Aktion der Christen
für die Abschaffung der Folter


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ACAT ist Mitglied der World Coalition
Die ACAT ist in diesem Jahr (2011) Mitglied der World Coalition against the death penalty geworden.



Das Handbuch der Menschenrechtsarbeit (Edition 2008/2009) ist nunmehr auch online verfügbar!
Das Kompendium wurde bislang nicht nur regelmäßig aktualisiert, sondern auch auf einer interaktiven CD-Rom angeboten und sehr gut nachgefragt. Mit der Präsentation des Handbuches in der neuen Form als Webseite ist nunmehr ein nutzerfreundlicher und verbesserter Zugang zu den dargestellten Inhalten gewährleistet. Der Internet-Ausgabe wurde ein neues Kapitel über Gerichtsverfahren und Wahrheitskommissionen sowie eine Rubrik mit biografischen Angaben zu den Autorinnen und Autoren des Handbuches hinzugefügt.
Im Frühjahr 2010 wird eine vollständig überarbeitete Edition des Handbuches erscheinen. In diesem Zusammenhang wird auch die Darstellung des Forums Menschenrechte sowie der Arbeitsgruppen aktualisiert werden.



Bericht über die ACAT
Auf der Internetseite von evangelisch.de wird über unsere Arbeit berichtet.
Bei evangelisch.de gibt es eine Menge Informationen zur Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Religion, Umwelt...



Infos zur Menschenrechtssituation

Abschiebung von Kindern in den Kosovo
UNICEF und die Europaabgeordnete Frau Lochbihler sind besorgt über die Situation der Roma-Kinder im Kosovo. Vor diesem Hintergrund appelliert UNICEF an die Bundesregierung und die Bundesländer, Abschiebungen von Roma-Kindern und ihren Familien in den Kosovo bis auf weiteres auszusetzen. Mitglieder der ACAT-Gruppe Hamburg weisen in diesem Zusammenhang auf die Initiative Fluchtpunkt der Evangelisch-Lutherischen Kirche Nordelbien im Kirchenkreis Altona in Hamburg hin. Diese Initiative beschäftigt sich auch mit der Abschiebepraxis in Hamburg.
Ein Auszug aus dem Internetauftritt:
"Die Abschiebungspraxis macht Angst. Flüchtlingskinder erleben, wie ihre Nachbarn geholt werden. Mehrmals pro Woche fahren MitarbeiterInnen der Ausländerbehörde morgens um vier mit Bussen durch die Stadt. Dann werden Familien aus den Betten geholt. Ohne Ankündigung. Unter Aufsicht müssen die Familien dann zügig packen, 20 kg pro Person. Alles andere bleibt zurück. Möbel, Geschirr, Nachbarn, Freunde, oft auch Angehörige. Ein Abschied ist nicht möglich. Die Eltern werden in Handschellen abgeführt, und die verstörten Kinder folgen ihnen, in ein Land, das ihre Heimat sein soll und das viele von ihnen noch nie gesehen haben. Am Morgen fehlt ein Kind in der Schule."

Mongolei: Moratorium für die Vollstreckung der Todesstrafe
Der mongolische Präsident Tsakhia Elbegdorj hat ein Moratorium für die Vollstreckung der Todesstrafe in seinem Land ebenso angekündigt, wie sein Bemühen darum, die Todesstrafe ganz abzuschaffen.
Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Günter Nooke, erklärte dazu am 14.01. in Berlin:
"Ich begrüße den Schritt von Präsident Elbegdorj ausdrücklich. Gerade in einer regionalen Umgebung, in der Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind, brauchen wir diese Schritte dringend; sie gehen in eine gute Richtung.
Mir liegt sehr am Herzen, dass die Mongolei von uns jede erdenkliche Hilfe bei der Umsetzung dieses Plans bekommt. Ich werde mich weiter persönlich dafür einsetzen, dass die Bundesregierung hier als Partner mit Rat und Tat zur Seite steht."

