ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Gebet_Kreuz

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Denken wir an eine misshandelte Schauspielerin im JEMEN
Am 20. Februar 2021 wurde Entisar Abdulrahman Al Hammadi festgenommen und befindet sich seitdem im Zentralgefängnis in Sanaa. Am 28. Juni unternahm sie einen Suizidversuch. Am 8. November 2021 wurde die junge Frau wegen angeblicher Prostitution und Drogenkonsum im Gericht erster Instanz des Stadtbezirks West in Sanaa zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Haftstrafe wurde lediglich mündlich ausgesprochen. Da es kein Schriftstück über das Urteil gibt, kann keine Berufung eingelegt werden. Ihr Anwalt bezeichnet das Urteil als politisch motiviert. Die 20jährige Schauspielerin wurde geschlagen, beschimpft, bedroht, ihr Kopfhaar wurde rasiert, sie wurde mehrfach in Einzelhaft verlegt und befindet sich psychisch in sehr schlechter Verfassung.
Auf gleiche Weise wurden auch Yousra Ahmed Al-Nashiri, Mahaliah Abdulwahab Al-Baadani und Ruqaiya Ahmed Al-Sawadi wegen verschiedener Anklagepunkte, darunter angeblichen Ehebruchs, zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
Gebet: Wir beten, Gott, für diese ungerecht verurteilten Frauen. Wir beten für ihre seelische Gesundheit. Wir bitten dich um Kraft und Hoffnung für sie, um Ermutigung, um Schutz.
https://www.gc4hr.org/news/view/2937

 

Denken wir an Gefangene in KAMERUN
Im Dezember 2021 wurden mehr als 80 Aktivisten des MRC (Mouvement pour la renaissance du Cameroun), der wichtigsten Oppositionspartei, zu Haftstrafen zwischen 6 Monaten und 7 Jahren verurteilt. Sie hatten im September 2020 friedlich gegen die Regierung in Youndé demonstriert. Sie wurden vom Militärgericht von Youndé verurteilt und hatten keine Möglichkeit, sich angemessen, d.h. nach rechtsstaatlichen Maßstäben zu verteidigen. Die Führer der Partei, Olivier Bibou Nissack, Alain Fogué, Pascal Zambone und Mispa Awasum, wurden zu 7 Jahren Haft verurteilt. Die Angeklagten durften bei der Verkündigung des Urteils nicht anwesend sein. Im September 2021 hatte das Anwaltskollektiv, das 124 Aktivisten und die Führer der Partei vertrat, sein Mandat aufgegeben, weil die Richter abhängig und die Urteile nicht unabhängig sein würden.
Gebet: Guter Gott, wir bitten Dich, dass die Urteile aufgehoben und vor einem Zivilgericht neue und faire Prozesse möglich werden. Hilf dem Volk in Kamerun, dass es frei seine politische Meinung äußern darf und die Politik der Repression ein Ende hat.
https://www.acatfrance.fr/actualite/cameroun---condamnation-de-plus-de-80-militants-et-cadres-de-lopposition

 

Denken wir an vier im Gefängnis Verstorbene in der REPUBLIK KONGO
Am 4. November 2021 sind 4 Männer, Branda Keurtys Eleck, 26 Jahre, Guilliamo Pernel Loubaki, 35 Jahre, Guira Hyppolite Doukoro, 47 Jahre und Arnaud Mondzola Embouet, 32 Jahre, im zentralen Exkommissariat von Brazzaville gestorben. Sie befanden sich in Untersuchungshaft unter Aufsicht der Polizei. Bis heute wurde von den verantwortlichen Behörden keine Untersuchung der Todesursache vorgenommen. Am 18. November ließ der Regierungssprecher durch Radio France Internationale verlauten, dass es sich wahrscheinlich um Unfalltode handele, bedingt durch die Überbelegung der Gefängnisse. Der Ausbau der Gefängnisse halte nicht Schritt mit dem Ansteigen der Kriminalität. Am Tag zuvor hatten mehrere Organisationen das Schweigen der Behörden über die Umstände und genaue Todesursache der Verstorbenen angeprangert. Auf Initiative der Menschenrechtsorganisation CAD (Cercle d’actions pour le développement) wurde jedoch eine Autopsie der Leichen vorgenommen, die ergab, dass Schläge die Todesursache waren. Die CAD ließ auch verkünden, dass es Hinweise für eine viel größere Zahl von nicht bekannt gewordenen Todesfällen gebe. In seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage am 17. Dezember 2021 gab der Premierminister zu, dass die Lage in den Gefängnissen schwierig sei. Eine offizielle Untersuchung der Todesfälle blieb jedoch aus. Am 12. Januar 2022 haben die Familien der Opfer und die CAD eine Klage eingereicht wegen Folter, Schlägen und Verletzungen mit Todesfolge.
Gebet: Guter Gott, wir bitten Dich, nimm die zu Tode gequälten Gefangenen auf in Dein Reich. Gib den Verantwortlichen die Einsicht, dass auch bei steigender Kriminalität die Würde und das Leben des Einzelnen zu achten sind.
https://www.acatfrance.fr/appel-a-mobilisation/il-faut-enqueter-sur-les-allegations-de-tortures-

