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Die Pressemitteilung zum Festgottesdienst in Speyer sowie die Predigt finden Sie ab sofort online

Pressemitteilung:

Über eine Million Menschen haben an Christi Himmelfahrt den Festgottesdienst aus dem Speyerer Dom über das Radio mitgefeiert, der von SWR, DLF und MDR übertragen worden ist. Nach Angaben von Mitarbeitern des SWR und des Diözesanbeauftragten für den Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Martin Wolf, haben über 800.000 Hörerinnen und Hörer im gesamten Sendegebiet des SWR, ca. 250.000 über den Deutschlandfunk und darüber hinaus noch Hörer/innen des Mitteldeutschen Rundfunk die Live-Übertragung gehört.

Der Gottesdienst wurde von Domdekan Dr. Christoph M. Kohl  zelebriert, der auch die Predigt hielt. Musikalisch wurde er vom Domchor und den Dombläsern Speyer unter Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori, Domorganist Markus Eichenlaub und Domkantor Alexander Lauer gestaltet. Sie hatten 55 Minuten Zeit, um den unmittelbar Mitfeiernden im Dom und den Hörerinnen und Hörern an den Rundfunkgeräten das Gotteslob und die Botschaft des Festtags zu vermitteln.

Domdekan Dr. Kohl bezog sich in seiner Predigt auf die Aussage des Tagesgebetes von Christi Himmelfahrt "...denn in der Himmelfahrt deines Sohnes hast du den Menschen erhöht" und der Präfation "Er wurde ... zum Himmel erhoben, damit er uns Anteil gebe an seinem göttlichen Leben". Von daher betrachtet leuchten am Fest Christi Himmelfahrt die Würde, der unendliche Wert und die ewige Bestimmung jedes Menschen auf, die Gott ihnen verleiht. Berufung und Aufgabe der Christen ist es, auch hierbei Mitarbeiter/innen Gottes zu sein - das sind sie, wenn die Menschen durch sie ihre eigene Würde spüren. Dazu gehört auch das Engagement für diejenigen, deren Würde ganz konkret missachtet wird, die entwürdigend behandelt werden - gerade dann, sie unterdrückt, gefoltert, ihrer Menschenrechte beraubt werden. Dafür gibt es eine bewusst christliche Initiativ-Gruppe: ACAT - Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter (
www.acat-deutschland.de), die für Gewaltopfer bei den jeweiligen Machthabern mit Bittbriefen interveniert und auch jeden Monat für 10-12 bedrohte Menschen Fürbitte hält.

Domdekan Dr. Kohl Der Domdekan stellte am Ende der Predigt heraus: "Der heutige Festtag stellt uns vor Augen, was Gott uns schenken möchte: den unendlichen Wert jedes Menschen, die Vollendung unseres Lebens bei Gott selbst, eine unverlierbare Würde jedes einzelnen Menschen. Und von daher haben wir auch den Auftrag, mit den Mitmenschen so umzugehen, dass sie dadurch ihre Würde erfahren. Wir haben den Auftrag, uns erst recht für die Menschen einzusetzen, deren Rechte brutal missachtet werden, die menschenunwürdig behandelt werden. Und wir haben auch den Auftrag, mit den Tätern so umzugehen, dass sie ihre eigene Würde erkennen und deshalb von ihrem menschenverachtenden Tun ablassen können. Der Auferstandene hat uns Wege zum Leben gebahnt, damit wir dann unsererseits für andere zu Wegbereitern werden. Wenn wir das tun, dann folgen wir ihm wirklich nach."

Zum Download der Predigt

Zum Download der Fürbitten