(Veröffentlichung des Auswärtigen Amtes)

Afrika im Menschenrechtsrat
Unter den 47 Mitgliedstaaten des Menschenrechtsrats, des Hauptorgans für Menschenrechte, sind auch fünf afrikanische Staaten: Kamerun, Mauritius, Nigeria, Senegal und Dschibuti. Die Amtszeit dauert drei Jahre.
(Quelle: Netzwerk Afrika 14.05.2009)

Todesstrafe – Darf Leben genommen werden?
Zu diesem Thema hat unser Vorstandsmitglied Dr. Jutta Dierkes im Radio Horeb mit Frau Katja Kariv am 13. November 2007 gesprochen. Das rund 20 minütige Gespräch können Sie sich herunterladen (10,5 MB).




Freilassungen

Usbekistan Yusuf Juma ist frei.
Briefaktion 06-2011
Gebetsblätter Mai 2008, Juli 2009

Tunesien Onsi Abichou ist frei.
Gebetsblätter Januar 2011, Februar 2011

Nepal Shivadhan Rai wurde gegen kaution freigelassen.
Interventionen des Vorstandes im Februar 2010

Myanmar Die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist frei. Die Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi verlebte die meisten der letzten 20 Jahre in Haft oder unter Hausarrest. Sie wurde gefoltert und ihre Haft wurde immer wieder verlängert, ohne dass es dafür offensichtliche Gründe gegeben hätte. Ihr Schicksal teilen in Myanmar mehr als 2200 politische Gefangene, die unter oft grausamen und inhumanen Bedingungen inhaftiert sind.
zahlreiche Interventionen des Vorstandes vor 2000
Gebetsblätter Oktober 2000, Dezember 2008, Juni 2009

China Der tibetische Mönch Kalsang Tsultrim ist frei
Interventionen des Vorstandes im August 2010

Belarus Vital Rymasheusky und Iryna Khalip sind frei.
Briefaktion 02-2011




Weitere Entwicklungen zu Briefaktionen und Gebetsblättern

Zimbabwe Jenni Williams und Magodonga Mahlangu, zwei führende Mitglieder der Menschenrechtsorganisation Women of Zimbabwe Arise (WOZA), werden offenbar nicht mehr von der Polizei gesucht. Sie haben deshalb ihr Versteck wieder verlassen. Am 10. Mai wies ein erstinstanzliches Gericht in Bulawayo die gegen zehn WOZA-Aktivistinnen erhobenen Anklagen zurück. Die Frauen waren zwischen dem 28. Februar und 7. März bei drei verschiedenen Anlässen festgenommen worden. (Quelle ai)
Gebetsblatt Mai 2011

Iran Trotz weitverbreiteter Befürchtungen wurde der Kurde Sherko Moarefi am 1. Mai nicht hingerichtet. Der Vollzug seiner Strafe wurde allerdings lediglich ausgesetzt. Ihm droht weiterhin unmittelbar die Hinrichtung. Der Rechtsanwalt von Sherko Moarefi erklärte, es seien Schritte unternommen worden, um dem Gericht Unregelmäßigkeiten im Prozessverlauf zu melden. Da der Fall aber bereits dem Büro zur Strafvollstreckung zugegangen ist, kann das Todesurteil jederzeit vollstreckt werden.
Habibollah Latifi, Student für Wirtschaftsingenieurwesen, droht ebenfalls unmittelbar die Hinrichtung, nachdem die Vollstreckung seines Todesurteil, die am 26. Dezember 2010 hätte stattfinden sollen, aufgrund von internationalem und öffentlichem Druck kurzfristig ausgesetzt wurde.
Von mindestens 14 weiteren kurdischen politischen Gefangenen ist ebenso bekannt, dass sie sich im Todestrakt befinden. (Quelle ai)
Gebetsblatt Februar 2010

Simbabwe Die Stadt Weimar verlieh am 10. Dezember den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar an Jestina Mukoko, die simbabwische Menschenrechtsaktivistin, die Vorsitzende vom "Simbabwe Friedensprojekt" ist. Trotz der traumatischen Erfahrung und der ständigen Bedrohung kämpft sie weiter für Menschenrechte in Simbabwe.

Frau Jestina Mukoko aus Simbabwe sagte in einem Interview mit ai:
  • "Wir wollen ein neues Simbabwe aufbauen. Wir haben ein Netzwerk von 420 Beobachtern im ganzen Land, die uns mit Informationen versorgen, wo Menschenrechte verletzt werden und die Verantwortlichen benannt werden. Ohne diese Aufklärung ist eine nationale Versöhnung nicht möglich."