 

Denken wir an einen jemenitischen Journalisten in SAUDI-ARABIEN
Am 26.10.2021 wurde der Journalist Ali Mohsen Ahmed Abu Lahoum im Strafgericht von Najran zu zehn Jahren Gefängnis wegen Apostasie und Ungläubigkeit verurteilt. Zu weiteren fünf Jahren, weil er seine Schriften, die angeblich „die öffentliche Ordnung, religiösen Werte und Moral beeinträchtigen“, in Sozialen Netzwerken veröffentlicht hatte. Er legte Berufung ein. Am 30. Dezember fand die Verhandlung statt. Die Sitzung wurde plötzlich einberufen und fand online statt. Sein Anwalt wurde in letzter Minute über die Anhörung informiert, daher hatte er nicht genügend Zeit, die Familie zu benachrichtigen. Seine Frau, die das Gericht täglich darum gebeten hatte, über den Verhandlungstermin informiert zu werden, wurde damit übergangen. Der Schauprozess bestätigte das zuvor verhängte Urteil. Es ist zu hoffen, dass Abu Lahoum das Urteil beim Obersten Gericht in Riad erfolgreich anfechten wird.
Saudi-Arabien gehört zu den Ländern mit den meisten inhaftierten Journalisten. Vierzehn davon sind Opfer von „Verschwinden lassen“.
Gebet: Gott, wir bitten dich für die Richter in Riad, die demnächst über Abu Lahoum zu richten haben. Wir bitten dich um großzügige Auslegung der Gesetze. Wir bitten um die Überzeugung der Machthabenden und Richter, dass Pressefreiheit Saudi-Arabien nützen und nicht schaden wird.
https://www.gc4hr.org/news/view/2917

 

Denken wir an einen Gefangenen in den U.S.A.
Der Jemenit Toffiq al-Bihani ist seit mittlerweile fast 20 Jahren im US-Militärstützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba inhaftiert, obwohl gegen ihn keine offiziellen Anklagen vorliegen. Er wurde ursprünglich im Iran von den dortigen Behörden festgenommen und Anfang 2002 in Afghanistan dem US-Militär übergeben. Ab Oktober desselben Jahres befand er sich in Gewahrsam der CIA. Dort wurde er über mehrere Wochen ohne Kontakt zur Außenwelt gefoltert und misshandelt. Seinen Angaben zufolge wurde er unter anderem fast zehn Tage lang angekettet und in seiner Zelle mit einer Waffe am Kopf mit dem Tod bedroht. Seit 2003 wartet Toffiq al-Bihani in Guantánamo auf ein faires Gerichtsverfahren. Doch die US-Behörden beabsichtigen anscheinend nicht, Anklage gegen ihn zu erheben. Vielmehr entschied eine vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama zur Schließung Guantánamos eingerichtete Arbeitsgruppe bereits 2010, dass Toffiq al-Bihani freigelassen werden könne. Seitdem wartet er darauf, in ein sicheres Drittland ausreisen zu dürfen. Toffiq al-Bihani ist einer von fünf Häftlingen in Guantánamo, die seit mehreren Jahren für einen Transfer in ein Aufnahmeland vorgesehen, aber dennoch weiterhin inhaftiert sind.
Gebet: Himmlischer Vater, wir bitten dich, dass endlich Lösungen für die Freilassung der verbliebenen Gefangenen von Guantánamo gefunden werden. Wir bitten ebenfalls darum, dass sich schnell Länder bereit erklären, die Gefangen aufzunehmen, und dass diese dort bald ein sicheres und menschenwürdiges Leben führen können.
https://www.amnesty.de/mitmachen/brief-gegen-das-vergessen/usa-toffiq-al-bihani-februar



