemalige Paramilitärs einsitzen. Als er kaum angekommen war, versuchten einige ihn zu töten. Als er am nächsten Tag einen zweitägigen Ausgang antrat, schlug ihn ein Mitgefangener heftig auf den Kopf. Während seines Ausgangs hat er einen Menschenrechtler darüber informiert, der dem Direktor des Gefängnisses telefonisch die Verhältnisse geschildert hat. Als Herr Mantilla zwei Tage später zurückkam, wurde er in unbefristete Einzelhaft gesteckt, ohne zu seinem Anwalt oder seiner Familie Kontakt aufnehmen zu können. Anstatt ihn zu schützen, straft ihn die Gefängnisleitung, indem sie ihn einer unmenschlichen und grausamen Behandlung aussetzt.
Gebet: Guter Gott, hilf, dass Herrn Fernando Moreno Mantilla eine faire Behandlung im Gefängnis zuteil wird. Hilf allen Gefangenen, die unter Misshandlung durch ihre Mitgefangenen oder ihre Wärter leiden müssen.

Denken wir an einen zum Tod Verurteilten in MALAYSIA  
Chandran Paskaran wurde am 16.04.2008 des Mordes für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Seit elf Jahren ist er im Gefängnis der Stadt Kajang im Bundesstaat Selangor inhaftiert. Die für den 07.02.14 angesetzte Hinrichtung ist nach Appellen und Kritik verschiedener Menschenrechtsorganisationen vorerst ausgesetzt worden. Das Todesurteil bleibt jedoch bestehen. Chandran Paskaran hat alle Möglichkeiten der Rechtsmitteleinlegung ausgeschöpft. Sein Gnadengesuch ist vom malaysischen König abgelehnt worden. Ihm droht daher weiterhin die Hinrichtung. Aus diesem Grund sollte der internationale Druck auf die malaysischen Behörden aufrechterhalten werden.
Gebet: Herr, wir bitten um ein Umdenken in Malaysia, wir erhoffen die Abschaffung der Todesstrafe. Bewahre Chandran Paskaran und die vielen anderen zum Tode Verurteilten in Malaysia vor der Hinrichtung.

Denken wir an einen Inhaftierten im IRAK
Der Abgeordnete Herr Ahmed Janil Salman al-Alwani wurde am 28. Dezember 2013 in seinem Haus von Sicherheitskräften gefangen genommen. Der Bruder des Abgeordneten und 5 Leibwächter wurden bei der Festnahme getötet, 18 weitere Personen verletzt. Mehrere Wochen lang wurde Herr al-Alwani an einem unbekannten Ort ohne Kontakt zu seiner Familie oder einem Anwalt festgehalten. Er ist nun angeklagt wegen mutmaßlicher Teilnahme an terroristischen Akten. Da Herr al-Alwani häufig Kritik an der Haltung der Regierung gegenüber der sunnitischen Minderheit geübt hat, ist zu befürchten, dass er wegen seiner politischen Meinung verfolgt wird. Der Präsident des irakischen Parlaments und auch andere Abgeordnete haben gegen die Verhaftung von Herrn al-Alwani protestiert, da dies auch eine Verletzung seiner durch die Verfassung gewährleisteten Immunität bedeutet. Auf den Fotos, die nach seiner Verhaftung von ihm gemacht wurden, weist sein Gesicht Spuren von Schlägen auf. Es ist zu befürchten, dass er misshandelt wird.
Gebet: Guter Gott, schütze Herrn al-Alwani vor Misshandlung und hilf, dass ihm ein fairer Prozess gemacht wird. Hilf auch, dass die Menschen im Irak sich von Toleranz gegenüber der Religion der anderen und nicht von Gewalt und Rache leiten lassen.

Denken wir an 14 verschwundene Häftlinge in MAURETANIEN 
Am 23.05.2011 wurden in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott 14 Häftlinge, die wegen terroristischer Vergehen inhaftiert waren, aus ihren Zellen geholt. Um 3 Uhr nachts kamen Sicherheitskräfte mit verhüllten Gesichtern in das Gefängnis, lasen Namen von einer Liste vor und forderten die 14 genannten Männer auf mitzukommen. Seitdem verweigern die Behörden jede Information. Den Familien sind der Grund des Wegtransports und der Aufenthaltsort unbekannt. Vor kurzem erhielten die Familien Briefe der Männer, weiterhin aber keine Informationen der Behörden. Die Angehörigen sind in großer Sorge um die Männer. 6 der 14 Männer hatten schon vor dem „Verschwindenlassen“ ausgesagt, in der Haft gefoltert worden zu sein.
Gebet: Gott, du siehst das Leben der verschwundenen Männer. Wir bitten für sie um Schutz vor Folter, Kontakt zu ihren Familien und Rechtsbeiständen und medizinische Versorgung. Sei bei den Männern und ihren Familien und stärke sie in ihrer Verzweiflung und Unsicherheit.