  • "Während der drei Monate in Haft hatte ich fast keinen Kontakt zur Außenwelt und ich leide noch immer unter quälenden Schmerzen an den Füßen wegen der Schläge auf die Fußsohlen, die ich während der Befragungen bekam. Mich verfolgen die Bilder aus dieser Zeit und es wird lange dauern, bis ich damit umgehen kann."


  • "Nach meiner Freilassung habe ich dann die Stapel von Briefen entdeckt, die mir Menschen aus aller Welt geschrieben hatten. Es hat mich sehr bestärkt, dass mein Schicksal vielen Menschen nicht gleichgültig ist. Mir haben diese Briefe viel Kraft gegeben. Bis heute sehe ich sie immer wieder durch, wenn es mir schlecht geht. Dann motivieren sie mich, weiterzumachen. Es ist wichtig, dass Menschen, die so drangsaliert werden, wissen, dass sie nicht allein sind."


  • "Natürlich habe ich Ängste, das ist ganz normal nach allem, was ich erlebt habe. Trotzdem ist es für mich wichtig, auf meinen Rechten zu beharren. Was mich treibt, das sind die Stimmen von Verfolgten und Misshandelten in Simbabwe. Sie brauchen jemanden wie mich, der ihre Stimmen verstärkt, damit sie im eigenen Land und weltweit gehört werden."
(Auszug aus einem Interview: ai-Journal Februar/März 2010)

Interventionen des Vorstandes Januar + Februar + März + Mai 2009
Gebetsblatt Januar 2009

China In einer Pressemitteilung vom 18.01.2010 appellierte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an Außenminister Guido Westerwelle, von den chinesischen Behörden Aufklärung über das Schicksal des vor fast einem Jahr von der chinesischen Polizei entführten Menschenrechtsanwalts Gao Zhisheng zu fordern. Die GfbV erklärte: "Wir sind in größter Sorge um den renommierten christlichen Anwalt, der sich engagiert für verfolgte Falun-Gong-Anhänger und Bürgerrechtler eingesetzt hat".
Vor kurzem hatten sich die Indizien für einen gewaltsamen Tod des Juristen verstärkt. Ein Polizeibeamter, der nach eigenen Aussagen an Gaos Entführung am 04.02.09 beteiligt gewesen war, teilte dessen älterem Bruder Zhiyi mit, der Anwalt sei bei einem "Freigang" am 25.09.09 "verschwunden". Nach Angaben der GfbV umschreiben die chinesischen Behörden mit solchen Formulierungen oft den gewaltsamen Tod von Häftlingen. Der Appell an Außenminister Westerwelle kann online unter
www.gfbv.de/emailprot.php?id=229
unterstützt werden. Zusätzlich kann ein englischsprachiger Aufruf an den spanischen Außenminister als Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft gesendet werden:
www.gfbv.de/emailprot.php?id=230
Das Schicksal Gao Zhishengs hat ACAT in vier Vorstandsinterventionen (zuletzt 14.02.09), im Gebetsblatt
Gebetsblatt März 2009 und in den Briefaktionen
Briefaktion 04-2004,
Briefaktion 13-2009 und
Briefaktion 20-2009
sowie in Briefen an deutsche Politiker aufgegriffen.

Aserbaidschan Novruzali Mammadov, 68 Jahre
Der Menschenrechtler und Publizist hatte sich für die Wahrung der kulturellen Rechte der talischen Minderheit eingesetzt und wurde deswegen willkürlich verhaftet. Während seines Gefängnisaufenthalts war er erkrankt, sodass zwei Operationen nötig wurden. Daraufhin hatte sich sein Gesundheitszustand ständig verschlechtert. Einer Eingabe zwecks einer Verlegung aus dem Hochsichertrakt No 15 in ein anderes Gefängnis wurde nicht stattgegeben. Am 14.08.09 wurde seine Familie von seinem Tod unterrichtet.
Interventionen des Vorstandes im September + Oktober 2008, 2mal im Januar 2009 und Juli 2009