Denken wir an eine entführte Frau in der RUSSISCHEN FÖDERATION

Sergey Babinets, Oleg Khabibrakhmanov, Abubakar Yangulbayev und Natalia Dobronravova sind Anwälte, die für die in Russland ansässige Nicht-Regierungs-Organisation CAT ("Komitee gegen Folter") arbeiten, früher für sie arbeiteten oder mit ihr eng zusammenarbeiten. Die Anwälte von CAT untersuchen Fälle von Folter in Russland und einigen anderen Ländern, darunter auch die russische Republik Tschetschenien.
Am 20. Januar 2022 trafen die Menschenrechtsverteidiger in einem sicheren Haus in Nischni Nowgorod ein, wo sie sich mit Mandanten treffen wollten. Dort drangen tschetschenische Strafverfolgungsbeamte gewaltsam in den Unterschlupf ein. Sie schlugen Natalia Dobronravova ins Gesicht, verprügelten und drängten Sergey Babinets und Oleg Khabibrakhmanov in ein Nebenzimmer und sperrten sie dort ein, um sie daran zu hindern, ihre Mandanten zu schützen.
Während dieses Vorfalls entführten tschetschenische Beamte die Mandantin der Menschenrechtsverteidiger, Zarema Musaeva, die Mutter des Anwalts Abubakar Yangulbayev.
Front Line Defenders geht davon aus, dass diese Angriffe und die Entführung, mit der Menschenrechtsarbeit der Anwälte zusammenhängen.
Gebet: Jesus, wir bitten dich für die entführte Zarema Musaeva. Schütze ihr Leben und ihre Gesundheit. Wir danken für die wichtige Arbeit der 4 Anwälte und Anwältinnen. Schütze auch sie vor tätlichen Angriffen, Verhaftungen und Verleumdungsversuchen.
https://www.frontlinedefenders.org/en/case/hrds-sergey-babinets-oleg-khabibrakhmanov-and-whrd-attorney-natalia-dobronravova-attacked-0

 

Denken wir an einen langjährig Gefangenen in den U.S.A.
Leonard Peltier ist 77 Jahre alt, indigener Aktivist, und sitzt seit 45 Jahren in Haft. Er befindet sich in einem Hochsicherheitsgefängnis in Einzelhaft. Im Januar diesen Jahres beschrieb er gegenüber US-Medien, wie durch die corona-bedingten Lockdowns die Haftbedingungen und dadurch die Isolation der Häftlinge noch verschärft werde. Peltier wurde 1977 wegen des angeblichen Mordes an zwei FBI-Beamten zu zwei lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt, nachdem es in einem Reservat im US-Bundesstaat South Dakota zu einer Schießerei gekommen war. Peltier war damals ein bekannter Aktivist des American Indian Movement (AIM), das sich für indigene Rechte einsetzt. Im Nachhinein wurde bekannt, dass das FBI Zeugenaussagen erpresst hatte. Beweise für seine Schuld gibt es nicht. Inzwischen ist er schwerkrank, leidet unter anderem an Diabetes und einem abdominalen Aortenaneurysma. Die Gesellschaft für bedrohte Völker setzt sich für seine Freilassung ein.
Gebet: Guter Gott, es erschreckt uns, uns diese lange Haftzeit vorzustellen. Wir bitten dich für Leonard Peltier um die notwendige medizinische Versorgung, ein faires Verfahren und Freiheit. Weiterhin bitten wir für ein Ende der Diskriminierung der Indigenen.
https://www.gfbv.de/de/news/77-jaehriger-indigener-aktivist-ich-bin-in-der-hoelle-10703/

 

 

 

„Das Gute ist stärker als das Böse, Liebe ist stärker als Hass, Licht ist stärker als Dunkelheit, das Leben ist stärker als der Tod. Der Sieg ist unser, durch ihn, der uns liebt“
Desmond Tutu



Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

 

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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 25./26. Juni

Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Einen exemplarischen Ablaufplan für die Nächtliche Gebetswache, erstellt von der Essener Gruppe, finden sie hier.
 
 

 

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Herbst-Tagung
„Menschenwürde im Schatten von Armut und Neoliberalismus – mit Blick auf Lateinamerika“
ACAT-Tagung in der Katholischen Akademie Schwerte vom 30.09. bis 01.10.2022 mit anschließender Mitgliederversammlung am Sonntagvormittag

Weitere Informationen


Drachenjahre - 7 Jahre und 7 Monate im chinesischen Gefängnis


Buchvorstellung am 17. Mai 2022, 19.00 Uhr, Nikolaikirche Eisenach
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Bericht vom Katholikentag
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