Denken wir an einen inhaftierten Christen in NORDKOREA 
Am 16. Oktober 2014 wurde der 75 Jahre alte australische Staatsbürger John Short in seinem Hotel in der Hauptstadt Pjöngjang festgenommen, nachdem er Traktate mit christlichem Inhalt in einem buddhistischen Tempel hinterlassen hatte. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt. Ihm droht eine mehrjährige Lagerhaft. Die Verbreitung der christlichen Botschaft außerhalb von vier staatlich kontrollierten Kirchen ist in Nordkorea streng verboten. John Short lebt seit 50 Jahren in Hongkong. Seine Frau sagte Journalisten in Hongkong, ihr Mann sei sich der Gefahren bewusst gewesen, aber sie folgten den Weisungen der Bibel. Ihr Mann sei in Gottes Hand. In Nordkorea werden nach Schätzungen von Menschenrechtlern mindestens 30.000 Christen in Straflagern gefangen gehalten. John Short reist seit 1976 auch immer wieder in die Volksrepublik China. Mehrfach wurde er dort festgenommen, weil er öffentlich die Unterdrückung von Christen angeprangert hatte.
Gebet: Gott, wir sind gewiss, dass John Short sich in deiner Obhut behütet weiss.  Stärke ihn und seine Familie durch deine Kraft und gib ihnen Trost durch deine Nähe und Liebe.

Denken wir an einen von Folter bedrohten Verschleppten in INDONESIEN

Am 28.11.13 kam ein Angehöriger des militärischen Geheimdienstes in Begleitung von mindestens acht Marinesoldaten aus der Region Pangkalan Brandan in Nordsumatra zu Dedek Khairudin nach Hause und nahm ihn mit. Seitdem hat seine Familie keinerlei Informationen über sein Schicksal und seinen Verbleib. Die lokalen Behörden teilten der Familie mit, er befinde sich nicht in ihrem Gewahrsam. Am 13.02.14 reiste die Familie zum Hauptsitz der Militärpolizei in Jakarta, um den Fall den Militärbehörden auf nationaler Ebene zur Kenntnis zu bringen. Doch die Militärpolizei weigerte sich, die Anzeige aufzunehmen. Dedek Khairudin drohen Folter und andere Misshandlungen.
Gebet: Gott, sei bei Dedek Khairudin und schütze ihn vor Folter. Sei auch bei seiner Familie und gib ihnen Halt in ihrer Ungewissheit.

Denken wir an ein entführtes Mädchen in PAKISTAN
Das 16 Jahre alte christliche Mädchen Samariya wurde Anfang Februar 2014 auf dem Weg zur Schule im Distrikt Layyah im Punjab entführt. Danach wurde sie gezwungen, sich zum Islam zu bekehren und anschließend ihren Entführer zu heiraten. Dieser ist ein wohlhabender Mann und der Eigentümer des Hauses, in dem die Familie von Samariya wohnt. Der Anwalt der Familie hat sich an den Regierungschef des Distrikts gewandt und fordert die Rückkehr des Mädchens zur Familie und das strafrechtliche Vorgehen gegen den Entführer.
Information: Jedes Jahr werden angeblich 800-1.000 christliche Mädchen und junge Frauen in Pakistan entführt und zur Heirat gezwungen. Sie werden oft wie Sklaven behandelt und nach einiger Zeit verstoßen, verkauft oder auch getötet.
Gebet: Guter Gott, bewahre Samariya vor Gewalt und Erniedrigung. Gib ihr und ihrer Familie Trost durch deine Liebe. Wir wollen mit unserem Gebet bei Ihnen sein und ihre Hoffnung auf Befreiung stärken.

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier


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ACAT auf dem Katholikentag 2018 in Münster:
Wie schon sehr häufig, wird die ACAT auch in diesem Jahr wieder auf dem Katholikentag in Münster vertreten sein.

10. – 12.05.2018 auf der Kirchenmeile (Schlossplatz, Stand-Nr. HW-38). Unser Stand ist leicht über den Eingang Gerichtsstraße zu erreichen, befindet sich im Bereich „Hilfswerke und Globale Verantwortung“, Areal „Süd“ der Kirchenmeile.

11.05.2018 um 8:00 Uhr Morgengebet, Euthymia-Kapelle, Loerstraße, Stadtzentrum
Bei beiden Veranstaltungen sind Sie sehr herzlich willkommen, wir freuen uns über jeden, der seine Solidarität mit unseren Anliegen auch auf diese Weise und an diesem Ort zum Ausdruck bringt!!

Der Katholikentag findet statt vom 09. - 13.05.2018 in Münster, mehr Informationen dazu unter https://www.katholikentag.de/