Iran Der Journalist Emad Baghi und Gründer des “Center zur Verteidigung der Rechte von Gefangenen“ erhielt keine Ausreisegenehmigung, um den Martin Ennals–Preis in Genf entgegen zu nehmen. In der 18-jährigen Geschichte ist diese Ehrung ohne Beisein des Ausgezeichneten bisher noch nie vorgekommen. Die Mitglieder der Jury haben bei den iranischen Behörden protestiert und sie aufgefordert, alle Repressalien gegen ihn einzustellen.
Wegen seiner Artikel gegen die Todesstrafe war Emad Baghi von 2000 bis 2003 im Gefängnis und wurde im Juni 07 erneut zu einer dreijährigen Haft verurteilt, aus der er im Sept.08 aus medizinischen Gründen vorzeitig entlassen wurde.
Interventionen des Vorstandes im Oktober 2004, August und Oktober 2007, Januar 2008


  


Aktuelle Briefaktionen

Bitte schreiben Sie für Menschen in Mauretanien, deren grundlegenden Menschenrechte eines in Sklaverei gehaltenen Teils der Bevölkerung verletzt werden.

Bitte schreiben Sie für die beiden Menschenrechtsverteidigerinnen Frau Dr. Isatou Touray und Frau Amie Bojanh-Sissoho aus Gambia, deren Gerichtsverfahren verzögert wird.





Bildungsveranstaltungen + Termine

1. bis 5. Juni 2011
Evangelischer Kirchentag in Dresden
Die ACAT ist wieder mit einem Informationsstand vertreten und veranstaltet ein Friedensgebet.

25. + 26. Juni 2011
Nächtliche Gebetswache 2011
Unter diesem externen Link ist wieder eine Eintragung für die nächtliche Gebetswache in der Nacht vom 25. auf 26. Juni 2011 möglich. Es wäre schön, wenn auch in diesem Jahr wieder viele mitmachen würden.
Auf dieser Web-Seite ist auch wieder hervorragendes Material für Gebetsstunden zu finden, nicht nur für diese Nacht.

In folgenden Städten haben sich bereits ACAT-Gruppen gefunden, die zu Gebetswachen einladen:
  • Die ACAT-Gruppen Essen-Byfang und Hattingen-Niederwenigern gestalten gemeinsam in Niederwenigern und auf der Ruhrhalbinsel die Gebetswache:
    20:00 ev. Kirche Niederwenigern: Gebetswache zum Thema: "Ihr seid in meinen Augen wertvoll"
    20:40 Wanderung mit Gebet und Gesang nach Herz-Jesu, Burgaltendorf
    21:30 ökumenischer Gottesdienst zum Thema: "Ihr seid aufgerufen, Wächter der Menschlichkeit zu sein."
  • Die ACAT-Gruppe Hildesheim bereitet die Nächtliche Gebetswache am 25./26.06.2011 von 20:00 bis 08:00 in der Kirche Heilig Kreuz, Kreuzstraße vor.
    Interessierte, Gruppen sind eingeladen ein halbe Stunde der Gebetswache zu übernehmen. Ansprechpartner ist das Dekanatsbüro Hildesheim, Tel. 05121-307362
  • Die ACAT-Gruppe Berlin lädt ein zur Teilnahme an einer etwa einstündigen Andacht am 25. Juni um 20.00 in die Wallfahrtskirche Maria Frieden in Berlin-Mariendorf, Kaiserstraße 29 (U Westphalweg).


    4. Juli 2011 um 17 Uhr
    Friedensgebet
    in der Nikolaikirche Leipzig

    16. + 17. September 2011
    Zum Tode verurteilt … Der Einsatz für die Abschaffung der Todesstrafe

    gemeinsame Tagung mit dem Franz-Hitze-Haus in Münster. Den Programm-Flyer bekommen sie hier

    28. bis 30. September 2012 (also im nächsten Jahr!)
    ACAT Seminar im Tagungshaus Schloss Schwanberg bei Würzburg
    Die Vorbereitungen laufen. Rechtzeitig werden wir hier weitere Informationen veröffentlichen.

    Infos zu Programmen von katholischen Akademien
    www.kath.de

    Infos zu Programmen von evangelischen Akademien
    www.evangelische-akademien.de